Existenzrecht? Israel?

Es gab einmal eine Zeit, da bemühten sich selbst die schlimmsten Antisemiten und Hetzer in Europa, die sich aber immer als um Israel besorgt gaben und behaupteten Freunde des jüdischen Staates zu sein, deutlich zu machen Israels Existenzrecht stehe außer Frage. Ob das ernst gewesen war oder nur ein Lippenbekenntnis, mag dahin gestellt sein. Es wurde jedenfalls gesagt. Und es ist Vergangenheit.

Heute geben sich diese Schmeißfliegen nicht einmal mehr die Mühe entweder zu lügen oder zu glauben, trotz ihres Hasses den Staat Israel mit ihren für Israel existenziell bedrohlichen Ansichten und Forderungen zu beschützen. Zu den besonders guten Beispielen für diesen offen geäußerten praktischen Antisemitismus gehören zwei Äußerungen der jüngsten Zeit: Marie-Luise Knott gerade in der Frankfurter Rundschau und PDS-Politiker Norman Paech im März in der Netzzeitung.

Dass Paech damals Israel unterstellte, mit der Forderung seiner Anerkennung durch die Araber zu viel zu verlangen, begründete er damit, dass diese Anerkennung des Existenzrechts nur am Ende eines Verhandlungsprozesses stehen könne. Das Existenzrecht zu fordern sei eine „verbale Überhöhung“. Man könne die Existenz Israels anerkennen, mehr nicht.

Da fragt man sich doch, wer hier „verbal überhöht“! Und was die Anerkennung einer Existenz soll, die ohnehin nicht bestritten werden kann: Paech betreibt Wortklauberei, um Israel das Existenzrecht abzusprechen. Nichts anderes.

Ähnlich verhält es sich mit Frau Knott. Die hat doch tatsächlich den Nerv „Olmerts Beharren auf dem Existenzrecht“ (!) mit einer israelischen Identitätskrise erklären zu müssen. Und setzt dann noch einen drauf: „Olmerts moralisch überhöhter Anspruch, ‚das Existenzrecht’ müsse als Vorleistung vor jeder Verhandlung von Seiten der Palästinenser garantiert werden, enthebt ihn für den Moment des realen Schritts der Verhandlung und der Anerkennung, der ein politischer Schritt ist.“

Was, bitte, ist an der Anerkennung des Lebensrechts eines Staates, „moralisch überhöht“? Ist es moralisch falsch, wenn man verlangt, dass der andere einen leben lässt?

Wie irre muss man sein, um von den Israelis zu verlangen, sie müssten ihr Existenzrecht noch einmal auf den Verhandlungstisch legen? Sollen sie wirklich darüber verhandeln müssen, ob sie überhaupt existieren dürfen?

Warum wird nicht statt dessen die Existenz eines palästinensischen Volkes in Frage gestellt? Schließlich haben sich die Araber Palästinas bis 1964 kategorisch gewehrt Palästinenser zu sein! Nur, weil diese Typen jetzt seit gut vier Jahrzehnten eine eigenständige, unabhängige Geschichte erlügen, soll Israel sein Existenzrecht zur Verfügung stellen und riskieren, dass es nach Ende der Verhandlungen nicht mehr vorhanden ist?

Aber das muss alles sein, um die Welt „gerecht“ zu machen: frei von einem jüdischen Staat, den die Araber nicht haben wollen. Denn in Verhandlungen wird der nicht erstehen. Dafür werden die Terroristen schon sorgen. Wenn selbst Maximal-Zugeständnisse wie die von Ehud Barak im Juli 2000 abgelehnt werden und alle Gruppierungen der Pal-Araber, ihre Medien, ihre Imame, ihre Schulen der eigenen Bevölkerung ständig einbläuen, dass „Palästina“ vom Jordan bis zum Mittelmeer reicht und das „zionistische Gebilde“ beseitigt werden muss, dann machen deutsche Gutmenschen und Hasser der lebenden und sich verteidigenden Juden die Augen und Ohren zu, damit sie nicht zugeben müssen, dass sie die falsche Seite unterstützen. Das darf nicht sein. Sie sind die Guten. Die Juden die schlechten. Es ist inzwischen wirklich nur noch eine Frage der Zeit, wann sie das wieder so offen sagen wie die braunen Horden vor 70 Jahren.

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