Das Land des unbegrenzten – was eigentlich?

In Belgien überschlagen sie sich wieder mit politischen Spitzenleistungen. Das Brussels Journal hat gestern und heute gleich zwei solcher „Dinger“ parat, die einmal von Hysterie, zum andren von mehr als seltsamen Moralvorstellungen zeugen:Tier-Wohlergehen und belgische Moral

Paul Belien, 24.01.2007

Belgien wird über einen Gesetzesentwurf abstimmen, der Menschen verbietet Sex mit Tieren zu haben. Vor kurzem wurde ein Belgier, der Geschlechtsverkehr mit seiner Hündin hatte, vor Gericht frei gesprochen. Der Richter argumentierte, dass er nichts Illegales getan hatte, da es kein Gesetz gibt, das Sex mit Hunden verbietet. Letzte Woche lehnte es der belgische Senat ab ein Verbot von Sex mit Tieren zu einzuführen. Am Dienstag entschied eine Mehrheit des Gesundheitsausschusses des Belgischen Parlaments, der Gesetzesentwürfe ohne die Zustimmung des Senats einbringen kann, dass Geschlechtsverkehr zwischen Mensch und Tier für die Tiere schädlich ist und entschied, ihn als Teil des neuen Gesetzes für das Wohlergehen der Tiere zu verbieten.

Zukünftig riskieren Belgier, die mit ihren Hunden oder Katzen kopulieren oder ihre Hasen vergewaltigen, eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr und eine Geldstrafe von €1.000,-. Während belgische Gesetzgeber sich nicht weiter Sorgen über die öffentliche Moral machen, sorgen sie sich wenigstens über das Wohlergehen der Tiere.

Man fragt sich wirklich, wo die ihre Prioritäten haben. In einem Kommentar zu dem Artikel wird gefragt: Verletzt das nicht das Recht des Tieres auf einverständlichen Sex?

Dem steht die folgende Meldung um nichts nach:

Brüssel dreht durch: Belgien verbietet die Zahlen 18 und 88
Paul Belien, 25.01.2007

Patrick Dewael, belgischer Innenminister, hat das Tragen von Fußballtrikots mit den Nummern 18 und 88 verboten. Nach Angaben des liberalen Ministers steht die Zahl 18 für „Adolf Hitler“ und die Zahl 88 für „Heil Hitler“. A ist der erste Buchstabe des Alphabets, H der achte.

Die Zahlen 37 (Che Guevara) oder 13 (Mao) sind nicht verboten. Genauso wenig die populären T-Shirts mit dem Porträt von Che Gueavara.

Ein Leser einer Brüsseler Zeitung fragte sich, ob Bürger, die in Häusern mit den Nummern 18 und 88 wohnen, jetzt von den Behörden als Nazis auf schwarze Listen gesetzt werden. 1988 geborene junge Menschen, deren E-Mail-Adressen ihre Geburtsjahr enthalten, machen sich ebenfalls Sorgen.

Leserkommentar beim Brussels Journal hierzu:
Ich beglückwünsche Dewael für die Wissenschaftlichkeit und den gesunden Menschenverstand, die er in seinem Herangehen an das Thema zeigt. Es ist wirklich an der Zeit, dass jemand die Bedeutung von Zahlen bezüglich der Übernahme sozialer und wissenschaftlicher Aufklärung erkennt.
Er muss aber weiter gehen und die 34 wie die 49 verbieten, die weitaus variablere wirtschaftliche Faktoren für die Erderwärmung sind als die Kombination aller anderen Faktoren, die von den europäischen Spitzenpolitikern und der Weltpresse angeführt werden. Die von der 34 und der 49 verursachte Umweltkatastrophe, insbesondere, wenn diese beiden Zahlen addiert werden, verlangen das Verbot. Das nicht zu tun würde exponentiellen Effekt haben und die Welt den fürchterlichen Folgen unterwerfen, die für unseren schwachen menschlichen Intellekt wahrlich unvorstellbar sind. Ein zusätzlicher Faktor ist, dass selbst die begriffsstutzigen Amerikaner mit minimalem Effekt auf das Welt-Ökosystem an der Lösung teilhaben könnten.

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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