Neues von jenseits des Jordan?

Jordanien gilt als Friedenspartner, gemäßigter arabischer Staat, westlich orientiert und in einer stabilen Beziehung zu Israel. Schließlich hat Jordanien einen Friedensvertrag mit Israel. Jordanische Sicherheitskräfte sorgen recht zuverlässig dafür, dass Terroristen von jordanischem Territorium nicht nach Israel eindringen können. Leider ist das eine sehr oberflächliche Betrachtung des Verhältnisses zwischen Jordanien und Israel.

Das „gute Verhältnis“ Jordaniens zu Israel beruht letztlich nur auf der Entschlusskraft des verstorbenen Königs Hussein und einer dünnen Elite. Alle anderen betätigen sich feindselig, von den Vorbetern über die Presse bis hin zum „Parlament“. Und so ist die folgende Meldung wirklich nichts Neues:

Königliches Komitee für Jerusalemer Angelegenheiten warnt israelische Behörden vor Umsetzung neuer Projekte in der Stadt

Amman, 28. Juli (Petra – Jordanische Nachrichtenagentur) – Das Königliche Komitee für Jerusalemer Angelegenheiten warnte die israelischen Behörden vor der Umsetzung neuer Projekte in Jerusalem im Rahmen ihrer fortgesetzten Aggressionen gegen die Stadt.

Das Komitee betonte, dass diese Maßnahmen nicht nur den Friedensprozess zwischen den Palästinensern und Israel behindern würden, sondern auch zu den Arabern und allen Muslimen.

Die Kommission forderte auf einer heute veröffentlichten Presseerklärung ihres Generalsekretärs Abdullah Kan’an die israelische Regierung auf sofortige Schritte zu unternehmen, um diese Projekte zu stoppen, wenn sie Frieden wolle.

Es rief außerdem den Botschafter des Quartetts, Tony Blair, auf, von Israel den Stopp dieser Projekte zu fordern, die die Grundlagen des Friedens zwischen Arabern und Israelis bedrohen; es drängte ihn zu erklären, dass die fortgesetzte Besatzung Jerusalems und der offene Angriff auf die heiligen Stätten für die Mission, die er erreichen will, nicht förderlich ist.

Einige israelische Zeitungen enthüllten die Entschlossenheit der Stadtverwaltung des besetzten Jerusalem neue Projekte in einer Reihe von Angriffen auf die heilige Stadt umzusetzen und die Untertunnelung der Al Aqsa-Moschee wieder aufzunehmen, um diese Tunnel mit einander zu verbinden und Zugang zum Boden des Felsendoms und der Al Aqsa-Moschee zu haben.

Na, wenigstens wissen wir jetzt von einem aggressiven Projekt, das die bösartigen Israelis angeblich vorhaben. Auf welcher Grundlage dieser Schwachsinn behauptet wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Und welche „Aggressionen“ noch im Gange sind, dürfen wir uns dann auch aus weiteren Gerüchteküchen holen. Allerdings wird eines klar: Entweder die Israelis werden zu Dhimmis und ordnen sich den Forderungen der arabischen Aggressoren unter – oder sie müssen mit gewalttätigen Konsequenzen rechnen – welches Ziel soll die betriebene Hetze wegen erfundener Vorwürfe sonst haben?

Noch problematischer ist, dass der jetzige König, Abdallah, offenbar auf diese Linie einschwenkt. Von ihm hört man viel „kritischere“ Worte gegenüber Israel als von seinem Vater. Er unternimmt nichts in seinem Land, um den Lügen und der Hetze entgegenzutreten. Eher im Gegenteil. Der Frieden mit Jordanien ist inzwischen fast genauso kalt wie der mit Ägypten. Keine guten Aussichten.

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