Das völlige Fehlen arabischer Empathie für andere

Interessante Worte von 1961, gefüttert mit ein paar Anmerkungen von 2007; darüber sollte man mal nachdenken:
ElderofZiyon, 12. August 2007

Es ist nicht leicht Quellen dazu zu finden, wie normale PalAraber in den 1950-er und 1960-er Jahren lebten und dachten. Es gibt allerdings einen Artikel, der eine Goldmine ist. Dabei handelt es sich um einen langen Artikel von Martha Gellhorn im The Atlantic; Gellhorn besuchte 1961 viele palästinensische Araber in einer Reihe von Staaten.

Ein Teil dieses Artikels ist sehr erhellend (allerdings ist der gesamte Artikel es wert gelesen zu werden). Gellhorn verbrachte einen Großteil ihrer Zeit mit dem Versuch die pal-arabische Denkweise zu begreifen und wie sie von Westlern verstanden werden kann; dann traf sie einen israelischen Araber, der sich an Fantasien zu 1948 klammerte:

An diesem Punkt entschied ich mich lange und entschieden Stellung zu beziehen, um festzustellen, ob es einen Punkt gab, wo sich die Standpunkte auf der Basis gegenseitig akzeptierter Fakten und Vernunft treffen könnten.

“Bitte haben Sie Geduld mit mir und helfen Sie mir“, sagte ich. „Ich bin eine einfache Amerikanerin und versuche zu verstehen, wie Araber denken; und das finde ich sehr schwierig. Ich möchte einige Dinge in die Reihe kriegen; wenn ich ewtas falsch mache, korrigieren Sie mich bitte. 1947 empfahlen die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas. Ich habe die Landkarte für die Teilung gesehen und studiert. Ich kann es nicht bestimmen, aber es sieht für mich nicht so aus, als wenn die Araber um ihren Teil guten Landes betrogen worden wären. Die Idee war, dass diese Teilung funktionieren würde, wenn beide, Juden und Araber, sie akzeptierten und in einer Wirtschaftsgemeinschaft leben würden. Und natürlich hätten die arabischen Länder an den Grenzen rundherum friedlich und kooperativ sein müssen, weil sonst nichts funktioniert hätte. Die Juden akzeptierten diesen Teilungsplan; ich denke, weil sie das Gefühl hatten, sie müssten das tun. Sie waren innerhalb des Landes zahlenmäßig 1 zu 2 unterlegen und es gab arabische Nachbarstaaten mit fünf regulären Armeen und vierzig Millionen oder mehr Bürgern, die keine freundschaftlichen Gefühle hegten. Stimmen wir so weit überein?“

”Das ist richtig.”

Die arabischen Regierungen und die palästinensischen Araber lehnten die Teilung absolut ab. Ihr wolltet das ganze Land. Das ist kein Geheimnis. Die Äußerungen der arabischen Repräsentanten in der UNO sind festgehalten. Die arabischen Regierungen verbargen nie die Tatsache, dass sie den Krieg gegen Israel anfingen. Aber ihr, die palästinensischen Araber, habt dem zugestimmt; ihr wolltet das. Und ihr dachtet, was mir sehr vernünftig erscheint, dass ihr gewinnen würdet – schnell gewinnen würdet. Das schien kaum ein Risiko zu bergen; es war eine sichere Sache. Ihr seid das Risiko eingegangen und habt verloren. Ich kann verstehen, warum ihr alle seitdem nach Erklärungen für diese Niederlage gesucht habt, weil sie so unglaublich erscheint. Ich akzeptiere eure Erklärungen zwar nicht, aber das tut nichts zur Sache. Der Punkt ist, dass ihr verloren habt.“

”Ja.” Es war einfach erstaunlich; endlich stimmten Ost und West überein, was Worte bedeuten.

Jetzt sagt ihr, dass ihr in die Vergangenheit zurückkehren wollt; ihr wollt die Teilung. Praktisch sagt ihr damit: Lasst uns den Krieg vergessen, den wir angefangen haben, und die Niederlage und nach all dem finden wir, dass die Teilung eine gute, sinnvolle Idee ist. Bitte beantworten Sie mir das, ich muss das wissen. Wenn die Lage umgekehrt wäre, wenn die Juden den Krieg angefangen und ihn verloren hätten, wenn ihr den Krieg gewonnen hättet, würdet ihr jetzt die Teilung akzeptieren? Würdet ihr einen Teil des Landes aufgeben und den 650.000 jüdischen Einwohnern Palästinas – die vor dem Krieg geflohen wären – erlauben zurückzukommen?“

„Natürlich nicht”, sagte er ohne einen Augenblick zu zögern. „Aber „es hätte keine jüdischen Flüchtlinge gegeben. Sie hätten keinen Ort gehabt, an den sie gehen konnten. Sie würden alle tot oder im Meer sein.“

