Kollaborateure des Extremismus

Im Westen „olmert“ es ganz heftig. Schneller, als in es in Israel der Fall war. Offensichtlich sind hier eine ganze Menge Leute des Kämpfens – oder dem Quatsch, den sie dafür halten – derart müde geworden, dass sie lieber kapitulieren als noch irgendetwas zur Rettung der eigenen Kultur und zur Durchsetzung weltweit geltender Werte wie z.B. der Menschenrechte zu unternehmen.

Ein „nettes“ Beispiel dafür ist Kurt Beck, Oberindianer der SPD aus der Pfalz. Er hat jetzt die „moderaten Taliban“ entdeckt. Das schließt sich relativ nahtlos an die in Somalia entdeckten „moderaten Islamisten“ an, die eigentlich Frieden wollen, aber von der bösen Regierung und den noch schlimmeren Äthiopiern zum Terror gezwungen werden.

Dem Ganzen wurde vom und im Westen die Grundlage bereitet, als man im Nahostkonflikt anfing von der eigentlich Frieden suchenden PLO zu reden und in jüngerer Zeit die „extreme“ Hamas und die „moderate“ Fatah als Gut und Böse unterschied. Dabei wurde ausgeblendet, dass beide letztlich das gleiche Ziel haben. Man schaut halt gerne über Endziele hinweg, wenn man vom vermeintlichen Friedenspartner die richtigen Worte zu hören bekommt. Redet einer von Frieden und Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt, wird er umarmt und bekommt Geld in den Hintern geschoben. Was macht es da, wenn er hintenrum (auf Arabisch) dem eigenen Volk und den umliegenden Staaten und mit all seinem Tun andere Botschaften vermittelt? Die „gemäßigte“ Fatah hat für die neuen Schulbücher gesorgt, die in den PA-Gebieten genutzt werden – und in denen Israel nicht existiert, weder auf Landkarten noch in Staatsgebietsdaten.

Da sich auch bei den „Gemäßigten“ nichts wirklich tut und die Hamas der eigentliche Machtfaktor bei den Palästinensern ist, hat irgendwer dann angefangen von „moderaten Kräften“ in der Hamas zu reden, mit denen man sprechen muss. Das ist noch nicht überall so ganz durchgedrungen, aber dafür bieten sich als Ersatz die Terrorregierungs-Mitglieder an, die nicht der Hamas angehören. So geht’s halt auch. Jedes Mittel ist recht, um den Terroristen etwas anzubieten, damit man selbst wieder zeigen kann, wie toll, friedliebend und unkriegerisch man ist, wie großartig man dabei ist den Frieden zu suchen und wie hervorragend man sich als Gutmensch auf der internationalen Bühne bewegen kann. Das hat wohl doch mehr mit Selbstdarstellung zu tun als mit wirklicher Friedensschaffung.

Im Nahen Osten hat es eine Weile gedauert, bis sich diese Haltung durchsetzte. Aber steter Tropfen höhlte den Stein und irgendwann war es so weit. Noch ein kleines Bisschen mehr und die Hamas-PA sitzt mit am Tisch, bekommt die gewünschten Gelder für den Terror gegen Israel, ohne Einfluss zuzulassen (was die europäischen Einbildung nicht trüben wird) und dann sind wir endlich da, wo wir hin wollten: Israel unter Druck setzen „endlich“ Zugeständnisse zu machen – endlich, weil es zwar bisher Zugeständnisse ohne Ende gemacht hat, aber eben nicht die, die die Terroristen wünschen: die zur gewaltsamen Vernichtung des jüdischen Staates führen.

Und was bei den extremistischen Muslimen aus „Palästina“ so wunderbar funktioniert, das muss doch auch andernorts zu schaffen sein. Man muss ein wenig Geduld haben, dann kommt das schon. Also bringt man die „moderaten Islamisten“ oder jetzt die „moderaten Taliban“ ins Spiel, mit denen geredet werden muss. Um sie „in die Mitte der Gesellschaft“ zurückzubringen. Machen die Herrschaften das auch mit der NPD? Der DVU? Anderen Neonazis? Den „Republikanern“?

