Islamophobie

Wo fängt „Islamophobie“ an? Es kann ja nicht sein, dass sich „Islamophobie“ in unangemessenem Verhalten wie Gewalt gegen Muslime oder sie sinnlos zu verdächtigen erschöpfen.

Nun, die 500.000 Mitglieder starke Canadian Federation of Students gab neulich ihren Final Report of the Task Force on Needs of Muslim Students heraus. Das ist keine muslimische Organisation, daher sind die Ergebnisse um so „wertvoller“ (allerdings haben sie sich stark von der extremen Muslim Students Association of the U.S. and Canada beeinflussen lassen). Unter anderem kommen die Studenten zu folgenden Schlüssen:

Weil der Islam Zinsen verbietet, sollten Studenten ausschließlich mit Hilfe von Stipendien studieren können – also ein kostenloses Studium vom Staat geschenkt bekommen.

Das könnte man noch als „Umweg-Begründung“ von verständlichen Forderungen bezeichnen, bei der der Islam als Begründung für eine ohnehin bestehende Forderung dient. Dass dem nicht so ist, zeigen weitere „Empfehlungen“ (= Forderungen):

„Nur Frauen“-Zeiten in Sporteinrichtungen, dazu „Vorhänge oder Sichtblenden vor Fenstern“, wenn Frauen das Schwimmbad benutzen.
Nicht nur ausschließlich Muslimen zur Verfügung stehende Gebetsräume, sondern „vielfache Gebetsräume“ mit „einfachem Zugang“ von jedem Ort des Campus aus. Alle neuen Gebäude sollten Gebetsorte und rituelle Waschgelegenheiten bieten.
Wer mit Lebensmitteln arbeitet, muss lernen Halal-Essen zuzubereiten, das rituell geschlachtet und anderweitig unter der Scharia erlaubt ist. Nach der Bereitung von Essen, das nicht halal ist, müssen die Bediensteten „ihre Hygienehandschuhe wechseln und Arbeitsmaterial und die Oberflächen säubern“, um die Kontaminierung des Halal-Essens zu vermeiden.

Nett und verständlich, oder? Aber jetzt kommt’s:

Sollte eine Universität diese und weitere Veränderungen nicht vornehmen, dann ist sie „islamophobisch“, sagt der Bericht der Studentenorganisation. Und Islamophobie, sagt die Ontario Human Rights Commission, ist eine „aufkommende Form des Rassismus“.

Womit wir bei der Definition der „Islamophie“ angekommen wären:

Sie kann so „subtil“ sein: eine Bemerkung, die ein „Stereotyp“ enthält oder den Sprecher des „fehlenden Verständnisses“ des Islam überführt (beispielsweise die Vorstellung, dass die Scharia Frauen als Bürger zweiter Klasse behandelt).

Ein „einziger Kommentar“ dieser Art kann eine „vergiftete“ Lernumgebung für muslimische Studenten schaffen, heißt es in dem Bericht. Das geht natürlich nicht. Und wann die Lernumgebung vergiftet ist, entscheidet natürlich ausschließlich der muslimische Student, oder?

Dann will die Studentenorganisation Mut machen: Mit einem umfangreichen System will man ein umfangreiches System schaffen, um „zur Meldung von Islamophobie auf dem Campus zu ermutigen und zu fördern“. Hach, was sind wir gute Menschen, wenn wir diese Rassisten denunzieren! Aber wehe, jemand kommt auf die Idee islamistische Tendenzen und Vorfälle melden zu lassen – das ist Islamophobie! (Hat gerade die Ludwig-Maximilian-Universität in München erfahren dürfen.)

Kann man noch ein wenig weiter gehen? Man kann! Es bleibt nicht dabei, dass Blockwarte ihre Mitstudenten bespitzeln und denunzieren sollen. Nein, alle – sämtliche Lehrende, Mitarbeiter und Studenten – müssen die „Lehren“ des Islam erlernen. „Bildungsmodule“ für Professoren sollten eine Konzentration auf Islamophobie beinhalten, während für die Studenten die Aktivitäten von Kursen zu Themen des Koran und der heutigen islamischen Welt bis hin zu „sozialen Events, Programmen und anderen Initiativen“ reichen, um den Islam zu lehren. Jedermann auf dem Campus soll lernen seine/ihre „kollektive Verantwortung zur Erkennung und zum Stopp von Islamophobie“ zu erkennen.

In dem ganzen Prozess darf Islam natürlich nicht aus einer „westlichen Perspektive“ gelehrt werden. Das wäre auch Islamophobie, weil der Islam dadurch nicht richtig dargestellt wird. Anders herum muss natürlich „islamische Perspektiven“ in anderen Disziplinen integriert werden, beispielsweise in die Lehre von Marketing oder Kinderpflege, denn die Sichtweisen des Islam unterscheiden sich von denen des Westens.

Einfach und prägnant zusammengefasst heißt das: Alle Menschen an kanadischen Universitäten sollen nach Meinung der Canadian Federation of Students dem Islam unterworfen werden. Da Muslime sich mit westlichen Lebensweisen nicht wohl fühlen und daher nicht arrangieren können, muss der Westen sich an die Muslime anpassen. Das Primat des Islam nicht anzuerkennen, ist Islamophobie – also Rassismus. Wer sich nicht unterwirft, ein Verbrecher.

Meine persönliche Anmerkung: Die Verbrecher sind wohl eher diejenigen, die diesen Bericht verbrochen haben.

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