Die Protokolle der Weisen

Joseph Klein, FrontPageMagazine.com, 23. Juli 2007
Sie nennen sich die „Weisen“, eine Gruppe, die sich selbst als „weise Männer und Frauen“ bezeichnet, die vom früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela letzte Woche anlässlich seines 89. Geburtstages ins Leben gerufen wurde. Jimmy Carter, Kofi Annan und Mary Robinson (ehemalige irische Präsidentin und UN-Hochkommissarin für Menschenrechte) schließen sich Mandela und einem Schwarm weiterer Ehemaliger an, um ihre Dienste als umherschweifende frei schaffende Diplomaten anzubieten. Sie werden vom Britischen Tycoon Richard Branson und Ted Turners UN Foundation finanziert.

„Die Weisen werden sich nicht an der Lieferung von Auffangnetzen für Malaria-Prävention beteiligten“, sagte Jimmy Carter. „Die Sache ist Vakuen zu füllen – wichtige Fragen anzusprechen, die nicht angemessen behandelt werden.“

Übersetzt heißt das, dass die Weisen nichts Brauchbares für leidende Menschen tun werden. Statt dessen werden sie ihr Vermächtnis der falsch gelaufenen Lösungen für Probleme, die sie nicht begreifen, weiterführen. Als einzelne waren sie schlimm genug. Zusammen haben sie einen Klub gebildet, dem kein klar denkender Mensch beitreten oder konsultieren würde.

Jimmy Carter selbst ist das blendendste Beispiel einer herumlaufenden Vakuums, ohne jegliche sinnvolle Vorstellungen oder Verständnis dafür, was in unserem Kampf gegen den globalen Terrorismus auf dem Spiel steht. Seine Mit-„Weisen“ sind nicht besser.

Carters Präsidentschaft war die Antithese effektiver Führung der Welt. In seiner Amtszeit übernahm im Iran die den Terror finanzierende Theokratie die Macht und hielt prahlerisch über ein Jahr amerikanische Geiseln gefangen ohne dafür irgendeinen Preis zu zahlen. Die islamischen Terroristen haben zugesehen. Die UdSSR erweiterte ihr Reich mit Gewalt, was in der Invasion in Afghanistan gipfelte, die im Gegenzug zur Geburt der Terrororganisation des Osama bin Laden führte. Carter tat nichts außer einen kleinen Schlag auf die Finger zu geben, indem er unsere Athleten von den Olympischen Spielen in Moskau fern zu halten.

Seitdem er von Ronald Reagan klar geschlagen wurde, hat Carter sich weiter zum Idioten gemacht und sein Land in Verlegenheit gebracht. Nachdem er aus seinen fruchtlosen Verhandlungsversuchen zur Freilassung der Geiseln während seiner Präsidentschaft gelernt hat, verlangt Carter heute, dass wir weitere fruchtlose Verhandlungen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad eintreten, der geschworen hat Israel von der Erdoberfläche zu wischen. Dieser Wahnsinnige nahm Berichten zufolge an der Geiselnahme der Amerikaner 1979 teil und ist jetzt der Kopf der jüngsten willkürlichen Gefangennahme von iranisch-amerikanischen Bürgern, die zum Besuch im Iran waren.

Carter hat nie ein unfreundliches Wort über Ahmadinedschad, Saddam Hussein, Castro, Hugo Chavez oder irgendeinen anderen Diktator zu sagen gehabt. Deren grauenhafte Menschenrechts-Statistik haben keinerlei Aufmerksamkeit dieses selbst ernannten Menschenrechts-Vertreters auf sich gezogen. Mit all denen kann man vernünftig reden, glaubt Carter.

Genauso tritt Carter für Terroristen ein. Er hat sich überschlagen, um die vom Iran bewaffnete Terrorgruppe Hamas zu loben und sagte kürzlich, dass es „kriminell“ sei, dass die USA, Israel, die Europäische Union und die Arabische Liga diese Mörder ihres eigenen Volkes meiden, die weiterhin schwören Israel zu vernichten.

