‚The One’, seine Stratgien, seine Kumpels und die Wahl

Was macht man eigentlich, wenn die Fakten so erdrückend sind, dass ein Kandidat so was von unter aller Sau ist, dass ihn eigentlich niemand mehr wählen kann und trotzdem nichts davon thematisiert wird? Jedenfalls nicht in den traditionellen Qualitätsmedien?

Es ist schon frappierend, wie hier bei uns jeder vermeintlich ungehörige Pups des Teams McCain/Palin zur Vorab-Wahlentscheid stilisiert wird, von Obamas Machenschaften (und vor allem denen seines Wahlkampfteams und seiner Anhänger und ihm nahe stehenden Organisationen) aber überhaupt nichts ans deutsche Publikum dringt. Das könnte uns allerdings egal sein, denn die Amerikaner müssen ihren Präsidenten wählen, nicht wir. (Wir müssen nur mit der Überraschung, Enttäuschung und dem Gift leben, sollten die Amerikaner die Stirn haben den Darling des deutschen Durchschnittsverdummten nicht zum Oberboss zu machen.)

Viel wichtiger ist das fast vollständige Schweigen der US-Medien. CNN hat es jetzt fertig gebracht, einen Beitrag über den ACORN-Wahlfälschungsskandal zu bringen, ohne dass der Zuschauer auch nur ansatzweise erfuhr, wie eng Obama und ACORN miteinander verbunden sind. Allerdings wird das neuerdings vehement abgestritten, seit die Fälschung der Wählerlisten zum Skandal zu werden beginnt. Die Leugnung dieser Verbindungen spricht Bände – sie sind allerdings inzwischen schwerer nachzuweisen, da die Seiten, die sie belegen, systematisch aus dem WorldWideWEb entfernt worden sind. Die „üblichen Verdächtigen“ (konservative Radio-Talker, konservative Blogger) haben genug Material gesammelt, um die Verbindungen zwischen ACORN und Obama aufzuzeigen (man gebe bei einer Suchmaschine die Begriffe ACORN Obama ein und als Seitenangaben israpundit.com, michellemalkin.com, hotair.com, gatewaypundit.com, powerlineblog.com und es sprudelt nur so).

Wie weit die Fälschungen bei der Wählerregistrierung durch ACORN gehen, zeigen Meldungen, dass derzeit in sage und schreibe vierzehn US-Bundesstaaten wegen massiver Irregularitäten bei der Wählerregistrierung gegen die Organisation ermittelt wird. In St. Louis hat ACORN alleine 1.492 falsche Wählerregistrierungen eingereicht – wenn nicht mehr, denn Wahlbeamte, die Verdacht geschöpft hatten, verschickten Briefe an rund 5.000 dieser Neuwähler in St. Louis und erhielten gerade einmal 40 Rückmeldungen.

In Pennsylvanias Philadelphia County wurden vom 23. März bis 1. Oktober mehr als 252.500 Registrierungskarten eingereicht, nicht nur von ACORN. Das Wahlgremium lehnte 57.435 davon wegen Falschinformationen ab, die meisten hatte ACORN eingereicht; die Probleme reichten von nicht existenten Sozialversicherungsnummern über falsche Geburtsdaten, klar gefälschte Unterschriften, nicht existenten Adresse bis hin zu Mehrfach-Registrierungen. In einem Fall wurde ein Mann mehr als 15-mal als Wähler registriert!

In dem oben erwähnten CNN-Bericht geht es um Lake County in Indiana. Dort gab ACORN 5.000 Neuregistrierung ab. Die Behörden begannen diese zu prüfen und gaben auf, nachdem sie feststellten, dass die ersten 2.100 ALLE GEFÄLSCHT waren. Man geht jetzt davon aus, dass die restlichen 2.900 ebenfalls Betrug darstellen.

Mit solchen Leuten will keiner gerne in Zusammenhang gebracht werden. Und so lügt der Obamessias wieder einmal los, er hätte nie mit ACORN zu tun gehabt. Die Medien spielen mit. Nur bei den Bloggern kommt das nicht gut an – jedenfalls den konservativen, denen, die den Republikanern nahe stehen. Sie entlarven den Kandidaten als Lügner und Fälscher – was den (hoffentlich) mehr kosten dürfte als die Verbindungen zuzugeben.

Andere Obamanisten, die die Verbindungen nicht leugnen, versuchen die Beziehungen herunterzuspielen. Man kann ja nicht den Kandidaten für das Tun derer verantwortlich machen, die einmal mit ihm zusammengearbeitet haben oder die ihm nahe stehen. Aber hier gibt es ein Problem. Obama war als Berater und Ausbilder für die Fälschertruppe tätig. Gut, muss auch nichts heißen, er hat ihnen wohl kaum beigebracht, dass und wie sie fälschen sollen, auch wenn diese Tätigkeiten schon seit vielen Jahren praktiziert werden.

