Schlechte Verlierer sind wo?

Rechts, wo sonst? Oder?

In Frankreich hat sich die Drohung Vorhersage von Segolène Royal bewahrheitet und lauter nicht identifizierbare „Jugendliche“ machen Randale, weil ein mieser Rechter der neue Präsident Frankreichs sein wird. Einer, der die Frechheit hat, Recht und Ordnung durchsetzen zu wollen.

Nun, wenn man so zurückblickt, dann kann man nur sagen: Die Gewalt und Zerstörung erinnert uns an die der „rechten“ (konservativen) Verlierer der letzten Jahrzehnte, nicht wahr?

Wir erinnern uns an die Krawalle in Washington 1996, als Clinton über Doyle gesiegt hatte. Wir erinnern uns an die langen Reihen verbrannter und zerbeulter Autos in London, als John Major und die Tories 1997 gegen Tony Blair und die Labour Party den Kürzeren gezogen hatten. Oh, nicht zu vergessen die Verletzten und die Zerstörung nach der Wahlniederlage der Republikaner bei den US-Kongresswahlen 2006. Oder gehen wir mal weiter zurück, ins Jahr 1988, als die RPR-Jugend in Paris eine Schneise der Verwüstung zog, weil François Mitterand zum Präsidenten gewählt wurde. Wir haben also eine lange Tradition, die von den „Jugendlichen“ dieses Jahr einfach nur von den „Rechten“ abgekupfert wurde.

Auch die „Mai-Krawalle“ sind immer von den „Rechten“ begangen worden, wie wir alle wissen, oder? Im Juni werden es rechte Trupps sein, die den G8-Gipfel belagern und sich Krawall-Auseinandersetzungen mit der Polizei liefern werden.

Bekannt?

Klar, Gewalt ist immer rechts. Die „Jugendlichen“ in Frankreich sind ja auch nicht wirklich gewalttätig, sondern nur frustriert. Das muss raus. Verzweiflung pur.

Die ganzen oben beschriebenen Krawalle sind ja dummerweise Fiktion, so dass man doch tatsächlich feststellen muss, dass im liberalen Westen gewalttätige Mobs ein Beinahemonopol der Linken sind. Mit einem Monopol auf’s Beleidigtsein nach verlorenen Wahlen. Es ist ja nicht so, als wäre das mit der entsprechenden miesen Stimmung auf Frankreich oder die USA oder Großbritannien beschränkt. Die SPD kann das auch:

Nach der verlorenen Bundestagswahl von 1994 tönten die Genossen, mit „den paar Stimmen Mehrheit“ könnte Kohl nicht regieren, er solle es sein lassen. Als Schröder ein paar Jahre später nicht mal die Hälfte der Stimmenmehrheit von Kohl 1994 hatte, meinte er lapidar: „Mehrheit ist Mehrheit.“ (Wie üblich hatte Schröder nicht mal das selbst formuliert, sondern von Adenauer abgekupfert.) Ähnlich lief es nach der letzten Bundestagswahl, als die Herren von der roten Truppe die Mehrheit sein wollten, weil die CDU und die CSU zwei Parteien sind. Sie lügen sich die Fakten so hin, dass sie Ansprüche stellen, die ihnen nicht zustehen. Dem Beispiel der Roten folgen dann die knallroten (samt den grünen Auchroten) und finden, dass Durchsuchungen bei potenziellen linken Gewalttätern nicht zu rechtfertigen sind, egal, was an Anhaltspunkten vorliegt. Das ist Kriminalisierung und das darf nicht sein. Die Planer des „Widerstands“ gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm machen sich auch Sorgen wegen Gewalt – nicht wegen der, die von „Protestlern“ ausgehen könnte, nein! Die, die Sorgen bestehen wegen der Polizeigewalt, die mit Sicherheit kommen wird. Die Irren sind die Uniformträger, nicht die Werfer von Steinen und Molotow-Cocktails!

Bei jedem Neonazi-Aufmarsch, so klein er auch ist, wird aufgefahren, was die Republik zu bieten hat, um dagegen vorzugehen und beklagt, dass die Polizei da Schutz bietet. Ich mag sie nicht sehen und ich will keinen von diesen Blötschköppen auch nur ansatzweise verteidigen (ich wäre nicht einmal empört, wenn die eins auf die Rübe kriegen). Aber wenn es zu Schlägereien kommt, dann wurde in der Regel nicht nur friedlich gegendemonstriert, sondern Linke haben die Gewalt gewählt. Weil das Ziel die Mittel rechtfertigt. So wie beim „Widerstand“ gegen die G8 und die Globalisierung oder Flughäfen, Kasernen, Castoren etc. Solche Aktionen erhalten Sympathie, ein gewisses Maß an Rechtfertigung und laue Verurteilungen, die vor Verständnis für die Täter triefen.

Der Höhepunkt des linken Hasses ist dann, dass die „Rechten“ die Spalter sein sollen. So wie Bush. Wie jetzt Sarkozy. Weil die Linken nicht verkraften verloren zu haben, sind die Rechten Schuld am angerichteten Schaden.

Klasse, lügt euch die Welt zurecht. Tatsachen sind egal. Wichtig ist, was geglaubt wird. Die eigene Wahrnehmung zählt, sonst nichts. Bitte nicht mit Fakten kommen, das wäre ungehörig.

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