Seit wann ist die Tochter Die Tochter?

Evelyn Hecht-Galinski, deren Ansehen vor allem mit dem Satz „Ich bin die Tochter von Heinz Galinski“ begründet ist, nutzt diese Verwandtschaft extrem aus. Durch Vaters Ansehen und ihre Ansichten macht sie sich bei unseren Qualitätsmedien außerordentlich beliebt; dort wird sie gerne als „Publizistin“ tituliert und verkauft, obwohl sie nicht publiziert, sondern Leserbriefe schreibend und Broder hinterherreisend agitiert. Aber seit sie dies tut, laden die Schwätzer-Runden öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten sie besonders gerne ein.

Ein kürzlich veröffentlichter Leserbrief der EHG in der FAZ nahm fast eine Viertelseite ein – so viel Platz wird Leserbriefen wohl so gut wie nie eingeräumt. Bei Der Tochter ist das anders. Die darf dann auf diese Weise ihre antiisraelische Hetze ablassen, womit die Zeitung ihre Ausgewogenheit (und ihre eigentlichen Ansichten) demonstriert, nachdem sie einen Text des ehemaligen israelischen Botschafters abdruckte. Es geht ja nicht, dass die „Geschichtsverdrehung und Mystifizierung einer Staatsgründung“ dieser „autistischen israelischen Gesellschaft“ unwidersprochen bleibt. Und so werden alle die üblen Lügen wieder durchgekaut und dem Leser vorgesetzt, die es zum Krieg von 1948/49 und zur heutigen Lage so gibt: totale Vertreibung, Völkermord, Apartheid, Wasserraub, widerrechtliche Tötungen usw. – wobei ihr jegliche Kritik am Palästinenser-Terrorismus abgeht. Das Übliche eben, die orgasmierende Verdammung Israels, weil dieser Staat nicht sein darf. Und wenn schon ein Israel, dann von Gnaden derer, die es vernichten wollen (ach das gibt’s ja nicht, die wollen den Juden doch gar nichts!).

Ich ganz persönlich frage mich: Warum tauchte Die Tochter eigentlich erst auf, nachdem ihr Vater nicht mehr lebt? Warum die Öffentlichkeits-Geilheit, nachdem ihr Vater sich nicht mehr gegen sie wehren kann?

Wie oben schon erwähnt: Die Tochter geht eben damit hausieren – dass Heinz Galinski ihr Vater ist. Dass der wahrscheinlich seit einigen Jahren im Grab rotiert, ist eigentlich auch klar.

Deshalb frage ich mich, ob die Frau sich ihre mörderische Haltung erst nach dem Tod ihres Vaters zu eigen machte. Oder musste sie bis zu seinem Ableben warten, um auf den Ruf ihres Vaters gestützt Israel auf diese Weise zu bekämpfen, weil er andernfalls dafür gesorgt hätte, dass jeder die Diskrepanzen zwischen ihrer Meinung und der seinen kennt?

Und hieß Die Tochter eigentlich schon vor ihrem Auftauchen in der deutschsprachigen Medienöffentlichkeit „Hecht-Galinksi“ (steht das in ihrem Ausweis) oder erst seitdem ihr Vater unter der Erde ist?

(Was die sogenannte „Kritik“ an Shimon Stein und dem Staat Israel angeht: „Mr. Moe“ hat „Evelyn Hecht-Galinskis Welt“ ein wenig genauer betrachtet und auseinandergenommen.)

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10 Gedanken zu “Seit wann ist die Tochter Die Tochter?

