Der Gilad Shalit-Realitycheck

Dr. Aaron Lerner von IMRA kommentierte die Lage zum von den Hamas-Terroristen entführten Soldaten Gilat Shalit – aber eigentlich zur schizophrenen Haltung solchen Taten gegenüber und den dabei angewandten zweierlei Maßstäben:

Eine Gruppe radikaler, extremistischer Israelis stahl sich in den Gazastreifen, entführte einen Palästinenser und halten ihn als Geisel an unbekanntem Ort fest. Die Gruppe gab einer Reihe Forderungen an die Palästinenser aus. Die israelischen Regierungsvertreter sagten, sie unterstützten die Forderungen der Gruppe und schlugen vor, die beste Möglichkeit für die Palästinenser den Vorfall zu beenden sei die Forderungen zügig zu erfüllen. Die US-Regierung hat ihre Hilfe zur Beschleunigung der Verhandlungen zwischen den Geiselnehmern und den Palästinenser angeboten. Während die israelische Regierung nicht offiziell in die Entführung verwickelt ist, haben der Premierminister und anderen hochrangige Mitglieder seiner Partei als Repräsentanten der Entführer an den Verhandlungen teilgenommen.

Das klingt natürlich absurd.

Weil es das ist.

Weil es niemals passiert ist.

Und nie passieren wird.

Nicht von Seiten der Israelis.

Aber die arabische Seite ist eine ganze andere Geschichte.

Das ist genau das, was passierte, als Gilad Shalit als Geisel genommen wurde.

Offizielle Palästinenservertreter bestanden nicht auf Shalits bedingungsloser Freilassung und der Bestrafung seiner Entführer – sie forderten Israel auf, die Forderungen der Entführer zu erfüllen.

Ägypten setzte die Hamas und die verschiedenen, direkt an der Operation beteiligten Gruppen nicht unter Druck – es hat statt dessen Versuche unternommen, für die Entführer etwas Lohnendes aus Israel herauszuholen.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Wir Israelis sind so zynisch geworden, dass wir das als selbstverständlich ansehen.

Wir haben den Punkt erreicht, dass es Allgemeingut ist, dass man Palästinenser als „moderate“ bezeichnet, wenn sie sagen sie würden nur versuchen uns zu ermorden, wenn sie ihren Willen nicht anders bekommen als auf Gewalt zurückzugreifen.

Dieser Zerfall der Standards ist keine Werbung für Frieden und Aussöhnung.

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