Was mal Seen waren…

…sind heute Preistreiber. Es war sicherlich nicht schlecht gemeint, dass die Agrar-Subventionen der EU so gelenkt werden sollten, dass alle Überschuss-Produktion gedeckelt wird. Und so gibt es Quoten für allerlei Produkte, auch und gerade für alles, was mit Milch zu tun hat.

Jetzt ist es dummerweise so, dass in Asien Milch boomt. Von dort werden unsere Milch und unsere Milchprodukte so massiv aufgekauft, dass bei uns eine Knappheit entstehen könnte.

Eine normale Marktwirtschaft würde auf Engpässe mit einer Erhöhung der Produktion reagieren. Warum machen wir das hier nicht auch?

Na ja, da könnte einmal das Problem auftauchen, dass Milchkühe nicht einfach hergezaubert werden können. Sie müssen erst einmal aufwachsen, dann mindestens einmal trächtig werden und dann erst gibt es die Möglichkeit einer Steigerung der Milchproduktion. Es braucht also etwas Zeit. Aber nicht allzu viel. Wenn man jetzt reagiert.

Und die EU reagiert! Gestern habe ich im Fernsehen erlebt, wie. Ein EU-Agrarsprecher erklärte, dass man über die Lockerung der Quotierung nachdenken müsse. Dieses Nachdenken könnte dann dazu führen, dass die Quotierung ab 2015 gelockert werden könne.

Wer wahre Größe besitzt, der denkt natürlich in großen Zeiträumen, nicht „von heute auf morgen“. Langfristig. Und schreibt immer und allen vor, was sie dürfen und was nicht. Kurzfristige Reaktionen ausgeschlossen.

Der ganze Irrsinn der Politik der EU wird an diesem Beispiel deutlich. Volle acht Jahre gibt man sich erst einmal zum Reagieren. Was bis dahin wird? Egal. Unternehmerische Freiheit? Vergiss es! Die Bauern dürfen nicht mehr produzieren, sonst drohen ihnen Strafen. Alles wird von Brüssel diktiert. Womit wir letztlich beim entscheidenden Aspekt sind: Wo diktiert wird, ist eine Diktatur am Werk. In diesem Fall eine, die dafür sorgt, dass die Preise hoch getrieben werden, die Menschen deutlich mehr für lebenswichtige Grundversorgung zahlen müssen – und somit besonders die getroffen werden, die ohnehin am wenigsten haben. Womit die angebliche Sorge um die Armen und Benachteiligten ad absurdum geführt wird. Und in Deutschland werden der kleine IM samt dem Saar-Napoleon und weiten Kreisen der angeblichen Volkspartei mit den S am Anfang wieder weiter danach schreien, dass „ungerecht umverteilt“ würde und deshalb „von oben nach unten umverteilt werden muss“ – womit wir den Kreislauf nach unten weiter anheizen, weil „die oben“ Mittel und Wege genug finden werden sich dem zu entziehen. Was wiederum zu Lasten derer geht, die ihre Arbeitsplätze verlieren, die ins Ausland verschoben werden. Wodurch die Sozialkassen stärker belastet werden. Was wiederum das Allheilmittel der stärkeren Inanspruchnahme der besser Verdienenden führen soll, die sich wiederum ins Ausland absetzen, …

„Europa“ macht sich selbst kaputt. Sehenden Auges. Gewollt. Und behauptet natürlich, es handele im Interesser der Europäer. Fragt sich nur: welcher?

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