  1. Der Verfasser des obigen Elaborats kann Frau Hecht-Galinski wohl kaum das Wasser reichen.

  2. Nach Kant ist Frau Hecht-Galinski, gerade weil sie nur für sich selbst spricht, frei.
    Im Gegensatz zu Publizisten von Geschäftswegen ist Frau Hecht-Galinski keinem Arbeitgeber oder Auftraggeber verpflichtet. Sie hat sich offenbar an kein Kollektiv zediert.
    Frauen in der Öffentlichkeit werden, sofern sie alleine für sich sprechen, immer noch als Prostituierte identifiziert. Anita Augspurg wurde
    als unbegleitete Frau eingesperrt, Frau Hecht-Galinski wird als Frau, die ihren Verstand unangeleitet gebraucht, sexistisch beschimpft.
    Auch Hannah Arendt war eine politische Denkerin, der fehlende Vaterlandsliebe vorgeworfen wurde.
    Kurz man kann auch geistige Verwandtschaften groß machen. Die Leidenschaft zu denken haben die drei Frauen gemein. Der Text lässt kaum eine solche Tätigkeit des Autors vermuten.

  3. Frau Hecht-Galinski kann denken, was sie möchte. Dagegen hat niemand etwas. Um ihre verqueren Ansichten zu verbreiten, missbraucht sie ihren Vater. Das ist unredlich.
    Ansonsten ist der Kommentar von Barbara absoluter Stuss. Und Die Tochter auf einen Stufe mit Hannah Arendt zu stellen, ist eine intellektuelle Großmut, die etwas sehr zu weit geht. Das Format hat EH-G nicht.
    Ansonsten sind die persönlichen Diffamierungen, wie im letzten Satz getätigt, dann doch immer sehr belustigend. Wenn keine wirklichen Argumente vorhanden sind, dann kommt immer so etwas. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Geistesgröße!

  4. .. die Damen, die glauben dem Töchterlein beispringen zu müssen, haben sich mit dem Stuß verraten, wessen Geistes Kind sie sind.
    Ich kann hmb beipflichten, weil ich selbst eine Tochter eines Auschwitz-u.a.Überlebenden bin.
    Im Gegensatz zu ehg pinkle ich allerdings Israel nicht an die Beine und benötige auch nicht die Jubelargumente der deutschen Gutmenschen, die es nach K.Kraus doch mit den Juden stets „gut gemeint“ haben.
    Die Leidtragende wird vielleicht die nochlebende Mutter der ehg sein, aber ich bin nicht so verstiegen, das zu wissen.
    RuthSpicker, Berlin.

  5. weshalb sollte man denn als Galinski-tochter -oder was auch immer- nicht israelkritisch sein? das hält die demokratie aus. auch das nicht jeder begeistert ist, dass die IDF in scharmützel inmitten von geiseln der Hamas gerät…

  6. Es gibt immer noch Leute, denen man den Inhalt eines Textes noch einmal um die Ohren hauen muss:
    Es geht nicht darum, dass Frau Hecht antiisraelisch (bis antisemitisch) ist, sondern WIE sie sich dabei geriert. Sie missbraucht ihren Vater, der ihre Meinung nun wirklich nicht teilen würde. Auf einmal wird aus Frau Hecht eine „Evelyn Hecht-Galinski, die Tochter von Heinz Galinski, dem ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland“. Das ist pervers.
    Was ich von ihren Ansichten zum Nahen Osten halte, spielt dabei keine Rolle. Aber das sage ich gerne auch: Nichts.

  7. Es ist doch ziemlich offensichtlich, dass die Gute unter ihrem Vater (warum auch immer) ziemlich gelitten haben muss. Ihr Verhalten ähnelt dem des Sohnes von Walter Jens, der jetzt ein Buch geschrieben hat, in dem er implizit die These aufstellt, der Vater sei wegen seines jahrzehntelangen Beschweigens der eigenen NS-Mitgliedschaft dement geworden. „Die Tochter“ geht noch ein Stück subtiler vor, indem sie den Namen ihres Vaters für Äußerungen mißbraucht, die dieser nie gebilligt hätte. Posthumer Vatermord in EGHs, zu Lebzeiten in Jens‘ Fall. Welcher davon der geschmacklosere ist, soll jeder für sich beurteilen.

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