Links-amerikanischer Wahn

Seit Jahren – eigentlich fast seit Amtsantritt von George W. Bush – bekommen wir den Untergang der amerikanischen Demokratie als Tatsache vorgesetzt. Die USA sind zur Diktatur verkommen, Demokratie gibt es nicht mehr und das Volk wird von der eigenen Regierung bedroht, weil ihm alle Freiheiten genommen werden – wenn nicht sogar die eigene Bevölkerung direkt von Bush & Co. insgeheim schon umgebracht wird. Auf jeden Fall ist es so, dass die USA heute eine bösartige Theokratie ist, schlimmer als der Iran oder jeder andere Despoten-Staat (außer Israel). Amerika steht jedenfalls kurz vor dem Untergang.

Dass die, die das behaupten, dies überhaupt tun können, zeigt, wie schwachsinnig ihre Darstellung der angeblichen Wirklichkeit ist. Das hindert Leute wie linke Milliardäre und verhinderte Politiker, Medienmacher und Akademiker nicht daran, die Tirade immer neu aufzukochen und mit neuem Blödsinn zu „untermauern“. Dabei ist nichts dumm genug, um es Bush et al anzuhängen und nichts ist abstrus genug, um zu behaupten, dass es stattfinden wird. Und so ist die neueste Masche – entlang der Behauptung, dass Israel nur aus dem Gazastreifen abzog, um die Westbank ethnisch zu säubern – die, dass man erklärt Terror-Schutzübungen dienten in Wirklichkeit dazu einen wirklichen Anschlag auszuführen, um ihn den Terroristen in die Schuhe zu schieben und so nach dem Beispiel des Senders Gleiwitz am 31.8./1.9.1939 den nächsten Krieg vom Zaun zu brechen – mit dem Unterschied, dass Hitler ein paar „Verbrecher“ als Leichen hinlegen ließ, während die Neocons gleich ein paar Tausend Amerikaner über die Klinge springen lassen wollen. Weshalb das US-Regime mindestens mit den Nazis gleichzusetzen ist, sollte es nicht gar schlimmer sein. (Und „Europa“ übernimmt das liebend gerne.)

Den Wahn dieser Leute hat Joseph Farah vom WorldNetDaily.com dokumentiert:

Neue Atomübung löst Angst vor Verschwörung aus

Von Soros gestützte Medienorgane warnen vor Komplott zur Einführung des Kriegsrechts

Joseph Farah, WorldNetDaily.com, 19. August 2007

Eine militärische Übung zur Verbesserung der Landessicherheit der USA für den Fall eines atomaren terroristischen Anschlags hat dazu geführt, dass einige von Milliardär George Soros finanzierte Offizielle und Medienorgane warnen, es könne eine „falsche Flagge-Operation“ sein, die zur Detonation eines atomaren Sprengsatzes führen könnte, die die Bühne für das Kriegsrecht bereiten soll.

Die Übung ist Teil des „Noble Resolve“-Programms des U.S. Joint Forces Command und soll von morgen [Montag, 20.08.07] bis Freitag in Portland (Oregon) statt finden. Wie bei früheren Übungen gehört dazu die Koordination mit örtlichen Beamten bei einem angenommenen Atomanschlag.

Die Serie der „Noble Resolve“-Experimente begann am 23. April in Suffolk (Virginia). Sie sind Nachfolgeübungen zu einer ähnlichen Serie von Übungen aus dem Jahr 2006, die „Urban Resolve“ genannt wurde.

Die Übungen bringen JFCOM, das Northern Command, das Ministerium für Heimatsicherheit und Beamte von Staat und Stadt zusammen, um Modelle für Antworten auf atomare terroristische Anschläge zu finden.

Während der Experimente, die weitgehend anhand von Computermodellen ablaufen, explodiert in der Simulation die „Bombe“. „Noble Resolve“ strebt nach Angaben der Planer an, Prozesse für die Interaktion von lokalen, Bundesstaats-, nationalen und internationalen Offiziellen zu schaffen.

Im April fand in Virginia eine ähnliche „Noble Resolve“-Übung statt.

Doch trotz des vergleichbaren Falls schlagen einige von Soros unterstützte Offizielle und die IndyMedia-Organisation Alarm – wobei sie sogar behaupten, dass bei einer ähnlichen Übung Präsident Bush die Zerstörung des World Trade Center am 11. September 2001 befahl und die Schuld radikal-islamischen Terroristen zuschob.

In NewOrleans.IndyMedia.org schreibt Captain Erich H. May, Militärkorrespondent der Agentur, und stellt die folgende Frage zur Übung in Portland: „Was aber, wenn sie sich entscheiden eine echte Bombe zu benutzen, statt sie zu simulieren?“

„Ein Falscher-Alarm-Anschlag ist einer, bei dem man das eigene Volk angreift und dann eine Gruppe von Leuten beschuldigt, die man angreifen will“, schrieb May. „Das ist eine radikale List, um sofortigen Hass zu schaffen. Historisch gesprochen ist das üblich, von ganz früh in der Vorzeit bis in die Moderne.“

May gab folgende Beispiele:

  • Der römische Kaiser Nero brannte Rom ab und machte dann die aufkommende Christenheit dafür verantwortlich
  • Der deutsche Führer Hitler brannte den Reichstag ab und machte dann die kommunistischen Juden dafür verantwortlich.
  • Der amerikanische Präsident Bush schleifte das World Trade Center und machte dann den radikalen Islam dafür verantwortlich.