Womit wir zum letzten Ziel der Kollaborateure der Terroristen kommen: Letztlich geht es um den Umgang mit den Extremisten hier bei uns. Die „Gespräche“ mit den Terroristen dienen auch dazu den Halbmond-Extremisten hier bei uns zu zeigen, wie gut wir sind, wie tolerant und wie bereit sie zu verstehen und sie walten zu lassen. Wir füttern das Krokodil, damit es noch ein wenig wartet, bis es uns frisst. Die Zugeständnisse und das Nachgeben gegenüber dem Extremismus wird dann als „Sieg der Demokratie und der Integration“ verkauft, die Gegner dieser Art von Sieg als Unmenschen, Rassisten und Diskriminierer diffamiert und das Islamisten-Kopftuch als Zeichen der Emanzipation hingestellt. Schöne neue Welt: Wir werden dann demnächst wohl moderate Steinigungen haben (als weitere Moderierung wird dann das menschlichere Hängen an Autokränen gefeiert), moderates Händeabhacken, Autos werden moderat abgefackelt (konnten wir in Frankreich und Belgien schön erleben), es wird moderat zwangsgeheiratet und der gelegentliche Selbstmordbomber macht das auch ganz moderat und aus Verzweiflung über das Unrecht, dass seine Sicht der Gesetze Allahs noch nicht weiter durchgesetzt ist. Die Gefahr geht von anderen aus, von „extremistischen Christen“, die die Religion des Friedens nicht als solche bezeichnen und selbst missionieren wollen. So wie bei einer Antiterror-Übung an der Burlington Township High School in New Jersey (USA), wo eine angenommene Gruppe namens „die Neuen Kreuzfahrer“ in Beslan-Art die Schule überfällt – man müssen das Szenario so realistisch wie möglich gestalten, meinte der Schulleiter. Gut, realistischer geht’s nimmer, schließlich sind wir von Massen christlicher Terroristen unterwandert. Die einzig wahren Helden sind unsere Kollaborateure des Extremismus, die sich so friedfertig mit allem und jedem an einen Tisch setzen wollen, dem sie sich unterwerfen können und das als persönlichen Sieg über die bösen Menschen empfinden, die sich der Unterwerfung widersetzen.

Gibt es wirklich niemanden mehr in der Politik, der zu kämpfen bereit ist? Mit Worten, mit Aufklärung, mit dem Gesetz und als Letztes notfalls auch militärisch? Mir fallen lediglich George W. Bush und die Amerikaner minus fast alle „Liberalen“ (Demokraten) ein; Toni Blair (minus fast ganz Großbritannien); der Premier von Australien mit einem Teil seiner Bevölkerung und der Premierminister Kanadas (minus eines großen Teils seiner Bevölkerung) ein. Dazu noch Benjamin Netanyahu und ein größer werdender Teil der Bevölkerung Israels. Aber das war’s dann auch, denn alle anderen Kampfbereiten gehören in das Lager der Terroristen, Terror-Regime und aktiven Terror-Helfer. Schöne Aussichten, wenn Herr Beck mit denen jetzt unbedingt kuscheln will. Er merkt nicht, dass er mit seinem Versuch die „gemäßigten Taliban“ „in die Mitte der Gesellschaft“ zu holen ausschließlich die Gesellschaft in die Richtung der Taliban entwickeln wird, weil seine „Gemäßigten“ nicht kompromissbereit sind, sondern bestimmen wollen, wo es lang geht. Und weil Leute wie der Pfälzer unbedingt eine Lösung finden müssen, geben sie ihren „gemäßigten“ Gesprächspartner nach, damit etwas dabei herauskommt. Weil sie selbst nicht scheitern dürfen, nicht zugeben können, dass ihre Strategie zum Scheitern verurteilt ist. Dann hätten sie verloren und müssten ihren Feinden in der eigenen Gesellschaft Recht geben und das kommt nicht in Frage. Also schlägt man sich selbst auf Schulter über die eigene Gerissenheit und das eigene Können und den Sieg, der eine Unterwerfung unter Extremisten ist, die nicht zugegeben wird.

Kleiner Nachtrags-Gedanke zum Ende: Wir wissen ja inzwischen, dass man Hitler um so heftiger bekämpft, je länger er tot ist. Und eine Frage wird immer gerne in den Raum gestellt: Wieso es in so vielen der europäischen Staaten so viel Kollaboration mit Hitler gab, wieso nicht mehr Widerstand – besonders gegen die Judenvernichtung – geleistet wurde. Die Kollaboration in den besetzten Staaten wird angeprangert und mit Unverständnis und massiven Vorwürfen darauf reagiert. Den Deutschen hilft das heutzutage sehr in ihrer Vergangenheitsbewältigung: Sie können auf andere zeigen und „die auch“ rufen. Aber auf die Idee, dass die heutigen Kollaborateure sich nicht besser gerieren, auf die darf man nicht kommen. Dann wird man nieder gemacht. Ganz moderat vernichtet. Heute noch mit Worten (Diffamierung, Ausgrenzung, etc.), manchmal schon mit der Vernichtung der beruflichen Existenz; aber bald auch anders. Und am Ende mit den Mitteln der Scharia.

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