‚Ungemütlich‘ nahe

Da immer wieder die Forderung erhoben wird, dass Israel ohne Rücksicht auf Verluste aus den 1967 gewonnenen Gebieten abziehen soll, hier einmal zwei Eindrücke, was das zur Folge haben kann. Denn dann liegen israelische Großstädte, nicht nur „kleinere“ Orte, in Sichtweite derer, die sich die Vernichtung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben haben. Und eine militärische Grundregel heißt: „Kannst du es sehen, dann kannst du es treffen.“ Besonders, wenn der Schütze Raketen im Arsenal hat. So lange die PalAraber nicht durch Worte an die eigene Bevölkerung – in allen „Medien“: Schulen, Radio, Fernsehen, Moscheen – genau das Gegenteil dessen verkünden, was sie ihrer Bevölkerung die letzten 13 Jahre eintrichterten und es heute noch tun, so lange ist eine solch unkontrollierte Sicht aus „Palästinensergebieten“ auf Israel eine tödliche Gefahr.

Blick Peduel-Tel Aviv mit TeleobjektivDas erste Bild zeigt den Blick von Peduel (einer „Siedlung“ in der „Westbank“) – zugegebenermaßen einen mit dem Fernglas oder einem Teleobjektiv, was der Sache allerdings keinen Abbruch tut: Die größte Stadt Israels ist zu sehen, also ist sie zu treffen.

Das zweite Bild zeigt den unverstärkten Blick. Die Einzelheiten sind nicht mehr gut auszumachen, aber aus einer Entfernung von 16km ist das nicht verwunderlich. Es ist aber für die Zwecke der Terroristen auch nicht nötig. Eine Rakete könnte man sogar blind abfeuern.
Blick von Peduel auf Tel Aviv

Blick vom Golan auf Kibbutz Ein GevErfahrungen dieser Art haben die Israelis zur Genüge. Ein Beispiel aus eigener Anschauung habe ich vom Golan. Dort gibt es oberhalb des Kibbutz Ein Gev jetzt einen Aussichtspunkt für Touristen. Früher war das eine der Stellungen der Syrer, die von hier aus mit großkalibrigen Maschinenwaffen nach Lust und Laune auf die Israelis da unten am See Genezareth schossen. Die Menschen verbrachten jede Nacht im Bunker, konnten ihre Kinder nicht draußen spielen lassen und wurden bei der Landarbeit oft genug verletzt und getötet. Diese Morde endeten erst mit der Eroberung des Golan 1967. Die Entfernung ist längst nicht so groß wie die zwischen Peduel und Tel Aviv – und damit beispielhaft für viele kleinere Orte entlang der „Grünen Linie“, über die sich die Berge von Judäa und Samaria erheben.

Welchen Grund sollten die Israelis haben anzunehmen, dass diese Verhältnisse nicht wieder kehren? Die gesamte Einstellung der arabischen Staaten muss sich nicht nur grundlegend ändern, sondern sich in das Gegenteil der bisherigen Haltung kehren, damit Israel nicht das sichere Opfer von organisiertem Massenmord wird. Bis dahin kann es die Höhen an den tiefer gelegenen Bevölkerungszentren, wie auch der weniger dicht besiedelten Bereich nicht abgeben – es wäre sicherheitspolitischer Wahnsinn.

Ein Gedanke zu “‚Ungemütlich‘ nahe

  1. Wenn mein Eindruck richtig ist, dann gibt es inzwischen gefährlich viele Softies. Auch in Israel. Überleben kann man nur durch Wehrhaftigkeit. Mörder und Genickschussakrobaten verstehen keine sanften Töne, sie kennen nur die Sprache der Gewalt. Und ihnen imponiert nur eins: Kraftvolle Überlegenheit. Jedes Nachgeben wird als Schwäche ausgelegt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.