„Ihr von Al-Jazira könnt den Koran nicht umschreiben“

Das ist erstaunlich: Ein israelischer Wissenschaftler ist regelmäßiger Gast auf Al-Jazira. Und dort waren sie sich anscheinend sicher, dass er eine Haltung einnehmen würde, die ihnen in die Hände spielt. Allerdings hatten sie sich gründlich verrechnet, denn der Israeli gab ihnen derart Kontra, dass sie ihn vielleicht nicht wieder etwas fragen werden. Und so mussten sich die Zuschauer des Senders einiges anhören, das ihnen kräftig aufstößt – ohne ihn widerlegen zu können:

Tzvi Ben Gedalyahu für Israel National News, 5. Juni 2008

Der Politikwissenschaftler Dr. Mordechai Kedar sagte in einer muslimischen Fernsehsendung dem Gastgeber des arabischsprachigen Fernsehsenders Al-Jazira: „Die Juden waren in Jerusalem, als eure Vorfahren Wein tranken und sich vor Götzen beugten.“ In einer hitzigen Debatte mit dem Narrator fügte er hinzu: „Wir brauchen eure Erlaubnis für’s Bauen“ in der Hauptstadt Israels nicht – Jerusalem.

Das Aufeinandertreffen fand Anfang der Woche statt, als die Juden in der ganzen Welt den Vereinigungstag Jerusalems feierten. Dr. Kedar ist regelmäßig auf dem weithin gesehenen Sender aus Qatar erschienen, aber diesmal hatte er einen Zusammenstoß mit dem Gastgeber der Sendung, Jimal Rian.

„In Jerusalem zu bauen ist ein weiterer Nagel im Sarg der Verhandlungen mit der palästinensischen Autonomiebehörde“, behauptete Risan. Dr. Kedar antwortet in fließendem Arabisch: „Dies war vor 3.000 Jahren unsere Hauptstadt und wir waren hier, als eure Vorfahren Wein tranken, Mädchen lebendig begruben und vormuslimische Götzen anbeteten. Dies ist unsere Stadt und wird immer unsere Stadt bleiben.“

Seine Bezugnahme auf Wein trinkende Muslime, denen das vom Islam verboten ist, erboste den Gastgeber. Rian zeigte mit dem Finger auf ihn und sagte erregt: „Wenn Sie über Geschichte reden wollen, dann können Sie Jerusalem nicht aus dem Koran streichen und Sie können die muslimische Religion nicht angreifen, wenn wir weiter miteinander reden sollen.“

Dr. Kedar antwortete: „Jerusalem wird nicht ein einziges Mal im Koran erwähnt. Jerusalem ist eine jüdische Stadt.“

Der Al-Jazira-Mann antwortete mit dem Zitat eines Koranverses, in dem er glaubte, dass Jerusalem namentlich erwähnt wurde, stoppte aber mitten im Satz, als er erkannte, dass dieser nur „den weitest entfernten Ort“ erwähnt.

(Das dürfte Sure 17,1 sein: „Der weitest entfernte Ort“ [= al-Aqsa] wird in der islamischen Tradition mit Jerusalem gleich gesetzt, aber es gibt keine namentliche Erwähnung Jerusalems in diesem Vers oder in irgendeinem anderen im Koran. Hier steht mehr dazu.)

Dr. Kedar: „Jerusalem wird im Koran nicht ein einziges Mal erwähnt. Ihr könnte den Koran nicht in einer Sendung von Al-Jazira umschreiben.“

Rian wechselte das Thema hin zu den „Siedlungen“ und fragte Dr. Kedar, warum Israel 1.000 neue Wohnungen baut und sich entschied weitere Tausende zu bauen, während es Gerüchte gibt, dass „Jerusalem die gesamte Westbank [Judäa und Samaria] einschließt. Der Forscher der Bar Ilan-Universität antwortete: „Mein Freund, Israel zählt die Zahl der Wohnungen nicht, die Qatar auf der Halbinsel Qatar baut, warum also macht ihr das in Jerusalem? Jerusalem ist für immer unser und ist kein Thema für Sie, für Al-Jazira oder sonst irgendjemand. Punktum. Jerusalem gehört nur den Juden.“

Als Antwort auf Rians Frage, ob Dr. Behars Bewertung die Grundlage für Gespräche mit der PA ist, erklärte er: „Mein Freund, ich lade Sie nach Jerusalem ein, damit Sie mit eigenen Augen sehen, dass es eine blühende Stadt geworden ist, nachdem sie unter der arabischen Herrschaft bis 1967 in Ruinen lag. Wir bauten die Stadt wieder auf und öffneten sie für Christen, Muslime und Juden gleichermaßen, anders als unter muslimischer Herrschaft“, die andere Religionen draußen hielt…

3 Gedanken zu “„Ihr von Al-Jazira könnt den Koran nicht umschreiben“

  1. Al-Jazira scheint gar nicht so schlecht zu sein. 🙂
    Immerhin ein Medium mit grosser Reichweite, das nicht nur Hetzer zu Wort kommen lässt.
    Ein unislamisches Medium letztlich, da werden schon einige die Messer wetzen.

  2. Wow – das hätte ich gern im Original gesehen (und verstanden).
    Warum wirkt es immer fast schon atemberaubend, wenn jemand einfach mal die Sache wahrheitsgemäß auf den Punkt bringt? Und nicht herumeiert und Nebelkerzen wirft? Könnte es sein, daß wir verlernt haben, die faktengetriebene Wahrheit zu sagen?

  3. @Sky
    och, die sind nicht „unislamisch“, sie gerieren sich nur gerne mal als „weltoffen“ und holen sich einen Alibijuden – haben sich in diesem Fall aber offensichtlich kräftig verschätzt. Die wetzen die Messer schon selbst.
    Ansonsten hetzt da ein „netter“ Imam immer hübsch gegen Juden, Israel und den Westen.

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