Die Nervosität in Portland veranlasste – nach Angaben von May – den Abgeordneten Peter DeFazio (Demokrat aus Oregon), die Bush-Administration wegen der präsidialen Direktive 51 zur nationalen Sicherheit in die Mangel zu nehmen (erstmals bei WND berichtet), die die Exekutive autorisiert im Fall eines nationalen Notstandes außergewöhnliche Macht auszuüben.

„Vielleicht haben die Leute, die glauben, dass es dort eine Verschwörungstheorie gibt, recht“, sagte DeFazio dem Portland Oregonian. DeFazio, Mitglied des Heimatschutz-Ausschuss des Repräsentantenhauses, sagte, ihm sei die Gelegenheit verweigert worden geheime Dokumente zu untersuchen, die mit der Direktive 51 in Zusammenhang stehen.

„In dieser Phase des Bush-Regimes und seines vom Terror getriebenen globalen Krieges ist eine Verschwörungstheorie nicht beschämend, denn sie ist die einzige Theorie, die beständige, zusammenhängende Antworten auf unsere zunehmend geheime Regierung und ihre Terror-Politik“, schrieb May.

Inzwischen wirft Portlands Version von IndyMedia sogar weitere Besorgnisse zu den bevorstehenden Übungen auf. „Es hat wachsende Sorgen über die Schein- bzw. simulierten Vorgänge (antomarer Anschlag und Kriegsrecht) gegeben, die in Portland, Oregon von der Emergency Management Agency (FEMA) und anderen Regierungsinstitutionen statt finden sollen und jetzt Operation Noble Resolve genannt werden“, berichtet die Agentur in einem Artikel mit der Schlagzeile „Keine Atombombe auf Portland“. „Dieses Probe-Ereignis hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass mancher befürchtet, dass in Portland in den Monaten August und September das Kriegsrecht Gültigkeit erhält, aber neuere Informationen haben Sorgen über schlimmere Ängste ausgelöst.“

In der Fortsetzung spekuliert der Artikel dann über einen tatsächlichen atomaren Anschlag der US-Regierung während der Übung. Dann wird behauptet, dass die Anschläge vom 11.9.2001 eine Falscher-Alarm-Operation war und man drängt diejenigen, die für die Übung eingestellt wurden oder als Freiwillige daran teilnehmen, dass sie ihre Teilnahme verweigern. „Warum an einer Simulation teilnehmen, die einen Angriff auf die USA von außen annimmt, wenn es mehr interne Bedrohungen von Feinden der Demokratie aus dem Inneren zu geben scheint?“, fragt der Artikel.

Abgesehen von großzügigen Geldgaben von Soros hat IndyMedia.org auch Unterstützung von Teresa Heinz Kerrys Tides Foundation erhalten. Die Ford Foundation hat ebenfalls Unterstützung angeboten. Auch Ralph Naders Organisation Public Citizen unterstützt IndyMedia.org.

Als der Football-Star Pat Tillman in Afghanistan getötet wurde [er hatte nach 9/11 seine Karriere aufgegeben und war den Marines beigetreten], stellte die Portlander Abteilung von IndyMedia.org die Nachricht von Tillmans Tod in Begleitung dieser Schlagzeile ins Internet: „Blöder Enthusiast in Afghanistan getötet“

Nach Angaben ihrer Website ist „Indymedia ein Kollektiv unabhängiger Medienorganisationen und Hunderter von Journalisten, das nicht an Firmen gebundene Berichterstattung von der Basis bietet. Indymedia ist ein demokratisches Medienorgan für die Schaffung radikaler, genauer und leidenschaftliche Erzählung der Wahrheit.“ Es betreibt Internetseiten in 50 großen amerikanischen Märkten, fünf Ablegern in Afrika, 13 in Kanada, 39 in Europa, 15 in Lateinamerika, 8 in Asien und 9 in Ozeanien.

Angesichts der Angstmach-Stories sprach sich der Portland Oregonian in einem Editorial für die Übung aus und viele örtliche Beamte nehmen an ihr teil, weil sie glauben, dass es notwendig ist sich auf ein Worst-Case-Szenario vorzubereiten. Ein Experte zu atomarem Terror sagte Anfang des Jahres, die Chancen einer Detonation in den USA im nächsten Jahrzehnt stünden bei 50 Prozent. Zur gleichen Zeit sagte auch Vizepräsident Dick Cheney, dass die Bedrohung durch atomaren Terrorismus sehr real ist.

„Tatsache ist, dass die Drohung eines neuen 9/11 für die USA durch eine Gruppe Terroristen mitten in einer unserer Städte, die nicht mit Flugscheinen und Teppichmessern, sondern mit einer Atomwaffe bewaffnet ist, ist die größte Bedrohung, der wir uns gegenüber sehen“, sagte er. „Das ist eine sehr reale Bedrohung. Es ist etwas, über das wir uns täglich sorgen und das wir täglich zurückschlagen müssen.“

Inzwischen ist die ausführlichste Studie über die Auswirkungen eines solchen Anschlags zu dem Schluss gekommen, dass die USA erbärmlich schlecht darauf vorbereitet sind, insbesondere wenn sich das Geschehen in einem wichtigen Bevölkerungszentrum ereignet.