Natürlich hat Carter kein Interesse am Überleben der einzig wirklichen Demokratie im Nahen Osten. Statt dessen vergleicht er in seinem aufhetzenden neuen Buch „Palestine: Peace, Not Apartheid“ Israel mit dem Südafrika der Apartheid-Ära. Carter, der Weise, schrieb eine würdige Fortsetzung der berüchtigten „Protokolle der Weisen von Zion“.

Vierzehn Vertreter seines eigenen Carter Center traten aus Protest gegen die Lügen und Verdrehungen in Carters Propaganda-Wälzer von ihren Posten zurück. In einem gemeinsamen Brief an Carter erklärten sie: „Wir können nicht länger Ihre scharfe und kompromisslose Haltung mittragen. Das ist nicht das Carter Center oder der Jimmy Carter, den wir respektiert und unterstützt haben.“ Ein Mitglied des Vorstands des Carter Center ging noch weiter und erklärte, dass Carter „seine traditionelle Position als ehrlicher Vermittler verlassen“ hat und „so weit geht Terrorismus so lange zu dulden, bis ein palästinensischer Staat erreicht ist“.

Tatsächlich hat sich Jimmy Carter sich überhaupt nicht geändert hat – unglücklicherweise haben einige seiner Unterstützer mehr als zwanzig Jahre gebraucht, was die ganze Zeit schon da war. Der verstorbene demokratische Senator Daniel Patrick Moynihan hatte es begriffen. Er drückte es am besten als, als er Carter schon 1980 so beschrieb: „Unfähig zwischen unseren Freunden und unseren Feinden zu unterscheiden, hat er die Weltsicht unserer Feinde übernommen.“

Dann gibt es da Carters Mit-Weisen, den ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan. In seiner Amtszeit beschwichtigte Annan einige der schlimmsten Diktatoren und staatlichen Sponsoren des Terrorismus dieser Welt. Er verlieh ihnen, was er die „einzigartige Legitimität“ der UNO nannte, um zu zeigen, wie „unvoreingenommen“ er war.

Zum Beispiel erklärte Annan, dass Saddam Hussein jemand war, „mit dem ich, denke ich, Geschäfte machen kann“ (was die UNO in gewissem Sinne über die Ausbeutung des Öl-für-Lebensmittel-Programms auch tat, an der Annans Mitarbeiter teilnahmen). Und er bezeichnete das islamo-faschistische Regime im Iran als „Partner“ für Verhandlungen. Annan zog es vor die Hände der Gangster des Iran zu schütteln und mit ihnen fotografiert zu werden, statt sich ihnen im Namen der Menschenrechte entgegenzustellen. 2003, bei einem seiner Besuch im Iran, kritisierten studentische Dissidenten Annan, er sei „taub gegenüber dem Schreien der Demonstranten unten auf der Straße, während Elemente des Regimes drohend Knüppel und Ketten schwingend die Knochen iranischer Arbeiter, Mütter und Studenten zerschlagen“.

Annans „Partner“ für Verhandlungen, der Iran, ist außerdem ein staatlicher Sponsor von Terror-Organisationen. Irans Führer haben das Töten unschuldiger Menschen an die Hamas und die Hisbollah abgegeben. In Leugnung allen Realitätssinns haben die Vereinten Nationen unter Kofi Annan es sogar abgelehnt anzuerkennen, dass die Hamas oder die Hisbollah Teil eines gefährlichen globalen Terrornetzwerks sind, deren gemeinsamer Nenner der islamische Faschismus ist, ganz zu schweigen von der Verbindung des Iran dorthin.

Hier ist ein verräterischer Austausch mit Kofi Annans Pressesprecher bezüglich der Hamas bei einer der täglichen Pressekonferenzen im Januar 2006:

Frage: Betrachtet der Generalsekretär die Hamas als terroristische Organisation?
Sprecher: Der Generalsekretär hat mit klaren Worten jedes Mal jegliche Organisation verurteilt, die eine terroristische Tat begangen hat, einschließlich der Taten, für die die Hamas die Verantwortung übernommen hat.
Frage: Aber das beantwortet meine Frage nicht.
Sprecher: Meines Wissens gibt es bei den Vereinten Nationen die Bezeichnung einer terroristischen Organisation nicht.

