Worum es wirklich geht

Die „Shebaa-Farmen“ sind nicht wirklich umstritten, aber das macht ja nichts. Da Syrien die Behauptung mit der Hisbollah abgestimmt und die libanesische Regierung das auch übernommen hat, gilt das Gebiet entgegen ihrer eigenen Feststellung aus dem Jahr 2000 inzwischen auch bei Teilen der UNO inzwischen als „libanesisch“. Europäische Meiden und Meinungsmacher stellen sich natürlich auch längst hinter die Forderung, die Shebaa-Farmen „an den Libanon zurück“ zu geben. Was kümmern uns Bestätigungen und Regelungen von vor acht Jahren? Schließlich ist es einfach nur eine Frage der Druckausübung auf Israel.

Gut, das ist zynisch und wir wollen doch alle nur, dass endlich Frieden einkehren kann an der Grenze zwischen Libanon/Hisbollah und Israel. Dafür tun wir alles, dafür behaupten wir auch notfalls, dass Israel sich 2000 trotz Bestätigung durch die Weltregierung UNO nicht ganz aus dem Libanon zurückzog. Also muss Israel noch einen letzten Schritt tun, damit endlich Ruhe ist, denn mehr wollen die Sozialarbeiter mit der gelben Flagge ja nicht: Freiheit für den Libanon, Ende der Besatzung und schon ist alles gut.

Und jetzt das (MEMRI blog, 21. Juli 2008) – da hat mal wieder einer in entscheidender Position bei der Hisbollah die Wahrheit gesagt, die hier bei uns NICHT verbreitet werden wird:

Stellvertretender Hisbollah-Führer: Wir brauchen die Shebaa-Farmen nicht als Vorwand um Israel zu bekämpfen

Scheik Naim Qasim, stellvertretender Führer der Hisbollah, sagte, die Hisbollah brauche den Vorwand der Shebaa-Farmen nicht, um Israel zu bekämpfen; er fügte hinzu, dass sie keine Vorwände brauchen, weil Israels Existenz an sich ein aggressives Projekt ist.

Qassim äußerte sich auf einer Feier der Hisbollah.

[Quelle: Al-Hayat, London, 20. Juli 2008]

Geht’s noch deutlicher? Wohl nicht. Wird’s gehört werden? Kaum. Außer von den „üblichen Verdächtigen“.

Es geht nicht um Grenzen.
Es geht nicht um irgendetwas, das Israel tut oder nicht tut.

Es geht einzig und allein darum, dass es Israel überhaupt gibt.
Es geht einzig und allein darum Israel zu vernichten.

Darum geht es. Um nichts anderes.

Update: Man muss nicht nur eine einzelne Äußerung anführen. Es hat sie in genügender Anzahl gegeben. Und als ob das bestätigt werden müsste, schiebt gleich die Zeitung Al-Akhbar aus dem Libanon ihre Bestätigung hinterer (MEMRI beschreibt es):

Ibrahim Al-Amin, Vorstands-Vorsitzender der libanesischen Tageszeitung Al-Akhbar, die der Hisbollah nahe steht, erklärte in einem Artikel, dass angesichts des neuen Kräftegleichgewichts es den libanesischen Widerstand so lange geben wird, wie es Israel gibt.

Alle Informationen sind da. Wann wird den Terroristen geglaubt?

(Zur Erinnerung auch: Die wahre Natur des Krieges gegen Israel)