Stoff für’s Hirn

DIE ZEIT hat Seyran Ates in einem Kommentar zu Wort. Darin differenziert sie aus, was Differenzierungen so alles anrichten – und nicht zum Guten. Ein interessanter Text.

Eine launische Abrechnung mit den 68-ern findet sich auf der Achse des Guten. Nicht lustig, aber dafür gründlich.

Apropos Abrechnung: Wenn ich mich recht erinnere, dann hatte vor Jahren der SPIEGEL mal einen recht positives Porträt über die Brüder Özoguz vom Müsli Muslim-Markt gebracht. Jetzt schlagen sie dort auf die beiden armen, verfolgten, falsch dargestellten und einfach nur treu ihrem schiitischen Allah (samt seinen Terror-Mullahs) ergebenen Extremistenbrüdern ein: „Hetze im Netz“ heißt der Artikel, der tatsächlich mal lesenswert ist.

Die Stadt Köln wetteifert ja immer mit Berlin darum, wer weltoffener, schwuler, punkiger, multikultureller und sonstwas ist. Jetzt werden sie es wohl schaffen, die Hauptstadt zu schlagen: Bewerber mit schwachen deutschen Sprachkenntnissen werden bevorzugt eingestellt. Jens Teschke hat in der Netzzeitung ein paar klare Worte für diese Jeckheit gefunden.

Absolutes Muss: Apartheid, Israeli style von Claudio Casula auf dem Spirit of Entebbe. Hier wird der Vorwurf der Antisemiten, Israel sei ein Apartheidstaat, so richtig auseinander genommen. Wie leicht das gehen kann, zeigen die kleinen, einfachen Fragen an die Antisemiten. Kostprobe:
– Was sollte eine „Apartheidmauer“ nützen, wenn mehr als 1,4 Millionen Araber (20 Prozent der Bevölkerung) diesseits der Sperranlage leben?
– Und wie zum Henker gelangten Abas Suan und Walid Badir in den Kader der israelischen Fußball-Nationalmannschaft?
Und zum Schluss noch eine wunderbare Schlussfolgerung: Mysterien, die wohl nur ein UN-Menschenrechtler erklären kann. Wir sind gespannt.

Die [Olympia-]Fackel wird vom sportlichen Kader (F-Jugend) der Al Qaida e.V. entführt. In einer Videobotschaft drohen die Dschihadisten, ihrer Geisel „das Licht auszublasen“, wenn ihre Mannschaft nicht zu den Spielen zugelassen würde. Das IOC weigert sich, der Forderung der Entführer nachzukommen. Beim Weitsprung soll auch weiterhin kein Sprengstoff zugelassen sein, außerdem muss der Körper vollständig in der Sandgrube eintreffen. Nach langen Verhandlungen wird verabredet, dass zukünftig neben den Paralympics auch die Terrolympics abgehalten werden sollen, erster Austragungsort soll der Gaza-Streifen sein. – Die Satiren in DIE WELT sind manchmal einfach unglaublich!

Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ – den Spruch kennt „jeder“. Im Dezember habe ich die Übersetzung eines Textes von Elder of Ziyon hier eingestellt, der ihn als von Israel Zangwill geprägten und zu den frühesten Wahlsprüchen des Zionismus zählenden bezeichnete. Diese Wertung ist nicht richtig, wie Diana Muir in einem Aufsatz darlegt; statt dessen wurde er von Christen geprägt war im jüdischen Zionismus nicht in Gebrauch. Indes wird er von den Arabern und Muslimen sowie von Israels Feinden im Westen immer wieder als Beweis des Übelwollens der Juden/Zionisten angeführt und für ihre eigene Propaganda benutzt.