Hungernde Palästinenser im Gazastreifen?

In den Nachrichten von WDR2 erzählten sie davon, dass von der pal-arabischen Seite die Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen durchbrochen wurde und jede Menge Menschen nach Ägypten strömten, um dort einzukaufen, weil sie im Gazastreifen hungern.

Wie es zu diesem „Hungern“ kam, dazu wurde natürlich nichts gesagt – nichts über die erzwungene Einstellung des Betriebs der Bäckereien, die noch für einen Monat genug Vorräte haben; nichts vom Treibstoffklau durch die Hamas, damit die Qassams weiter fliegen können (man muss sie schließlich per Auto transporteiren), aber die Krankenhäuser im Streifen ihre Stromversorgung nicht bekommen; so gut wie nichts darüber, dass es die Stromausfälle nicht gibt, weil Israel angeblich keinen Strom liefert, sondern weil die Hamas die Lieferungen behindert; und schon gar nichts darüber, dass die Hamas die Lieferungen der Israelis zurückweisen lässt, weil die Terroristen finden, es sei zu wenig.

Die nach Ägypten gestürmten Palästinenser jedenfalls erzählten nichts von Hunger:

Ibrahim Abu Taha (45), siebenfacher Vater aus dem Gazastreifen, war mit seinen zwei Brüdern und 700 Schekeln in der Tasche im ägyptischen Teil von Rafah. „Wir wollen Lebensmittel kaufen, wir wollen Reis und Zucker, Milch und Weizen und etwas Käse kaufen“, sagte Abu Taha und fügte hinzu, dass er auch billige ägyptische Zigaretten kaufen würde. Abu Taha sagte, er könne diese Grundnahrungsmittel im Gazastreifen kaufen, dort seien sie aber dreimal so teuer.

Mit anderen Worten: Es herrscht keine Not im Gazastreifen – es herrschen höchstens immens hohe Preise, weil die Hamas selbst noch die (von Israel sicher gestellte) Grundversorgung verknappt und die Preise hoch treiben lässt.

Es leben die naiven westlichen Medien, die so schön jede antiisraelische Schweinerei schlucken und verbreiten. Es leben die Qassams, die fliegen und einschlagen, ohne dass der Westen etwas merkt. Es geht doch nichts über Schauermärchen von Leidenden und es den Juden in die Schuhe zu schieben! Herzlichen Glückwunsch!

Die Zurückweisung der Treibstoff-Lieferungen veranlasste übrigens die Schreiberin des Blogs Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus zu der Feststellung:

Entweder die Situation der zivilen Bevölkerung im Gazastreifen ist weit entfernt von der humanitären Krise, die man uns weismachen will.
Oder Hamas nimmt für die pal. Ehre gern in Kauf, dass Patienten in Krankenhäusern sterben, kleine Kinder frieren usw. Wahrscheinlich baut sie auch darauf, dass sowieso Israel für jede Härte verantwortlich gemacht wird.

Dem ist wenig hinzuzufügen. Vielleicht noch dies (derselbe Link wie oben): Abu Taha sagt, es würden keine Waffen aus Ägypten geschmuggelt. Damit meint er wohl den heutigen Sturm der Grenze durch die „hungernden“ PalAraber, denn:

Man kann im Gazastreifen Waffen kaufen, Gewehre und Panzerfäuste. Es ist einfacher in Gaza Waffen zu finden als Krebs-Medikamente oder Coke.

Wer’s glaubt… Die Hamas und die übrigen Terroristen werden sich schon mit weiteren Waffen versorgt haben (ist natürlich pure Spekulation!). Wäre halt noch die Frage, woher diese im Gazastreifen zu „findenden“ Waffen kommen. Aber es spricht Bände, dass diese so problemlos zu bekommen sind, aber die Menschen nach Ägypten stürmen, um Mittel der Grundversorgung preiswert einkaufen zu können. Es lebe die Hamas mit ihren einzigartigen Prioritäten!

In den heute-Nachrichten von 19 Uhr zeigten sie Bilder aus Rafah. Mitsamt der beschönigenden Erklärung „Militante“ hätten ein Ventil geschaffen, als die die Grenzmauer sprengten (Huch! Eine GrenzMAUER! Apartheid! Ist Ägypten jetzt ein Apartheidsstaat?) und dann Bulldozer die Reste beseitigten, damit die Menschen ungehindert rüber machen konnten, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen (im Bild ein Mann mit Flachbildschirm für seinen Computer).

Waren die Sprengmeister „Militante“, die sonst nichts zu tun haben? Wer sonst außer den Terroristen, die die „humanitäre Katastrophe“ gezielt verursacht haben, sollte dieses „Ventil“ geschaffen haben? Ob unsere Medienleute jemals so weit denken wollen?

Update: So allmählich kommen sie in den Medien anscheinend doch auf den Trichter. Bei Compuserve steht ein Bericht, dass die Aktion mit der Sprengung eben nicht „spontan“ war, wie von der Hamas behauptet, sonder von langer Hand vorbereitet. In den Nachrichten von gestern Abend wurden Aufnahmen gezeigt, die die offensichtliche Vorbereitung der Zerstörung der Stahlplatten-Mauer bewiesen. Sogar, dass der Stromausfall keine Folge von Treibstoffmangel war, wird „schon“ registriert.