Halal-Hippie

Noch’n neuer Begriff, der eigentlich gar nicht mehr sooo neu ist: Halal-Hippies.

So beschreibt ein dänischer muslimischer Parlamentsabgeordneter in einem Buch die links- und sonstlastigen Islamisten-Fans, die nirgends etwas Böses bei (radikalen) Muslimen sehen wollen, für die der Islam ausschließlich Frieden bedeutet und für die christliche „Fundamentalisten“ die weitaus größere Gefahr ausgeht. Weitere Kennzeichen neben dem leidenschaftlichen Hass auf alles Christliche ist das Entschuldigen jeglichen muslimischen Handelns, so verbrecherisch es auch sein mag (sei es durch „kulturelle Hintergründe“ oder den Versuch es auf westliche Ungerechtigkeiten zu schieben) und das Kontern von Infragestellung von Masseneinwanderungen mit der Behauptung, die kritische Sicht dessen sei Rassismus und man müsse Leuten in Not helfen.

„Erfunden“ wurde der Begriff anscheinend von Shabana Rehman, einer norwegischen Komödiantin pakistanischer Herkunft, die ihn auf „progessive eingeborene Europäer anwandte, die den Multikulturalismus bedingungslos umarmen und dabei alles Verhalten und alle Glaubensgrundsätze ignorieren oder wegerklären, die ihren eigenen sozialen Normen und liberalen Werten widersprechen“. So schön kann man es natürlich auch ausdrücken.

Inzwischen gibt es in Dänemark einen Blogger, der sich „Halal Hippie“ nennt. Als Begründung führt er an, dass dies die schlimmste Beleidigung in Dänisch ist, die ein „Einwanderungs-Skeptiker“ benutzen kann. Er hatte die Idee für diese Selbstbezeichnung von Sandmonkey (einem ägyptischen Blogger, der derzeit im Untergrund zu überleben versucht und seinen Blog einstellte).

Da der Begriff aus dem skandinavischen Raum stammt, gibt es bei einer Google-Suche verständlicherweise massig „Hits“ aus dem dänisch-norwegischen Sprachraum. Daneben kann man einige wenige englischsprachige finden. In Deutsch habe ich noch nichts gesehen. Vielleicht sollten wir anfangen ihn stärker in Gebrauch zu nehmen. Er passt so schön zu den Persönlichkeiten, die sich am stärksten als Halal-Hippies erweisen – die kommen zu einem großen Teil aus der 68-er-Generation oder sind von dieser enorm geprägt. Und es erleichtert das Schreiben ungemein, wenn man nicht immer ein paar Namen anführen muss, die dann mit einem „usw.“ versehen sind.

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