Rückkehr von der ‚Front’

Da ist man mal eine Woche weg – in Israel – und schon verpasst man beinahe einiges. Wenn ich nicht bei Freunden gewohnt hätte, wäre ich wohl von der Welt und Informationen ziemlich abgeschnitten gewesen. Aber so war wenigstens zu erfahren, was mit am Wichtigsten im Land war: dass Herr Katzav noch mal mit einem blauen Auge davon kam und die Empörung darüber; dass die IDF in Nablus wieder mal selbst aufräumen musste – aber nicht, was sie dabei im Einzelnen fand (z.B. die Teddybären mit dem Sprengstoff im Bauch – wer die wohl zu ihrem Bestimmungsort bringen sollte?) und dass der neue britische Premier gleich seinen ersten Terrorproben ausgesetzt wurde. Nicht zu vergessen der Beginn der ersten Saison der israelischen Profi-Baseball-Liga.

Auch im Nachhinein betrachtet war es zum Glück eine eher ruhige Woche. Die heißeste des Jahres in Israel, selbst in Jerusalem war es deutlich über 30 Grad und die Luft stand. Wirklich unternehmen kann man bei diesem Wetter nicht viel. Bis Freitagabend gegen halb zehn, da kam Westwind auf und sorgte für willkommene und äußerst angenehme Abkühlung, so dass am Samstag sehr schön im nahe gelegenen Park ein Kindergeburtstag gefeiert werden konnte.

Bei der Ausreise muss man davon ausgehen, dass man mehr als gründlich gefilzt wird, wenn sich Elektrisches und Elektronisches im Gepäck befindet: Ladekabel und -geräte für Fotoakkus und Handy, Ersatzakkus, eine kleine mobile Festplatte für die Sicherung der Fotos, ein Laptop (samt Kabel natürlich), ein Reisewecker, Speicherkarten für die Kamera und ein USB-Stick. Das wird mehrfach genauestens unter die Lupe genommen.
Aber dann kann es auch passieren, dass man in der „ewig“ langen Schlange vor dem Check-in-Schalter steht, der sich um zwei weitere Ecken befindet, von einer offiziell und mit einem entsprechenden Ausweis versehenen Person angesprochen wird und als alleine Reisender zu hören bekommt: „Würden Sie mir bitte folgen. Security.“ – um dann von dieser Security einfach direkt vor dem Check-in-Schalter „abgestellt“ zu werden und einen guten Flug gewünscht zu bekommen! DAS dürfen sie gerne regelmäßig mit mir machen, es sparte rund 45 Minuten Wartezeit!

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