Blutspuren

Brussels Journal, 12.06.2007Zitat aus Expatica (12. Juni 2007): Muslimische Führer haben ein von der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgegebenes offenes „Positionspapier” heftig kritisiert. Ayyub Axel Köhler, der Vorsitzende des Muslimrates (ein Deutscher, der 1963 zum Islam konvertierte), sagte den Kirchenleuten, dass Europa sich wegen der Blutspur schämen sollte, die es überall in der Welt im Laufe der Jahrhunderte hinterlassen hat.

Fjordman kommentiert das so: Es wäre interessant zu sehen, wie die Muslime mit der Blutspur umgehen, die sie auf einigen Kontinenten während mehr als 1.300 Jahren hinterlassen haben, von Thailand über Indien nach Armenien. Um Paul Fregosis Buch Jihad in the West zu zitieren:

„Der Jihad, der islamische so genannte Heilige Krieg, ist in Europa, Asien, Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten seit mehr als 1.300 Jahren eine Tatsache der Lebenswirklichkeit gewesen, aber dies ist die erste Geschichte der muslimischen Kriege, die je in Europa veröffentlicht wurde. Hunderte Bücher sind hingegen über seinen christlichen Gegenpart geschrieben worden, die Kreuzzüge, mit denen der Jihad oft verglichen wird, obwohl sie weniger als zweihundert Jahre andauerten und anders als der Jihad, der universal ist, sich weit gehend, wenn auch nicht komplett, auf das Heilige Land beschränkten. Darüber hinaus haben die Kreuzzüge vor mehr als 700 Jahren statt gefunden, während der Jihad in der Welt immer noch weiter geht. Der Jihad ist das am wenigsten berichtete und am meisten missachtete Großereignis der Geschichte. In der Tat ist er weit gehend ignoriert worden. Beispielsweise gibt die Encylopaedia Britannica den Kreuzzügen achtzigmal mehr Platz als dem Jihad.“

„Die westliche Kolonisation nahe gelegener muslimischer Länder dauerte 130 Jahre, von den 1830-ern bis in die 1960-er Jahre. Die muslimische Kolonisation nahe gelegener europäischer Länder dauerte 1.300 Jahre an, ab dem 7. Jahrhundert bis Mitte der 1960-er. Doch seltsamerweise sind es die Muslime, um präziser zu sein: die Araber und Mooren, die wegen des Kolonialismus und der Erniedrigung am meisten erbittert sind, der sie ausgesetzt wurden; und es sind die Europäer, die die Scham und die Schuld in sich tragen. Es sollte anders herum sein.“

Tja, wie war das noch mit der Umkehrung der Wirklichkeit? Vielleicht muss man den Aufsatz von Joel Fishman jetzt um diese Variante erweitern.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s