Säbelrasseln in Damaskus

Michael Freund, 18. April 2007Es sieht so aus, als würde all das Appellieren des Westens an Syrien währen der letzten Wochen schon Früchte tragen.

Trotz der zuletzt hoch prominenten Damaskus-Besuche von EU-Außenpolitikchef Javier Solana und US-Repräsentantenhaus-Präsidentin Nancy Pelosi hat das syrische Regime einmal mehr offen mit Krieg gegen den jüdischen Staat gedroht. Auf einer Pressekonferenz in der syrischen Hauptstadt sagte Informationsminister Mohsen Bilal Reportern, wenn Israel nicht der saudischen Friedensinitiative folge, dann würde sein Land nicht zögern die Golanhöhen „mit dem Mittel des Widerstandes“ zu erobern.

Gleichermaßen machte der syrische Präsident Bashar Assad eine Reihe öffentlicher Aussagen, in denen er mit militärischem Konflikt mit Israel drohte und seinen Wunsch zum Ausdruck brachte die Golanhöhen mit Gewalt zurückzuholen. In einem Interview mit der kuwaitischen Zeitung Al-Anba sagte Assad am 6. Oktober, dass Damaskus bereit für Krieg mit dem jüdischen Staat sei; vorher bestand er darauf, dass der Golan „durch syrische Waffen befreit“ werden würde und warnte Israel es solle „Frieden suchen oder sich der drohenden Niederlage gegenüber sehen“.

Und so sehen wir einmal mehr, wie Versuche das syrische Regime zu beschwichtigen nur dazu dient seine Kriegslüsternheit zu stärken.

Statt mit Damaskus Tacheles zu reden haben es verschiedene Führer des Westens vorgezogen den Weg des Appeasement zu gehen. Es überrascht nicht, dass dies von der syrischen Führung als Schwäche betrachtet wird; sie tröstet sich mit der Tatsache, dass sie weiterhin straflos handeln kann.

Werden Solana, Pelosi et.al. je lernen?

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