Während des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah im letzten Jahr, den die Hisbollah heraufbeschwor, konzentrierte Kofi Annan seine Kritik auf Israel. Er erklärte der Welt gegenüber fälschlicherweise, dass Israel „offensichtlich der gezielten Beschießung“ eines Beobachtungspostens der UNO schuldig sei, bei der vier Beobachter getötet wurden. Selbst nachdem heraus kam, dass die Hisbollah-Terroristen sich um den gesamten Beobachtungsposten der UNO herum positioniert hatten und damit Feuer auf ihn lenkten, was zu dem tragischen Unfall mit dem Tod der UNO-Beobachter führte, entschuldigte sich Kofi Annan nicht für seine vorschnellen Vorwürfe an Israel.

Mary Robinson, eine weitere der „ausgezeichneten“ Weisen, war Kofi Annans Wahl als UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte. Wie Annan und Carter war sie gegenüber Diktatoren nachgiebig, während sie westliche Demokratien verurteilte.

Robinson war z.B. die Vorsitzende der „Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundene Intoleranz“, die sich in eine ununterbrochenes Hass-Festival gegen Juden und Israel verwandelte. Sie schwieg, während ihre Kommission die Entscheidung traf Selbstmord-Bombenanschläge als legitimes Mittel zur Erzielung eines eigenen Staates zu legitimieren. Sie hat seitdem gejammert, dass die USA nicht Jimmy Carters fehl geschlagene Politik fortgeführt haben und unsere weise Entscheidung kritisiert gegen das Zerrbild des neuen UN-Menschenrechtsrats zu opponieren.

Nelson Mandela, der führende „Weise“, hat jegliche moralische Autorität vertan, das er erwarb, während er die pluralistische Demokratie im Nach-Apartheid-Südafrika einleitete. Er hat starke Unterstützung für Diktatoren wie Fidel Castro und Libyens Muammar Ghaddafi geäußert, während er erklärte: „Wenn es ein Land gibt, das in der Welt unsägliche Gräuel verübt hat, dann sind es die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Mandela beschuldigte Präsident Bush wie auch Tony Blair während Kofi Annans Amtszeit die Vereinten Nationen zu untergraben; er fragte rhetorisch, ob das so sei, „weil der Generalsekretär der UNO [der Ghanaer Kofi Annan] ein Schwarzer ist? Sie haben das nie gemacht, als die Generalsekretäre Weiße waren.“

Mandela blieb seltsam still bezüglich der Brutalitäten, die täglich auf seinem eigenen Kontinent gegen Schwarzafrikaner verübt werden. Beispielsweise hat er sich nicht entschieden die Diktatur Mugabes in Zimbabwe wegen der Leiden zu verurteilen, die diese bei der eigenen Bevölkerung verursacht hat und hat sich gegen jegliche Sanktionen gegen Mugabe ausgesprochen. Adotei Akwei, Afrika-Direktor von Amnesty International USA wird mit der Aussage über das Schweigen Mandelas zitiert: „Würde Mandela sich dazu äußern, dann wäre das ein großer Durchbruch. Aber zusätzlich zu seiner Abneigung der Vergangenheit Mugabe, den ‚Befreier’ Zimbabwes, zu attackieren, ist Mandela eine sehr loyale Person. Und er kennt Mugabe seit langem.“

Mit anderen Worten: Mandelas blinde Loyalität einem brutalen Diktator gegenüber überwiegt gegenüber dem Aufstehen gegen die furchtbaren Verletzungen der Menschenrechte, die heute in Mandelas eigenem Hinterhof stattfinden. Das ist kein Erbe, auf das man stolz sein kann. Ihm steht es mit Sicherheit nicht zu uns zu sagen, wie wir uns in der Welt verhalten sollen.

Nelson Mandela, Jimmy Carter, Kofi Annan, Mary Robinson und ihr Club der Narren haben einen grundlegenden Fehler. Jeder von ihnen hat hin und wieder die Bereitschaft demonstriert die Feinde der Freiheit unter allen Umständen gefällig zu sein, um einen illusorischen Frieden anzustreben. Es ist Zeit, dass diese „Weisen“ sich auflösen, bevor sie zusammen noch mehr Schaden anrichten können.

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