Olmert an Sderot: Hört auf zu jammern

Elder of Ziyon, 10. Februar 2008

YNet berichtet:

Premierminister Ehud Olmert sprach am Beginn des Kabinettstreffens am Sonntag die Lage in Sderot an. Er sagte: „Es besteht kein Zweifel, dass wir alle den Schmerz teilen; die Wut ist verständlich und natürlich, aber Wut ist kein Plan, wie gehandelt werden soll.“

Vielleicht ist es an der Zeit jedermann an meine Geschichte der Olmert-Äußerungen zu den Qassams zu erinnern, die ich zuletzt im September veröffentlicht habe:

Ende November 2006 sagte Olmert: „Wir sind ein wenig enttäuscht“, dass die Qassam-Attacken selbst während eines „Waffenstillstandes“ weiter gingen, den Israel einseitig einhielt.

Der Qassam-Beschuss ging weiter.

Im Dezember 2006 schrieb Olmert einen Brief an die UNO, in dem es hieß: „Diese Zurückhaltung kann nicht viel länger weiter gehen.“

Der Qassam-Beschuss ging weiter.

Im Februar 2007 sagte Olmert: „Wir werden uns nicht auf ewig zurückhalten. Die fortgesetzten Angriffe fordern Israels Geduld heraus. Letzten Endes werden wir, wenn die Angriffe weiter gehen, antworten.“

Der Qassam-Beschuss ging weiter.

Im April sagte Olmert: „[Israel] kann nicht weiterhin die Qassam-Abschüsse und Infiltrationsversuche terroristischer Zellen ignorieren“.

Der Qassam-Beschuss ging weiter.

Schließlich gab Israel im Mai den fiktiven „Waffenstillstand“ auf und begann auf die Qassam-Verschießer zu schießen.

Trotzdem ging der Qassam-Beschuss weiter.

Monat um Monat um Monat. Jede einzelne Rakete verursachte Feiern und Gratulationsartikel in palästinensisch-arabischen Zeitungen und Internetseiten.

Jetzt sind die Schulen in Sderot wieder offen und die Zahl der Qassams nimmt zu.

Und was sagt Olmert im September?

Wir werden uns nicht damit abfinden und wir werden das nicht durchgehen lassen.“

Olmert hatte also reichlich Zeit einen Plan zu entwerfen und das beste, was er tun konnte, war die Stromlieferungen in den Gazastreifen um 5% zu kürzen? Und dann hat er die Chuzpe die Opfer der täglichen Angriffe aufzufordern nicht zu protestieren, sondern ihm einen „Aktionsplan“ zu liefern – ist das nicht seine Aufgabe?

Statt die Qassam-Angriffe zu verringern, haben sie im Verlauf der letzten Monate sehr stark zugenommen.

Vergessen wir die Winograd-Kommission. Die Unfähigkeit Olmerts, irgendetwas zur Verteidigung Israels gegen die Qassams zu unternehmen, ist an sich schon Grund genug seinen Rücktritt zu fordern.

Werbeanzeigen