Wer ist der Feind?

DryBones 19.12.2007„Wer solche Freunde hat…“ – der Spruch ist bekannt. Nun, manche Freunde hat man sich entgegen einer andere Weisheit nicht ausgesucht, sie drängen sich einem mit Rat und Tat auf. Und irgendwann weiß man dann vielleicht selbst nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Ob es dem israelischen Premierminister so geht, wage ich zu bezweifeln, denn ich halte ihn für einen Überzeugungs-Opportunisten und –täter, dem es um nichts als ihn selbst geht, keinesfalls um sein Land und sein Volk. Und nur in solchem Zusammenhang kann es zu Karikaturen kommen, wo ein Verzweifelter dann doch noch versucht, dem Agieren des Premiers etwas Sinn zu geben.

Was den anderen Teil betrifft, den der „Freunde“: Die scheinen nicht unbedingt verwirrt zu sein. Schon gar nicht von Olmert. Es ist wohl eher umgekehrt: Sie helfen Olmert zu sein, was er ist. Die Verwirrung kam zuerst, auf der ideologischen Ebene, danach kam Olmert. Nach Barak, nach Peres, nach Rabin. Beeinflusst von einer „Friedensbewegung“, die als „Freund“ Israels alles rechtfertigt, was die modernen Antisemiten des Nahen Ostens anstellen um Adolfs Werk fortzusetzen. Die angeblich überall Krieg verurteilt, aber immer nur auf den Plan tritt, wenn der Westen aktiv wird – während die Terroristen und Krieger der Fraktion vom grünen Halbmond nicht ansatzweise die Vorwürfe erleben müssen, wie ein kleines Land, das dagegen ankämpft nicht ins Meer getrieben zu werden. Eine Friedensbewegung, deren Vertreter westliche Atomkraftwerke ablehnen und verteufeln, aber dem Iran ein „Recht auf Atomkraft“ attestieren. Peaceniks, Friedenshetzer, Gutmenschen und Halal-Hippies, die ausschließlich im Westen das Böse verorten, aber andererseits Massenmörder und Völkermord-Ambitionisten als Freiheitskämpfer darstellen. Die sich in ihrer ideologischen Verbohrtheit massiv dagegen wehren zu begreifen, dass sie praktisch genau das fördern, was sie angeblich seit 60 Jahren bekämpfen. Die zu Recht den braunen Sumpf von vor drei Generationen geißeln, aber über die Bekämpfung des Hitler von 1945 nicht sehen wollen, dass sie seine heutigen Jünger im „Märtyrer“-Gewand ermächtigen sein Werk zu vollenden.

Der Feind sind für Israel heute eigentlich stärker die, die sich so vehement als seine Freunde gerieren und ihm vorschreiben wollen, wie es sich nicht zu verteidigen hat und wie es seinen Vernichtern in die Hände spielen soll.

Wie sehr diese „feindlichen Freunde“, wie ich sie nennen möchte, die Augen vor allem verschließen, was die Feinde Israels selbst als ständigen Beweis ihres unerschütterlichen Vernichtungswillens liefern, kann Professor Alan Dershowitz nach einem Besuch an der University of California Irvine (UCI) erzählen. Dort sprach er vor einer großen Zuhörerschaft, die er fragte, wer sich selbst als pro Israel eingestellt betrachtet. Etwa 250 Hände gingen in die Luft. Diese Gruppe fragte er, wer einen palästinensischen Staat akzeptieren würde, der in Frieden Seite an Seite mit Israel existiert. ALLE 250 Hände wurden gehoben. Auf die Frage, wer sich als pro palästinensisch eingestellt betrachtet, meldeten sich etwa 150. Und dann frage er diese Gruppe, wer einen jüdischen Staat Israel akzeptieren würde, der Seite an Seite in Frieden mit dem neuen palästinensischen Staat lebt. NICHT EINE HAND WAR ZU SEHEN!

Dieser ungehemmte Vernichtungswille selbst in nicht palästinensischen Kreisen wird immer noch heruntergespielt. Von angeblichen Freunden Israels. Leuten wie denen, die sich grüne Helmchen aufsetzen; oder die nach Teheran reisen und Ahmadinedschad sein „Recht auf Atomkraft“ bestätigen; Leuten, die „nie wieder“ und „wehret den Anfängen“ krakeelen und gleichzeitig denen den roten Teppich ausrollen, die das „wieder“ nicht erst „angefangen“ haben.

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Ein Gedanke zu “Wer ist der Feind?

  1. Liebe Israelfreunde, liebe Geschwister im Herrn!

    Seit vielen Jahren bin ich ein Freund Israels und beobachte sehr genau, was im Weltgeschehen vor sich geht. Gerne möchte ich auf mein gerade erschienens Buch aufmerksam machen mit dem Titel „Als Augustinus irrte“. https://tredition.de/autoren/rolf-wiesenhuetter-14363/als-augustinus-irrte-paperback-87118/

    Das Buch beschreibt auf 440 Seiten zunächst die Geschichte der Entstehung der Substitutionstheorie. Daran schließt sich die Heilsgeschichte Israels an. Schließlich zeige ich die Verbindung von der Enterbungslehre und dem Antisemitismus seit Augustinus im 4. Jahrhundert auf. Unter dem angegebenen Link finden Sie das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung in der Lesebrpobe.

    Über Ihr Interesse an diesem aufwendig erstellten Werk würde ich mich sehr freuen.

    Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen aus Lübeck

    Dr. h.c. Rolf Wiesenhütter

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