Er hatte mir den fehlenden Hinweis gegeben. Das Modewort, das wir heutzutage benutzen, ist „Empathie“ – sich in andere einfühlen zu können. Ich hatte einzelne Flüchtlinge wertgeschätzt und bewundert, aber bemerkt, dass ich keine allgemeine Empathie für die palästinensischen Flüchtlinge empfunden hatte; und endlich wusste ich, warum – Dank dieses netten, grauhaarigen Lehrers. Es ist problematisch sich um die zu grämen, die nur sich selbst betrauern. Es ist schwierig mit denen Mitleid zu haben, die kein Mitleid kennen. Um über alle Zweifel hinaus zu Herzen zu gehen, müssen die, die laut nach Gerechtigkeit rufen, unschuldig sein. Sie können sich nicht einen siegreichen, sie belohnenden Krieg gewünscht haben, alle anderen für ihre Niederlage verantwortlich machen und schuldlos bleiben. Einige von ihnen mögen unschuldige menschliche Wesen sein und die Zivilisation könnte zusammenbrechen (so berüchtigt, wie sie das in Nazideutschland tat), wenn die meisten Menschen nicht ganz natürlich ihren verletzten Mitmenschen helfen würden. Aber es gibt einen tiefgreifenden Unterschied zwischen Opfern von Unglück (dort stehe ich, mit der Gnade Gottes) und Opfern von Ungerechtigkeit. Meine Empathie wusste, wo sie sich befand, Dank dieses Lehrers.

„Verfolgen Sie den Eichmann-Prozess?“, fragte ich. Eine arabische Zeitung, Wochenzeitungen und Radiostation sind in Israel erfolgreich.

„Ja. Täglich.” Er verzog das Gesicht mit Ekel.

„Können Sie sich nicht vorstellen, dass all die Juden in Israel glauben, dass dieses Massaker an ihrem Volk hätte verhindert werden können, wenn die Juden ein Heimatland gehabt hätten, in das sie hätten entkommen können? Finden Sie nicht, dass die auch wussten, was Sie gerade sagten: dass es keine jüdischen Flüchtlinge hier gegeben hätte – dass sie tot oder im Meer wären? Ist das für Sie vielleicht ein bisschen eine Erklärung für Sie?“

Er zuckte mit den Schultern, er lächelte; mit diesen Gesten gab er es stillschweigend zu, aber das war von geringer Bedeutung.

Das ist eine brillante Beobachtung. Die palästinensischen Araber (die zum größten Teil 1961 wegen der Hilfe der UNRWA und der USA besser lebten als andere Araber) wollten keine Gerechtigkeit – sie wollten alle Juden tot sehen. Wenn sie um „Gerechtigkeit“ heulen, dann meinen sie in Wirklichkeit: „Gebt uns alles, was wir verlangen und fordert nichts als Gegenleistung.“ In ihrer Vorstellung gibt es nichts, wofür sie verantwortlich sind, keine Schuld, keine Schande – alles ist immer der Fehler der anderen.

Das ist nicht nur ein palästinensisch-arabischer Charakterzug – er ist unter Arabern universell. Die Araber scheinen von Natur aus zu fühlen, dass sie alles zu bekommen haben und niemand anderes irgendetwas verdient. Sie werden nicht erleben, dass arabische Wohltätigkeitsorganisationen Nicht-Arabern oder Nicht-Muslimen Hilfe leisten. Sie werden nicht erleben, dass die sagen die Juden (oder Kurden,…) hätten ein Recht in Frieden in ihrem eigenen Land zu leben. Die wenigen Zugeständnisse, die einige von ihnen gegenüber dem Westen gemacht haben mögen, wurden aus politischer Notwendigkeit gemacht, nie aus dem wirklichen Glauben, dass diese Zugeständnisse richtig waren.

Das absolute Fehlen arabischer Empathie ist der Schlüsselgrund, warum wirklicher Frieden illusorisch ist. Ohne Empathie kann man nicht einmal zu sehen anfangen, wie die andere Seite denkt; man kann nicht einmal anfangen eine gerechte Lösung anzudenken. Die gesamte arabische Sichtweise gründet nicht auf einem Win-win oder einer Einigung; sie gründet auf der puren Selbstsucht, die eine Komponente der Unfähigkeit ist Empathie zu empfinden.

Wie können zwei Seiten eine Vereinbarung erreichen, wenn eine Seite nicht in der Lage ist über das eigene Ich hinaus zu denken?

Einen Abschnitt später in dem Artikel beginn mit einem Gespräch mit ihrem jüdischen israelischen Fahrer:

„Was ist los, Nissim?“
„Nichts. Nur, was die Kinder sagen.“
„Du meinst, was sie gerade jetzt brüllen?“
„Ja. Sie sagen: ‚Wohin willst du, Bastard? Ich spucke auf dich.’“
Warum, dachte ich, warum? Und wird es nie aufhören?
„Hasst du die Araber, Nissim?“
„Nein. Natürlich nicht.“
„Warum nicht?“
„Wozu ist Hass schon gut?“

Ja, wozu? Araber fressen sich mit Hass voll, sie suhlen sich darin, sie atmen ihn. Juden stehen ganz oben auf der Liste ihres Hasses, aber jeder Fremde ist für Hass genug. Die Araber hassen sich auch gegenseitig, einzeln und als Masse. Ihre Politiker verändern die Richtung ihres Hasses, wie sie ihre Hemden wechseln. Ihre Presse stützt sich vulgär auf Hass erfüllte Karikaturen; ihre Berichterstattung beschreibt, welche Form des Hasses gerade ganz oben steht oder genehm ist. Ihr Radio ist ein langer Schrei des Hasses, ein Aufruf zum Hass. In den Schulen lehren sie ihre Kinder zu hassen. Sie müssen den Geschmack des Hasses lieben; er ist ihr tägliches Brot. Und was hat er ihnen Gutes gebracht?

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