Zahlen-Lügen-Spiele

Es ist immer interessant zu sehen, wenn jemand, der sich eigentlich eher für die betroffene Person/Gruppe/Organisation etc. einsetzt, auf einmal deren Lügen feststellen muss. Das heftigste Beispiel dürfte weiterhin Joan Peters sein, die nach langen Jahren des Quellenstudiums statt einem Werk über das Leid der Palästinenser eines über arabische Lügen und antisemitische Legendenbildung schrieb. Zwangsläufig, weil sie aus den Quellen, die andere nicht studieren, nur dies herausholen konnte.

Dieser Tage macht eine Studie des Pew Research Center ein wenig Furore, weil sie so unterschiedlich interpretiert wird. Die einen (Medien) posaunen heraus, dass die Mehrheit der amerikanischen Muslime nicht extremistisch ist. Die anderen (u.a. einige Blogger, aber auch eine Reihe Kolumnisten wie Diana West in der Washington Times) stellen fest, wie groß die Zahl der dem extremistischen Islam recht nahe stehenden US-Muslime ist: dass beispielsweise 28% der Selbstmordanschläge befürwortenden jüngeren Muslime deutlich über 150.000 Menschen sind – was nicht unbedingt als marginale Zahl anzusehen ist. Eine Zahl, die Besorgnis aufkommen lässt, nicht die Beruhigung, die die MSM (Mainstream-Medien) suggerieren. Erinnern wir uns, welchen Aufruhr eine Studie erbrachte, dass rund 15%-20% der deutschen rechtsextreme Tendenzen unterstützen könnten? Hier haben wir – vom niedrigeren Wert ausgegangen – fast das Doppelte und alle großen Medien bejubeln die Zweidrittel-Mehrheit der „nicht extremistisch angehauchten“ US-Muslime.

Aber das ist ein anderes Thema. Hier geht es um Lügen, die sich offenbaren. Und da hat die Pew-Studie etwas Interessantes zu bieten. Es wurde festgestellt, dass in den USA etwa 2,35 Millionen Muslime leben. 2,35 Millionen? Das sind ca. 5,8 Millionen weniger als vom Interessenverband CAIR verbreitet! Wie kommt denn das?

Bei Investors.com kann man nachlesen: Pew, eine linke Gruppe, die mit Sicherheit kein Interesse daran hat den Islam zu marginalisieren, beschrieb seine Studie als „die bislang vielleicht rigoroseste Anstrengung wissenschaftlich die Größe der amerikanischen muslimischen Bevölkerung festzustellen“. Doch sie entschuldigte sich praktisch für ihre genaueren Zahlen…“

Das passt: Hey, wir haben euch beim Lügen erwischt, tut uns leid, dass es nicht so ist, wie ihr sagt! Sorry. Wir machen da kein Thema draus, damit ihr weiter eure Zahlen streuen könnt.

Diesem Ergebnis der Studie wird es wohl so ergehen wie anderen, die schon im Jahr 2001 feststellten, dass die Angaben von CAIR mehr als übertrieben sind: Es wird unter den Tisch fallen und jeder, der es anführt, wird von CAIR und anderen Organisationen verleumdet. Denn die Islamisten können es nicht ab, dass sie weniger sind als die Juden und damit weniger Einfluss haben könnten. Sie wollen den ihnen zustehenden Platz mit entsprechendem Gewicht in der US-Öffentlichkeit – und dazu müssen sie mehr sein, als sie wirklich sind. Dazu ist jedes Mittel recht. Und wenn einer in den eigenen Reihen das gewünscht Ergebnis nicht liefern kann, dann wird er gefeuert (s. den drittletzten Absatz des oben verlinkten Pipes-Artikels).

Lügen haben leider nicht mehr wirklich kurze Beine. Heutzutage werden Fakten gerne ignoriert und Lügen zur Wahrheit erklärt. Wahrscheinlich auch mit der Tatsache, dass es in den USA weniger als zweieinhalb Millionen Muslime gibt.

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