Das Problem für Obamas Glaubwürdigkeit als Saubermann besteht darin, dass er ein wenig viel dieser Freunde und Bekannten hat. Und dann fängt das an doch zu zählen – ein rassistischer Pastor, weitere rassistische bis terroristische Kumpels, nachgewiesen kriminelle Organisationen, die für ihn eintreten oder denen er half und das lässt sich fast beliebig erweitern. So jemandem ist nicht abzunehmen, dass er völlig unbeeinflusst von den Aktivitäten seiner selbst gewählten Umgebung und Weggefährten dasteht. Fügt man die nachgewiesenen Lügen dazu, sein häufiges Hin und Her bei Entscheidungen als Politiker (wenn er denn zum Entscheiden anwesend war), dann ist er ein äußerst fragwürdiger Präsidentschaftskandidat. Einer, der des Amtes nicht würdig ist.

Nur sind die Medien und große Teile des politischen Lebens so sehr auf ihren Hass auf Bush und alles, wofür er ihrer Meinung nach steht, fixiert, dass sie das ohne Rücksicht auf Verluste auf McCain übertragen müssen und ihre Augen vor dem nicht nur verschließen, was ihr Kandidat tut und unterlässt, sondern auch noch einen falschen Film dazu laufen lassen, der ihre Wünsche projiziert, dass es wohl keine Möglichkeit gibt ihnen auch nur ansatzweise zu vermitteln, wer da von ihnen auf’s Podest gehoben wird.

5 Gedanken zu “‚The One’, seine Stratgien, seine Kumpels und die Wahl

  1. Hi,
    lese deine Seite gerne,
    kann zu diesem Fall auch nichts sagen,
    aber hatte Bush nicht auch durch (voll legale) Manipulation der Wahllisten Florida gewonnen?
    Grüße

  2. Hat er nicht. Al Gore und die Demokraten wollten nur die Stimmen immer wieder neu auszählen lassen, weil sie glauben, dort wäre falsch gezählt worden. Sie konnten einfach nicht glauben, dass Florida nicht an sie gegangen war. Es war auch sehr knapp. Die Manipulationsvorwürfe richteten sich gegen die Auszählung; da sollte geschummelt worden sein. Das lag u.a. an den Wahlmaschinen, die angeblich undeutliche Markierungen gemacht hätten. Aber dann hat das Oberste Gericht in Florida dem irgendwann einen Riegel vorgeschoben (und damit der Regierung recht gegeben).

  3. Ne, ich meinte die Bereinigung der Wahlregister, die schon weit im Vorfeld geschehen ist, die umstrittene Aktion von Jeb Bush. Danach war ja nur das übliche Geplänkel, das wahrscheinlich jeder in dieser Situation veranstalten würde.

  4. Von dem Vorher ist mir nichts bekannt, muss mir entgangen sein. Aber wenn das was „bereinigt“ wurde, dann stellt sich die Frage, ob die Verwaltung falsche Registrierungen festgestellt hat. Wäre ja auch nicht das erste Mal gewesen.

  5. In diesem Fall ging es darum, dass Vorbestrafte von den Wahllisten gestrichen werden können. Dafür reicht lediglich eine statistisch hohe Übereinstimmung der persönlichen Daten aus. Im Zweifelsfall können auch mehrere Personen auf Grund einer hohen Übereinstimmung mit einem Vorbestraften ausgeschlossen werden. Die Crew von Jeb Bush hat festgestellt, dass mit dieser Methode mehr Wähler der Demokraten als die eigenen ausgeschlossen werden, da in den schwarzen Bevölkerungsanteilen – eher den Demokraten zugetan – eine höhere Häufung von Namensdaten-Ähnlichkeiten existiert und eine statische Überrepräsentanz von Verurteilungen. Die Demokraten konnten da nichts gegen sagen, weil ihnen sonst vereinfachend vorgeworfen worden wäre, dass sie sich für Verbrecher einsetzten, besser für Kinderschänder etc.
    Ich wollte nur kurz sagen, dass diese kleinen Sauereien nicht zum Hauptinhalt von politischen Auseinandersetzungen gemacht werden sollten, sondern die politischen Inhalte. Mit Sicherheit könnte man über beide Lager eine Kontinuität von Wahlschweinereien dokumentieren. Das bringt uns inhaltlich nicht weiter. Ich bin kein ausgesprochener Fan der Projektionsfläche Obama. Für die zu erwartende Politik wäre es auch nicht wichtig, ob der Schwager von McCains Gärtner wegen Trunkenheit am Steuer erwischt wurde oder ob ein alter Kumpel aus dem Golfclub sich später als pädophil herausstellte. Das wäre alles Abteilung Propaganda. Wie viele Männer, die in ihrer Freizeit weiße Kapuzen bevorzugen, wählen eher konservativ? Das soll nicht das Thema sein.
    Wichtig für uns ist ist die Frage, was Europa und Israel von wem zu erwarten haben, welche weitere Politik zu erwarten ist.
    Freundschaftliche Grüße!

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