Brot des Leides

This Ongoing War, 29. Januar 2007 – die Antwort der Eheleute Roth auf die Reaktionen auf den gestrigen Anschlag in Eilat.

Eine Bäckerei in einer Ferienstadt dieses Landes wurde heute angegriffen. Drei gewöhnliche Menschen, Hersteller von frischem Brot, wurden von einem Bomber in Stücke geblasen. Er ist ein Araber. Er starb durch seine eigene Sprengung.

Der heutige von Hass getriebene Terrorakt spielte sich in Eilat ab, der südlichsten Stadt in Israel. Eilat ist voll von Hotels und einem ziemlich entspannten, unisraelischen Ambiente. Die Tatsache, dass es bisher nicht von sich selbst verstümmelnden arabischen Mördern heimgesucht wurde, könnte erklären, warum die Sicherheit in der Stadt bisher relativ entspannt gewesen ist. Bis jetzt.

Wir wissen aus bitterer Erfahrung, dass man dazu neigt zu denken, dass es nur anderen zustößt – bis eine Tragödie wie die heutige einen selbst trifft.

Wir haben auch gelernt, dass diejenigen mit einer Neigung sich über etwas auszulassen und die Dinge in hübsche moralische Kästchen zu stecken dazu tendieren sich auf das Niveau des Ereignisses herunter zu begeben, wenn sich ihnen die Möglichkeit bietet eine Meinung über eine Tragödie wie die heutige abzugeben. Leider scheinen die meisten Redakteure und viele Nachrichten-Konsumenten nicht in der Lage zu sein zu unterscheiden zwischen denen, die nur etwas ablassen und denen, die etwas Wertvolles, Einsichtsvolles und Aufschlussreiches anzubieten haben.

Daher wollen wir einige wenige veröffentlichte Reaktionen aus den Berichten dieses Tages betrachten und sehen, wie viel Licht – statt billiger Hitze – sie zu generieren in der Lage sind.

Bericht: „Israelische Führer sagen, der Bombenanschlag gefährdet die zweimonatige Waffenruhe im Gazastreifen.“
Wir sagen: Wirklich? Eine zweimonatige Waffenruhe? Wir müssen in diesen zwei Monaten friedlichen Beziehungen mit den ihren Staat aufbauenden Nachbarn enorm nahe gekommen sein, nicht wahr? Bedenken Sie: „2006 fingen die IDF und der Shin Bet mehr als 100 palästinensische Terroristen ab, die aus dem Gazastreifen kamen und aus der ägyptischen Sinai-Wüste nach Israel überzuwechseln versuchten. Zu den Terroristen gehörten Selbstmord-Bomber, Waffenexperten auf dem Weg Terrorinfrastruktur in der Westbank zu schaffen und Planer von Soldatenentführungen. Zusätzlich zu den Terroristen gelang es den Sicherheitskräften elf Terrorringe aufzulösen, die sich eine Infrastruktur geschaffen hatten, die für Infiltrationen entlang der Grenze genutzt wurde.“

Bericht: Premierminister Olmert gelobte, den „fortgeführten und nie endenden Kampf gegen die Terroristen“ weiterzuführen.
Wir sagen: Ach wirklich? Yediot Aharonot sieht das anders.
“Kein Hindernis entlang der Grenze“, sagt ein IDF-Offizier
“Es gibt ein substanzielles Bedürfnis für physische Hindernisse entlang der Grenze zu Ägypten“, sagten Quellen im israelischen Militär einige Stunden nach dem Terroranschlag in Eilat, der drei Menschen das Leben kostete. Ein hochrangiger IDF-Offizier sagte Montagabend ein solches Hindernis zu bauen, wie beispielsweise einen Zaun entlang der israelisch-ägyptischen Grenze, sei notwendig, um den Herausforderungen begegnen zu können, die durch Terrororganisationen in der Region gestellt werden. „Was mir am meisten Sorgen macht ist, dass das, was heute passierte, andere Terrorgruppen nur in Versuchung bringen wird ihre Versuche fortzusetzen einen Anschlag nach gleichem Muster auszuführen“, sagte der Offizier. “Wir müssen uns daran erinnern, dass das, was heute passierte, kein Rekord-Vorfall war und dass ein schwerwiegenderer Vorfall statt finden könnte. Es gibt entlang der Grenze kein physisches, künstliches oder geistiges Hindernis“, fügte er hinzu.

