Stoff für’s Hirn

Gut, es ist kein netter Text. Aber manchmal sind auch solche lesenswert, vor allem, wenn es amüsante (gut: fast schon bösartige) Aspekte und Redewendungen darin gibt, an denen man sich ergötzen kann, weil sie so berechtigt sind.

Wie ist das mit den Straßensperren und den getöteten Zivilisten an anderen Orten als da, wo die deutschen Soldaten neulich waren? Blick auf die Welt von Beer Sheva aus hat ein paar interessante Zahlen zum Umgang und zur Bewertung solcher Vorfälle.

Zum Übersetzen werde ich es wohl nicht schaffen – deshalb die Empfehlung den Originalartikel von Caroline Glick über die Gaza-Showboat-Aktion und ihre Bewertung des israelischen Umgangs damit zu lesen. Wie schon hier geschrieben, haben Olmert-Livni-Barak mal wieder nicht über die gerade gemessene Sekunde hinaus denken können. Die Folgen sind – wie üblich – heftiger als jedes Problem, das durch konsequentes Handeln entstanden wäre.

Sie ist das Hobby sämtlicher Möchtegern-Experten: die Israel-„Kritik“. Was diese hyperventilierenden Geistesgnome falsch machen, schreibt Michael Kreutz im Transatlantic-Forum.

Am Ende fragt man sich, ob er nun für Obama ist oder nicht. Aber das ist nicht der Inhalt des Artikels, sondern die deutschen Befindlichkeiten und Abgründe im Zusammenhang mit diesem Kandidaten und seinem Wettbewerber, die Jost Kaiser auf’s Korn nimmt.

Beer7 hat’s mal wieder geschafft: Ich ziehe einmal mehr den Hut, denn solche mitfühlenden Worte hätte ich für eine Frau wie Nurit Peled-Elhanan wohl nicht (mehr) gefunden (auch wenn sie eine gehörige Portion Ekel als Begleitung hat). Die beschriebene Frau ist nicht nur Alibi-Jüdin, sie ist mehr als deutlich eine Jüdin für die Vernichtung Israels. Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus beschreibt die Gründe. (Was Wunder, dass die üble Hetzerin den Sacharov-Preis des EU-Parlaments erhalten hat: Sie bescheinigt Israel des Völkermords an einem „semitischen Volk“, dessen Zahl in den letzten zehn Jahren – denen der schlimmsten „Verfolgung“ also – allein im Westjordanland um 25% zugenommen hat.)

Aua, der Broder ist aber wieder gut drauf. Jetzt hat er sich zwei Geistesgrößen vorgenommen: hauptsächlich Alfred Grosser und ein wenig auch Ludwig Watzal. Weil „große Geister gleich denken“.

Wieder ein Beispiel für den israelischen Rassismus gegenüber den Arabern, aufgegriffen von Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus. Es ist einfach nicht zu fassen!

Kommentare zum Kölner Urteil zu Broders Antisemtismus-Äußerung über Die Tochter:
Clemens Wergin
Alex Feuerherdt
Deutschlandfunk (Stellungnahme des Zentralrats der Juden in Deutschland)

Da lohnt sich die Verlinkung schon gar nicht mehr, weil der Eintrag so kurz ist und man ihn einfach übernehmen könnte. Was wieder zeigt, dass weniger oft mehr oder sogar das Meiste ist. (Und weil’s so schön kurz und prägnant ist, steht’s schon in der Sidebar.

Die Anti-Palin-Kampagne mit der Schwangerschaft der minderjährigen Tochter ist Schwachsinn. Warum, erklärt kurz und bündig Gideon Böss (der die Standpunkte der Frau ansonsten nicht sympathisch sind).

Wer (oder besser: was und wie) ist Oskar Lafontaine? Die Gegenstimme hat etwas aus dem SPIEGEL eingestellt.

Die Mär vom Terroristen, der sich durch die deutsche Präsenz in Afghanistan zum Jihadisten hat machen lassen, ist widerlegt. Nicht erst seit diesem Eintrag beim Weblog Sicherheitspolitik, aber die greifen es anhand eines aktuellen Falls wieder auf.

Sarah Palin ist noch nicht einmal eine Woche auf der weltweiten politischen Bühne aufgetaucht, da wird ihr schon die Gülle um die Ohren geworfen, dass es nur so kracht. Wie viel Lügen über die Gouverneurin von Alaska dabei schon entlarvt wurden, kann man (auf Englisch) bei Explorations nachlesen, wo eine Liste der Gerüchte über Palin eingerichtet wurde (Stand 5.9.08: 46!).