Al-Reuters entlarvt sich selbst

Im Gazastreifen ist ein Kameramann durch den Schuss eines israelischen Panzers getötet worden. Sein Kollege von Reuters behauptet, sie hätten ganz harmlos und ohne dass „Widerstandskämpfer“ in der Nähe waren, spielende Kinder gefilmt. Das ist angesichts der Kämpfe in der Umgebung nicht sonderlich glaubwürdig, aber sei’s drum.

Der Kameramann wird von den Terroristen jedenfalls als „Märtyrer“ gefeiert, als „standhaften Kämpfer, der immer dabei war die Verbrechen der Besatzung gegen das palästinensische Volk zu offenbaren“ und der „sein Leben im Dienst für unser Volk und der Offenlegung der Verbrechen des Feindes verbracht hat“. Was die Parteilichkeit des „Journalisten“ deutlich werden lässt.

Was hat dieser Mann gefilmt? AP berichtet, dass er israelische Panzerbewegungen filmte. So viel zu den spielenden Kindern. Aber AP könnte ja auch nicht richtig informiert sein.

Und dann veröffentlichte Reuters das Material, das ihr Journalist gerade drehte, als er getötet wurde. Darauf erkennt man, dass er wohl von einer israelischen Panzergranate getroffen wurde – eine Granate des Panzers, den er filmte. Womit die Behauptung des Kollegen endgültig als Lüge entlarvt wurde.

Noch eine Frage: War für einen Panzer, der so weit entfernt war wie der schießende, wirklich erkennbar, dass es sich bei dem Fahrzeug der Journalisten um ein Pressefahrzeug handelte? (Abgesehen davon, dass die Israelis die Erfahrung machen mussten, dass gelegentlich gerne als Pressefahrzeuge markierte geländegängige Wagen von Terroristen für ihre Zwecke eingesetzt wurden.)

Und noch eine Frage: Wie erklärt Reuters die Diskrepanz zwischen der Behauptung ihres Journalisten und dem, was das Bildmaterial zeigt? Bisher gar nicht…

Nachtrag-Frage: Wie kommt es eigentlich, dass nicht viel mehr Journalisten in Kampfzonen des pal-arabischen Terrorkriegs von Israel getötet werden? Angesichts dieses Beispiels aus dem letzten Jahr muss gefragt werden, wer hier dafür sorgt, dass Journalisten ins Visier geraten. (Und an Kommentator Hermann: Das heißt immer noch nicht, dass der Typ das verdient haben würde! Auch wenn er sich gerne an Antiisrael-Propaganda beteiligte, die als Lüge entlarvt wurde.)

5 Gedanken zu “Al-Reuters entlarvt sich selbst

  1. Der Zeuge sagt, sie hätten vorgehabt, Kinder zu filmen, oder genauer: Es war niemand in der Nähe außer einer Gruppe Kinder, die wir filmen wollten. Einen Widerspruch oder eine Lüge kann ich nicht erkennen. Ich weiß auch nicht, was es mit der Sache zu tun haben soll, ob der Kameramann für seine unvoreingenommenen Berichte bekannt war.

    Ein Zivilist ist getötet worden, obwohl er sich deutlich als solcher gekennzeichnet hatte. Das mag ein Unfall gewesen sein, gefährlicher Leichtsinn von einer oder beiden Seiten, oder glatter Mord. Keine Ahnung. Das zu beurteilen, obliegt wohl einem Gericht.

    Nur für Sie scheint schon alles klar zu sein. Erstens hatte er es verdient, zwotens hätte er ja ein Terrorist sein können, drittens, wenn er als Zivilist zu erkennen war, war er sicher nur ein Kollateralschaden und geschossen wurde auf jemand anders. Erstens habe ich die Tasse nicht geklaut, und zweitens war sie da schon kaputt…

    Sie sind natürlich gar nicht voreingenommen, nicht wahr?