Bericht: Unser Verteidigungsminister, Amir Peretz, berief eine Dringlichkeitssitzung von Top-Sicherheitsbeamten ein und sagte: „Das ist ein schwerwiegender Vorfall. Es ist eine Eskalation und wir werden sie als solche behandeln.“
Wir sagen: Ja, das ist ein schwerwiegender Vorfall. Jedes Mal, wenn die Terrorkräfte es schaffen die Verteidigung zu durchbrechen, die die zivilisierten Gesellschaften gegen die Barbaren errichten, ist schwerwiegend. Aber es ist keinerlei Art von Eskalation. Es ist ganz präzise immer noch dasselbe Alte – der arabische Terror ist einen Konstante – das uns durch die leeren Worte und das zusammenhangslose Handeln der Politiker derart zur Verzweiflung bringt, die so viel Lärm machen und dem öffentlichen Leben hier und an den meisten Orten so wenig Weisheit bringen.

Bericht: Ein Sprecher der Hamas, der radikalen islamischen Gruppe, die das palästinensische Parlament und das Kabinett kontrolliert, pries den Bombenanschlag als „natürliche Antwort“.
Wir sagen: Terror zu loben ist das, was eine barbarische Gesellschaft von einer zivilisierten Gesellschaft unterscheidet. Warum erhalten dann die von Hass erfüllten Äußerungen der Barbaren so viel Sendezeit? Sie sind nicht nur eine Bedrohung für unsere Gesellschaft hier in Israel. Sie sine eine Bedrohung für alle Gesellschaften.

Bericht:Die palästinensischen Terrororganisationen Al Aksa-Märtyrerbrigaden, ein Zweig der Fatah-Organisation des palästinensischen Präsidenten Abbas, und der Islamische Jihad haben gemeinsam die Verantwortung für den Anschlag übernommen.
Wir sagen: Eine Analyse der Jerusalem Post rückt das zurecht: „Es macht keinen sonderlichen Unterschied, welche Terrorgruppe hinter dem Anschlag steckte. Die meisten Gruppen – Islamischer Jihad, Hamas, Tanzim, Al Aksa-Brigaden, PFLP – arbeiten heutzutage zusammen, wobei eine die Bombe liefert, die andere den Bomber und die dritte die Infiltrationsroute. Der Anschlag ist also eine Art die Aufmerksamkeit von den innerpalästinensischen Parteikämpfe abzulenken und die Gruppen zu vereinen, um gegen ihren gemeinsamen Feind Israel zu kämpfen, als gegen einander.

Bericht: Ein hochrangiger Berater von PA-Präsident Mahmud Abbas verurteilte den Anschlag. „Wir lehnen diese Taten ab und wir glauben nicht, dass sie im Interesse der palästinensischen Sache sind und dass sie das Image des palästinensischen Volkes schädigen“, sagte Yassir Abed-Rabbo der Nachrichtenagentur AFP.
Wir sagen: Das ist keine wirkliche Verurteilung, wenn man sagt etwas sollte nicht getan werden, weil es dein Image schädigt. Können Sie sich die Wirkung vorstellen, wenn ein arabischer Führer aufstehen und sagen würde: Wir müssen diese Mordakte und den Hass stoppen, weil sie unsere Gesellschaft ins Steinzeitalter zurückschicken und eine moralische Last für die Kinder der Kinder unserer Kinder schaffen, die keine Gesellschaft je tragen kann. Wir müssen das stoppen, weil es unmoralisch und verheerend falsch ist.“
Nun, träumen können wir.

Bericht: Der letzte Selbstmordanschlag fand in einem Restaurant in Tel Aviv statt. Dabei wurden 10 Menschen getötet. Hunderte Palästinenser sind seitdem von den israelischen Streitkräften getötet worden, hauptsächlich im Gazastreifen.“
Wir sagen: Die BBC hat eine interessante Art die Story zu formen. Da gab es einen früheren Anschlag, sagen sie. Danach töteten die Israelis Hunderter Araber (eine Opferzahl, die vermutlich Tote einschließt wie die des feigen Verbrechers, der heute Morgen die Brotlaibe und ihre Öfen angriff). Wie du mir, so ich dir. Klassisches BBC-Geschwätz. Kreislauf der Gewalt. Wollen Sie die heutigen Toten verstehen? Fragen Sie den Redakteur der BBC. Weil Hunderte Palästinenser getötet wurden. Nur: Dieses Töten von Juden durch Araber in der jüdischen Heimat geschieht seit mehr als einhundert Jahren. Seit lange vor den besetzten Gebieten. Lange bevor es irgendwelche israelischen Truppen gab. Lange bevor die BBC und die anderen Lieferanten moralisch konfuser Nachrichten anfingen ihre schlecht informierten und von ihrer eigenen Agenda getriebenen Reporter und Fotografen in diese Region zu schicken.

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