Schröderisierung auch in Frankreich

Was machen Linke, wenn sie beim Wahlvolk schlecht da stehen und eine Wahl zu verlieren drohen? Ganz einfach: Sie schüren antiamerikanische Gefühle. Wir wirksam das ist, hat Steuer-Gerd 2002 demonstriert. Jetzt macht sich in Frankreich jemand daran, das auch für Frankreich zu verifizieren.

Die sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal fällt gegenüber ihrem Hauptmitbewerber Nicolas Sarkozy immer weiter zurück. Sie greift nach jedem Strohhalm. Und das hieß schon Anfang der Woche persönliche Angriffe auf den Rivalen, Werfen mit Dreck, egal mit welchem. Und jetzt kommt die viel versprechendste Keule: Sie wirft Sarkozy „Bushisierung“ vor – Sarkozy nehme starke programmatische Anleihen bei der amerikanischen Rechten. Das ist in Frankreich starker Tobak. Denn die USA sind dort noch verpönter als bei uns. Es bleibt abzuwarten, ob diese Verzweiflungstat auch den „richtigen“ Erfolg zeitigt. Mehr kann die Dame nämlich nicht wirklich bieten.

Statt dessen hat sie ein Fettnäpfchen nach dem anderen gesucht und zum Reintreten gefunden. Zuletzt hatte ein Komiker sie hereingelegt, der sich als Premierminister von Québec ausgab. Dabei gab sie Sachen von sich, die in Frankreich einen innenpolitischen Skandal verursachten. Politisch korrektes Dhimmi-Verhalten hatte sie im Nahen Osten an den Tag gelegt, als sie Assad, Nasrallah usw. hofierte und Antiisraelisches bis Antisemitisches „nicht hörte“. Alles nicht so schlimm, kann man ja finden. Wenn nur die Umfragewerte nicht so schlecht wären. Also jetzt feste auf die Amis. Das ist die letzte Chance.

Frankreich wählt in zwei Monaten. Am Ausgang werden wir feststellen können, ob „Europa“ eine Chance hat bestehen zu bleiben oder weiter in Richtung Unterwerfung rutscht.

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