Echt krank

Der Arme! Michael Moore wird von US-Behörden verfolgt!

Grund: Der Doku-Lügner ja einen neuen Film gemacht, „SiCKO“. Darin will er zeigen, wie verrottet, ungerecht und furchtbar das amerikanische Gesundheitssystem ist. Gut, da ist er ja nicht der einzige, der solche Ansichten vertritt. Andere aber nehmen sich nicht 10 Rettungskräfte, die gesundheitlich unter den Folgen des 11.9.2001 leiden, und fliegen mit denen nach Kuba, um sie dort behandeln zu lassen – und das kubanische Gesundheitssystem als vorbildlich hinzustellen.

Auch vom amerikanischen Boykott und der kompletten Abschottung Kubas (so weit man das so nennen kann, denn die Amerikaner verhindern für andere als US-Staatsbürger gar nichts) kann man halten, was man will. Wenn man aber als Amerikaner dort hin geht, um den USA zu zeigen, was für ein Scheißstaat sie sind, dann muss man sich nicht wundern, wenn die US-Behörden wegen der Verstöße gegen US-Gesetze ermitteln.

Michael Moore stellt sich jetzt also als der Verfolgte dar, der Unterdrückte. Und Bush ist schuld. Das wird gut ankommen in Cannes, wo er in den nächsten Tagen seinen Bilderstreifen vorstellt. Dumm nur, dass die Leute vermutlich völlig ignorieren, was es an sonstigen Informationen über das kubanische Gesundheitswesen gibt. Ein paar Schnipsel findet man (auf Englisch) hier und hier.

Dass ihn Castros Manipulatoren als Propagandamittel nutzen könnten und ihm reichlich vorspielen, was jenseits der Normalität ist, das kommt dem Dokumentator natürlich nicht in den Sinn. Außer Bush und den Republikanern gibt es keine Lügner!

Richtig lustig dürfte eine Dokumentation der Hilfsbereitschaft Kubas für Moore werden. Dort wird nämlich „die Zensur des Dokumentarfilmers Michael Moore“ durch die USA beklagt:

Die Tageszeitung der kommunistischen Partei, Gramna, nannte die Reise- und Handelssanktionen „ein Verbrechen, das Leben gekostet hat und schwer wiegende Folgen für die Einwohner der Insel wie auch Amerikaner hatte… Jede Ähnlichkeit zum McCarthyismus ist kein Zufall…“ Dass die US-Regierung gegen Moore vorgeht, „bestätigt die imperialistische Philosophie der Zensur“ durch amerikanische Beamte.

Jawoll, die bösen USA zensieren ungerechtfertigt. So etwas gibt es in Kuba nicht! Huch, gibt’s. Ach nein, das ist ja gerechtfertigt. Denn die Zensierten und Inhaftierten haben es gewagt abweichende Meinungen zu veröffentlichen. Und die Staatsmeinung Kubas ist die, die überall frei sein muss, ungehindert und unzensiert. Alle anderen sind frei sich zensieren lassen zu müssen.

Dass Sicko Moore – wieder einmal – seine Verbündeten dort sucht und findet, wo Menschenrechte außer Kraft sind, Freiheit ein Schimpfwort ist, Lügen zur Staatsdoktrin erhoben werden und der Staat an sich übelst vor die Wand gefahren wurde, spricht Bände darüber, wer er ist und dass krank nicht so sehr die USA sind, sondern der Doku-Lügner selbst.

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