Was wir aus dem Sieg der Hamas im Gazastreifen lernen können

Nissan Ratzlav-Katz, “Back to Sanity“, Arutz-7, 17. Juni 2007
(IsraelNN.com) Nennen Sie mich zynisch oder sagen Sie, ich würde vorschnell handeln, aber jetzt, da die Hamas anscheinend die vollständige Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hat – und die Leute der Fatah zu den Grenzen mit Ägypten und Israel rennen oder sogar ins Mittelmeer flüchten –, denke ich, dass wir alle eine entscheidend wichtige Lektion lernen können.

Nein, nicht, dass der Rauswurf von Juden aus Teilen des Landes Israel die Dinge in jeder Hinsicht für alle Beteiligten nur verschlechtern wird. Das nicht. Das wussten wir schon bald nach dem Abzug aus dem Gazastreifen, seit immer mehr Raketen auf Sderot zu fallen begannen als vor der Vertreibung der Juden von Gush Katif.

Und nein, nicht, dass Verhandlungen mit Terrorführern dazu führt, dass ihre terroristischen Maßnahmen populärer werden, statt weniger beliebt. Das lernten wir kurz nachdem Israel die Oslo-Vereinbarungen mit der PLO ausgehandelt hatte – und die Zahl der von arabischen Terroristen getöteten Juden seit der Unterzeichnung dieses „Friedensabkommens“ exponentiell über die der davor von arabischen Terroristen getöteten anstieg.

Nein. Ich würde sagen, die wichtigste Lektion, die aus dem Erfolg der Hamas im Gazastreifen gelernt werden muss, die ist, dass es in der Tat ziemlich gut möglich ist eine Terrororganisation zu besiegen. Und das kann innerhalb von Tagen erledigt werden.

Nicht nur das; vielleicht zur Bestürzung derer mit dem großen Glauben an Dialog und der Aussöhnung „miteinander konkurrierender Sichtweisen“ und „dem Friedensprozess“ und „Frieden jetzt“ wurde die Niederlage der Fatah-Terrororganisation ausschließlich mit militärischen Mitteln erreicht.

Im Hebräischen gebrauchen viele Israelis den Ausdruck, dass es keine Lösung des zbang ve’gamarnu („Peng und fertig“) für den Terrorismus gibt. Oh nein. Es muss immer so eine langwierige, in die Länge gezogene und komplizierte Anstrengung sein, zu der politische Manöver, Zugeständnisse (natürlich immer unsererseits) und endlose, sinnlose Verhandlungen gehören.

Nun, wenn wir bedenken, dass die Kämpfer der Hamas die Herrschaft des Fatah-Terrors beendeten und den größten Teil ihrer Führung in weniger Zeit eliminierten, als wir für den Sieg im Sechstage-Krieg brauchten (und doch haben wir die letzten sieben Jahre lang die Intifada II kämpfen müssen), vielleicht gibt es dann doch die zbang ve’gamarnu-Lösung. Könnte das sein?

Mit anderen Worten: Im Gegensatz zur akzeptierten Expertenschaft und zum „Allgemeinwissen“ im Westen und in Israel hat die Hamas bewiesen, dass es – tatsächlich – eine militärische Lösung gibt.

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