Stoff für’s Hirn

Was die Hamas mit ihrer Stürmung der Grenze nach Ägypten erreicht hat und weiter erreichen will, analysiert Leonard Zelig auf Wind in the Wires recht ausführlich: Die endgültige Aufhebung der Unterscheidung von Kombattanten und Zivilisten. Was die Terrorversteher im Westen mit Sicherheit nicht anfechten wird Israel Mord an Zivilisten vorzuwerfen, sollte es sich gegen die Terror-Komplizen wehren.

Wer für die miserable Presse und das grausige Ansehen Israels in der Welt verantwortlich ist, beschreibt Claudio Casula anhand eines Fallbeispiels (Ulrike Putz vom SPIEGEL) sehr eindrücklich. Fazit: Die Journaille macht sich zu Terror-Propagandisten, oder wie CC es bei Spirit of Entebbe zu lesen ist: Des einen Journalist ist des anderen Terror-Propagandist. Letzteres ist die objektivere Einschätzung.

Diese Woche wurde der „Winograd-Bericht“ veröffentlicht. Es scheint eine Art Persilschein für Ehud Olmert und seine Gruseltruppe geworden zu sein – jedenfalls behaupten die das anhand der im Bericht angegebenen Notwendigkeit für die katastrophale Bodenoffensive der letzten Tage des zweiten Libanonkrieges. Es gibt direkt Betroffene, die genau das anders sehen; einer davon ist Michael Oren, dessen Kommentar aus dem Wall Street Journal im Blog Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus übersetzt wurde.
Michael Freund stellt übrigens die Verdrehungen der Olmert-Clique richtig (englisch): Die Offensive „erreichte weder ihre militärischen Ziele, noch erfüllte sie das Potenzial, das sie hatte“. Mit anderen Worten: Sie war ein Fehlschlag.

Daniel Pipes hat einen Vorschlag zur Lösung des Gaza-Problems. Aber die Ägypter werden sich schwer hüten ihn jemals anzunehmen. Nächste Woche will er schreiben, wie es geschafft werden kann den Ägyptern den Gazastreifen anzudrehen.

Schwachbrüstige Israelkritik“ der üblichen Spinner nimmt Claudio Casula auf dem Spirit of Entebbe einmal so richtig genüsslich auseinander – am Beispiel von Felicia Langer, die sich nie zu schade ist Klischees und falsche Behauptungen in die Welt zu posaunen und natürlich von den Terrorfreunden (wie auch den Terroristen) als Alibi-Jüdin nur zu gerne zitiert und gelobt wird. Manchmal staunt man, wie einfach es ist die „Argumente“ der Antiisrael-Hetzer auseinanderzunehmen (und wie leicht andere den faktenfreien Unsinn glauben).

Wie wenig man Antizionismus und Antisemitismus trennen kann, zeigt der polnische Politikwissenschaftler Rafal Pankowski anhand einer staatlich organisierten „Antizionismus-Kampagne“ von 1968 auf. (verlinkter Text in Englisch)

3 Gedanken zu “Stoff für’s Hirn

  1. „Ehud Olmert und seine grausige Truppe“ – das „grausig“ ist auszutauschen – man versteht erst man zweiten Lesen was gemeint ist (eben nicht „grausam“), dann aber ist es schon zu spät. Die beiden Wörter, das geschriebene und das ungeschriebene, liegen einfach zu nah zusammen in Wörterbuch und (Unter-)Bewusstsein des Lesers; danke.

    Beste Grüße!


    PS. mit dem Vorschlagshammer: „enttäuschende“

  2. Besser? 🙂
    Ich bin nicht enttäuscht, weil ich von diesen Leuten nichts anderes (mehr) erwarte außer der gruseligen Politik gegen die Interessen des eigenen Volks und des eigenen Staats.

  3. Wen soll der Westen unterstützen – gemäßigte Islamisten oder islamische Dissidenten?

    Vor ein paar Tagen fand auf Perlentaucher.de eine interessante, international beachtete Debatte * über das Thema Multikulturalismus und Islam statt. Auslöser war ein Essay Pascal Bruckner`s über Ian Burumas Buch “Murder in Amsterda…

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