„Mit diesen Extremisten fertig werden“

Ich hoffe natürlich, dass die XXX Regierung in der Lage sein wird mit diesen Extremisten fertig zu werden. Es handelt sich schlicht um ein weiteres Beispiel von Extremisten in Nahen Osten, die versuche demokratische Regierungen zu destabilisieren.
Die XXX Regierung versucht, so denke ich, außerordentlich hier das Richtige zu tun, die Bevölkerung gegen die Extremisten zu schützen, die dort Zwietracht und Instabilität sähen wollen. Und ich glaube die Welt spricht sich zu Gunsten der XXX Regierung aus.“

Worte der US-Außenministerin. Über wen? Bestimmt die Israelis, damit die weiter die Palästinenser vernichten, oder?

Allzu viele demokratische Staaten gibt es schließlich nicht im Nahen Osten, die durch Terroristen destabilisiert werden könnten. Nun, da gibt es doch nur die eine wirkliche Möglichkeit, oder?

Weit gefehlt. Man setze für „XXX“ bitte „Libanon“ bzw. „libanesisch“ ein und schon liegt man richtig: Die Ministerin unterstützt, dass palästinensische Terroristen eingekesselt werden und explizit ihre Vernichtung angestrebt wird. Dass es dabei Kollateralschäden gibt, versteht sich von selbst.

Auch die übrige Welt gibt sich gelassen angesichts des Vernichtungsfeldzugs der libanesischen Armee gegen die Terroristen der Fatah al-Islam. Kein Gebrüll wegen übertriebener Härte, unangemessenem Vorgehen oder Forderungen nach Mäßigung angesichts der negativ betroffenen Zivilisten.

Anders, als mancher beim ersten Lesen des ersten Absatzes vielleicht vermutet hat, haben die Amerikaner eine solche eindeutige Parteinahme zu Ungunsten der Terroristen in Sachen Israel auch unter Bush nie geübt. Im Zweifelsfall gab es bei aller Befürwortung der Verteidigung gegen die Palli-Terroristen immer entweder Mahnungen nicht zu übertreiben und sich zurückzuhalten (im günstigsten Fall) oder es hagelte auch harscheste Kritik. Besonders aus dem US-Außenministerium.

Dummerweise wird das Einschleimen der Ministerin bei den Libanesen nichts nützen. In der arabischen Welt und darüber hinaus sind die Amerikaner Schuld, dass diese Kämpfe überhaupt statt finden: Dieser Ausbruch der Gewalt, der schlimmsten im Libanon seit dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990, ist nur wieder eine weitere Folge des Versagens der Welt – und besonders Amerikas – den arabisch-israelischen Konflikt zu lösen und seiner tragischen Folge, dem palästinensischen Flüchtlingsproblem.

Es geht doch nichts über ein geschlossenes Weltbild, in dem das Böse nur aus einer Ecke kommen kann. Übertroffen wird das nur noch durch die ständigen Bemühungen westlicher Politiker (und Medienleute und sonstiger „Eliten“), die eigentlich aus der Sicht von uns bösen Rechten auf der richtigen Seite stehen, dieses geschlossene Weltbild aus der Welt zu reden, indem man sich den Trägern desselben in Nahost und im Westen anbiedert und versucht gut Wetter zu machen.

Wieso versuchen die immer so sehr das Unmögliche zu schaffen, statt sich an Machbares zu begeben?

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