Nicht einmal Sippenhaft reicht denen

Aus der Schweiz kommt die Nachricht, dass man in Dakar von der OIC (Organization of the Islamic Conference) auf die Liste der islamfeindlichen Länder gesetzt wurde. Alle Anstrengungen und Verbeugungen vor den Botschaftern der Religion der immerwährenden Empörung nutzt nichts – die schweizerische Regierung kann beteuern, dass sie nichts mit der „Initiative zum Verbot von Minaretten“ zu tun hat, diese nicht gut heißt und über die Hintergründe der Initiative aufklärt und sich auf die Seite von OSZE und UNO stellt, die diese antiislamische Gruppe verurteilten, so viel sie will. Dass es diese Gruppe gibt, reicht den OIC-Mitgliedern aus, die Schweiz auf die schwarze Liste zu setzen.

Jetzt sehen sich die Schweizer in einem Boot mit Dänemark und den Niederlanden. Das ist gemein, denn im Gegensatz zu den Dänen haben die Schweizer der islamkritischen Gruppe nicht den Rücken gestärkt, wie es die dänische Regierung in Sachen Karikaturen tut (auch wenn sie diese nicht begrüßt). Aber wie in den Niederlanden nutzt die vehemente Distanzierung gegenüber den „Missetätern“ nichts. Wer es wagt, eine kritische Abweichung von der islamischen Sichtweise auch nur irgendwie im Lande zu haben und nicht auf der Stelle im Keim zu ersticken, zieht sich den Unmut der ewig Empörten mit allen Konsequenzen zu.

Bei den Nazis gab es die Sippenhaft: Ein Abweichler wurde nicht alleine eingesackt, sondern seine ganze Familie dazu; im Zweifelsfall wurden allesamt ins KZ geschickt. Ähnlich ging es bei den Kommunisten zu. „Sibirien“ war in vielen Fällen für alle angesagt, nicht nur denjenigen, den sie aus der Öffentlichkeit entfernten. Oft genug kam es auch so, dass der Kritiker oder „Staatsfeind“ oder wie auch immer man ihn nennen mag sein Leben verlor und seine Angehörigen im Gulag landeten (bei den Nazis im KZ). Für die islamischen Hetzer und ihre „radikalen“ wie „moderaten“ Staatsmann-Ausgaben reicht das nicht.

In Dänemark werden neben allen Dänen besonders die Namensvettern von Kurt Westergaard konkret bedroht. In den Niederlanden geht es den Leuten mit Namen Wilders ebenso. Außerdem werden nicht nur Familie und Leute gleichen Namens ins Visier genommen. Nein, das ganze Volk, seine Wirtschaft und alle, die irgendwie damit in Verbindung stehen könnten, gelten als Muss-Ziel. Das geht weit über die Sippenhaftung der Nazis und der Kommunisten hinaus. Und dieser Vergleich sagt vielleicht mehr als das Adjektiv „maßlos“, das die Rachegelüste der islamischen Staaten, Gruppierungen, Organisationen und Terroristen ebenso gut beschreiben würde.

Dieser Vergleich zeigt, wie die einzuschätzen sind, die auf diese Weise mit Kritik ihrer Lebenskonzeption reagieren – auf diese Weise gegen die agieren, die sich ihre Lebenskonzeption nicht überstülpen lassen wollen. Dieser Islam, den wir hier erleben, ist mindestens so totalitär und unterdrückerisch, vom Willen so vernichtend wie die Nazis und die Stalinisten zusammen.

Wann fängt Europa endlich an sich konkret dagegen zu wehren, statt ständig beschwichtigend den Kotau vor denen zu machen, die die islamische Vorherrschaft propagieren?

Nachtrag: Die beschriebenen „nicht-mal-mehr“-Sippenhafthaltung wird von Ql-Qaida gerade auf die Spitze getrieben (Info aus dem engl. Newsletter der ICEJ): Ihre Terroristen haben in Tunesien zwei österreichische Touristen entführt. Verantwortlich dafür ist nach Angaben der Terroristen – Israel! Genauer gesagt, die westliche „Unterstützung“ für Israel. (Wer nicht für die direkte und sofortige Vernichtung des jüdischen Staates ist, der ist ein Unterstützer des „zionistischen Gebildes“ – so die Logik dieser Massenmörder.)