Ramadan: Zeit zur Reinigung der Seele und für Seifenopern

Raymond Ibrahim, Dhimmi Watch, 10. September 2008

Wenn der Jihad eine Beleidigung für die “moderne Welt” ist, dann infiltriert diese die ansonsten kargen Lebensweisen des Ramadan. Die verderbten Medien der Ungläubigen verüben Überfälle auf die Gläubigen, verwässern deren Religion – d.h. nach Angaben der „Salafisten“.

„Für einige bedeutet der Ramadan Fasten, Reinigen und Fernseh-Dramen“ – von Octavia Nasr für CNN, 10. September:

Der Ramadan ist für Muslime auf der ganzen Welt der heiligste Monat, eine Zeit des Fastens, der Reinigung der Seele und der Kapitulation vor Gott. Aber im Nahen Osten gibt es für diese Tradition einen neuen Dreh.

Aus dem Ramadan wird für arabische Satellitensender das große Geld. Millionen Dollar werden für Sonderprogramme ausgegeben, von denen viele westlichen Seifenopern vergleichbar sind, um die Massen während ihres Fastens zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang zu unterhalten…

Aber nicht alles ist „Seife“. Es gibt auch Geschichtssendungen, die die glorreichen Zeiten der vergangenen islamischen und arabischen Zeitalter hervorheben.

Das sind die herbeigesehnten Zeiten des Hohen Kalifats, als die Ungläubigen ihren Platz kannten – anders als jetzt, wo die Bräuche der Ungläubigen (wie das Sehen von „Seifenopern“) in den heiligsten Monat des Islam eingedrungen sind.

In diesen werden die uralten arabischen Stammeskleidungen ausgestellt, einschließlich der traditionellen Kopfbedeckung, des Dolches an der Seite und mehr Kamelen, als der Zuschauer zählen kann.

Der Boom der Seifenopern während des Ramadan ist zum Thema heißer Diskussionen auf Nachrichtensendern geworden. Einige Leute haben ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass den ganzen Tag vor dem Fernseher zu sitzen sich nicht gut mit dem Geist des Monats verträgt, in dem die Muslime nachdenken und meditieren sollten.

Kommentar heplev:
Erinnern wir uns daran, zu was diese „Seifenopern“ genutzt werden: Die Mullahs, aber auch das Staatsfernsehen in Syrien und Ägypten, „bilden“ gerne ihre Bevölkerung mit antisemitischen Serien wie „Reiter ohne Pferd“, die die „Protokolle der Weisen von Zion“ als Wahrheit verkünden und „Stimmung“ gegen Israel und die Juden machen. Das geht weit über die Beleuchtung der glorreichen Vergangenheit hinaus, die man sehnsüchtig wieder herbei wünscht. Es ist pure Hetze, begründet und unterlegt mit dem Koran und den Hadithen.

Die Umsetzung westlicher „Bräuche“ und Technologien zum Einsatz für die Verbreitung des radikalen Islam und der Hetze gegen alles nicht Islamische genutzt. Seifenopern im Fernsehen sind ähnlich den Handys, die zum Zünden von Bomben genutzt werden oder vor 30 Jahren die Tonband-Kassetten, die Ayatollah Khomeini zur Verbreitung seiner Hass-Botschaften nutzte. Raymond liegt mit seinem Kommentar nicht falsch – aber er greift sogar noch zu kurz. Es geht bei Weitem nicht nur um die Verherrlichung der Vergangenheit und die Beschwörung ihrer Wiederkehr. Es geht darum, die Ungläubigen insgesamt zu unterwerfen, die Welt Allah untertan zu machen, mit allen Mitteln und aller Grausamkeit, mit dem vollkommenen Hass, der den „Ungläubigen“ gebührt. Fragt irgendjemand, warum „sie uns hassen“, dann sollte man in erster Linie auf die Hetze in den islamischen Ländern verweisen. Das hat nichts mehr mit vermeintlichen oder tatsächlichen an den Arabern/Muslimen verübten Ungerechtigkeiten zu tun. Das kommt aus dem Herzen des Islam.