  2. Wenn der Mann einen Panzer filmt, dann filmt er keine Kinder.
    Wenn ich mir die Bilder vom Journalisten-Auto betrachte, dann ist da ein dürres “TV” auf die Motorhaube gemalt. Der Panzer war ca. 1km entfernt, also reichlich weit weg; wenn die Soldaten das nicht erkannt haben, dann ist das schade um den Mann, aber sicher kein glatter Mord.
    Wo, bitte, habe ich geschrieben, dass der das verdient hat? Ich habe lediglich geschrieben, dass der zweite Journalist offensichtlich lügt. Darum ging es.
    Eine ausführliche Beschreibung des Vorgangs
    Ansonsten gibt es reichlich Ungereimtheiten im Verhalten von Reuters. Und die werden von der Blogosphäre mal wieder diskutiert, von den MSM aber nicht, schon gar nicht von Reuters:
    Richard Landes
    Snapped Shot
    Israellycool
    Elder of Ziyon
    Scott Hinderaker
    Wenn es um das Verhalten von Reuters-Journalisten auf der arabischen Seite der Front geht, ist m.E. grundsätzlich ein Fragezeichen gestattet. Darum ging es, nicht darum, ob der Typ zurecht tot ist oder sonstige Unterstellungen. Typen, die etwas anderes behaupten, wollen offensichtlich nur Stimmung machen, nicht mit Fakten umgehen. Sie, Hermann, stänkern nur, wenn Sie etwas behaupten, was der Text nur bei böswilliger Überinterpretation ansatzweise hergeben könnte. Danke, dass Sie sich so offen zum Affen machen!

  3. Ergänzung:
    Die Bilder in den verlinkten Blog-Texten zeigen, dass das Reuters-Auto in einer abgesenkten Straße stand. Aus der Entfernung war das „TV“ auf der Motorhaube für den Panzer mit ziemlicher Sicherheit nicht erkennbar.
    Der Sydney Morning Herald berichtet (Meldungen von Reuters und AP), dass Shana etwa 10 Minuten vor seinem Tod einem anderen Reporter die Bitte abschlug ihn im Auto mitzunehmen; Grund: „Heute kann ich dich nicht mitnehmen, es ist zu gefährlich.“
    Wie kommt es zu einer solchen Aussage, wenn der Typ tatsächlich nur Kinder filmen wollte?
    Wie gesagt: Das Verhalten von Reuters und die Aussagen seiner Reporter sind reichlich fragwürdig.

  4. Natürlich will ich nur stänkern, das haben Sie gut erkannt. Eigentlich mag ich dieses Kleinklein nicht, aber lesen Sie doch nochmal nach: Der Zeuge hat behauptet, sie hätten vorgehabt, Kinder zu filmen. Das war angeblich der Grund, sich dahin zu begeben. Einmal angekommen, haben sie dann anscheinend lieber die Panzer gefilmt, offenbar, weil sich die Gelegenheit ergab. Da ist schlicht kein Widerspruch zu erkennen, tut mir leid. Glauben muß man die Behauptung natürlich nicht.

    „…wenn die Soldaten das nicht erkannt haben, dann ist das schade um den Mann, aber sicher kein glatter Mord.“

    Ja, wenn. Sie werden zugeben, daß ich das selbst geschrieben hatte:

    „Das mag ein Unfall gewesen sein, gefährlicher Leichtsinn von einer oder beiden Seiten, oder glatter Mord. Keine Ahnung.“

    Eigentlich ist es ein wenig traurig, wie Sie sich in die Sache verrennen. Sie sind genauso vorurteilsbeladen wie die andere Seite, nur sind Ihre Vorurteile die, wie soll man sagen, vernünftigeren, öfter zutreffenderen, denn schließlich ist ja Israel ein zivilisierter Staat.

  5. Lieber Hermann,

    …natürlich ist da kein Widerspruch drin, wenn er schon bereits vorher wusste, dass es gefährlich werden könnte, wenn man Kinder beim Spielen filmen will, aber zufällig Panzer filmen wird, weil sich die Gelegenheit spontan ergeben haben wird. Grundsätzlich kein Widerspruch! Nur nicht voreingenommen sein! Deine Äußerungen mögen ein Zeichen von naivem Denken, einer begrenzten Intelligenz oder einem boshaften Vorsatz sein. Keine Ahnung. Ich möchte mich da nicht verrennen.

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