Alles völlig übertriebene Angstmache vor den Islamisten!

Die, die uns was wollen, können uns nichts, weil die so wenig sind. „Es gibt also nur 91 Millionen gewaltbereite Islamisten“, kam darauf prompt eine zynische Antwort, als die Ergebnisse einer Umfrage „bewiesen“, dass die mehr als überwiegende Mehrheit der 1,3 Milliarden Muslime völlig friedfertig ist und „nur“ 7% zur Ausbreitung des Islam auch Gewalt einzusetzen bereit sind. So richtig es ist, sich diese „nur“-Prozente in absoluten Zahlen anzusehen, scheint doch etwas anderes an dieser Umfrage nicht ganz in die richtige Richtung zu gehen. Hugh Fitzgerald schreibt:

Was ist mit denen, die den Jihad nicht durch Terror unterstützen? Ach die? Die unterstützen mit anderen Mitteln, durch den Einsatz der Waffe Geld, Da’wa-Kampagnen, demografische Eroberung innerhalb des Bilal al-kufr. Wenn das Ziel dasselbe ist – die Verbreitung und Vorherrschaft des Islam über die gesamte Welt – macht es da wirklich einen so großen Unterschied, welche Mittel jemand wählt, um dieses Ziel voranzutreiben? Sind die demografische Eroberung, die Da’wa-Kampagnen auf Dauer weniger bedrohlich?

An der eigentlichen Sache vorbei zu gehen ist die Essenz dieser süß-unheilvollen Umfrage, die beruhigen soll, aber zutiefst beunruhigend ist.

Was Fitzgerald da vermisst, ist bekannt. Daniel Pipes hat diese Leute „gesetzestreue Islamisten“ oder auch „gesetzeskonforme Islamisten“ genannt, die innerhalb des Systems arbeiten. Wenn diese Umfrage sauber durchgeführt worden wäre, dann wäre auch nach den Ansichten über die Ausbreitung des Islam gefragt worden, ohne den Terror als entscheidendes Kriterium einfließen zu lassen. So, wie sie sich jetzt darstellt, geht sie an einem Kernproblem vorbei: Die Herrenmenschen-Mentalität, die dem Islam inne wohnt. Es wäre wichtig zu wissen, wie viele Muslime das unterstützen.

Wenn man sich allerdings ansieht, wer an der Studie federführend beteiligt war, wundert es nicht mehr, was dabei als Propaganda-Schlussfolgerung heraus kommt: John Esposito, einer der schlimmsten Terror-Versteher und Befürworter des islamistischen Supremats, der von „noch nie einen Islamisten getroffen hat, den er nicht mag“ (Martin Kramer) (Vor diesem Hintergrund fallen vielleicht andere – positivere – Erkenntnisse unter den Tisch. Aber eventuell begreifen jetzt die Halal-Hippies doch endlich, dass die Terroristen nicht arm sind. Das ist vermutlich DAS Ergebnis, das von der politischen Korrektheit weiter ignoriert wird.)

Fragwürdig ist allerdings auch die Behauptung der Süddeutschen Zeitung, dass die Extremisten zu mehr als 50% nicht antidemokratisch eingestellt seien. Das mag auf die Muslime allgemein zutreffen, aber die Islamisten? Das sind die, die das Kalifat wiederherstellen wollen! Aber diese Interpretation passt gut in die Darstellung der Studie durch ihre Verfasser und ist daher wohl einfach nur ohne Nachzudenken (oder auch sehr gewollte) übernommen worden: „Die Sympathisanten des Terrorismus hassen nicht unsere Freiheit, sie wollen unsere Freiheit.“ Diesen Blödsinn glaubt die Michel-Jounaille liebend gern. Alle Bedrohung ist abgeblasen!

Mit Blick auf die Zahl der gewaltbereiten Muslime schreiben die Hauptautoren:

Die Umfrage hat der schweigenden Mehrheit des Islam eine Stimme gegeben… Eine Milliarde Muslime sollten die sein, auf die wir sehen, um zu verstehen, was sie glauben, nicht eine lautstarke Minderheit.“

Was Robert Spencer von Jihad Watch sehr treffend kommentiert:

Ja, wir sollten uns diese ansehen und sie fragen, warum sie so gut wie nichts tun, um diese 91 Millionen zur Rede zu stellen.

Kein weiterer Kommentar nötig. Das Problem ist bekannt: Es sind nicht nur die Terroristen, es sind auch die (Muslime), die ihnen nicht entgegentreten.