Vom Gucken und nicht Gucken lassen

Aus gegebenem Anlass mal was ganz anderes: Dank Günstig-Fliegern kann man ja heute mal eben hierhin und dahin fliegen und abends wieder Zuhause sein – sagen wir: morgens mal eben von Düsseldorf nach Hamburg und abends wieder zurück – ohne dass es die Kasse sprengt. „Spotter“ machen das regelmäßig und „sammeln“ so Flugzeuge.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man einen guten Blick auf die Flieger bekommt. Und da hat in der letzten Zeit eine Hysterie um sich gegriffen, die zwar auf den 11. September zurückzuführen ist, aber seltsame Blüten treibt. So hat der Flughafen Frankfurt/Main im Frühjahr 2004 – also fast vier Jahre nach 9/11 – aus Angst vor möglichen Terroranschlägen die Besucherterrasse geschlossen. Andere sind weniger unfreundlich – weil man von den Besucherterrassen ohnehin nicht sonderlich viel sieht, wie am Flughafen Köln/Bonn. Viele bieten diese Möglichkeit auch gar nicht erst; ein Beispiel dafür ist Dresden. Dort kann man auf der obersten Terminalebene zwar ein klitzkleines Bisschen vom Vorfeld sehen, aber „spotten“ und vernünftig fotografieren ist nicht. In Helsinki kann man wenigstens aus dem Terminal heraus gute Bilder machen und hat einen Blick auf das Vorfeld und die Taxiways.

Ganz anders in Düsseldorf, wo es sogar zwei Besucherterrassen gibt, die vollen Blick auf das Vorfeld und die Start/Landebahnen bieten. Herrlich für Spotter, die ungehindert fotografieren wollen.

In Hamburg gab es das früher auch. Mit dem Neubau der Terminals hat sich das leider geändert. Fuhren die zum Start rollenden Flieger früher sozusagen in Spuckweite unter der Besucherterrasse vorbei, muss man heute im Terminal 1 auf die oberste Ebene, hinter den Cafes rausgehen – und steht vor 2,5 bis 3 m hohem Maschendrahtzaun! Gucken kann man da noch ganz gut, aber fotografieren?

Ich hatte Glück, es gab eine kleine Lücke an einer Ecke. Dadurch musste ich zwar oft „ungezielt“ auf’s Vorfeld fotografieren, da aber die Nord-Süd-Bahn zum Starten benutzt wurde, konnte ich wenigstens die Maschinen am Start alle gut „erwischen“ (immerhin sind es im Verlauf des Nachmittags rund 400 Fotos geworden, die jetzt gesichtet, sortiert/aussortiert und archiviert werden wollen).

Aber ehrlich gesagt: Ist es wirklich nötig, dass so viele Flughäfen das Fotografieren praktisch unmöglich machen?

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