Sieht so die Zukunft aus?

Die Multikulti-Träume gehen nie aus. Vor allem nicht da, wo Entscheidungen getroffen werden, also z.B. in hohen Regierungsämtern. Egal, welche Fakten sich inzwischen ergeben, selbst „Betonköpfe“, die früher mit „Mob“ und allen möglichen anderen niedermachenden Begrifflichkeiten gegen „jugendliche“ Banden vorzugehen versprachen, verfallen ins Schwärmen, wenn es um das Zusammenleben mit arabisch-muslimischen Immigranten und dem Verhältnis zu deren Mutterländern geht. Vor allem französischen Präsidenten darf man inzwischen wohl nichts anderes erwarten. Es wird von offiziellen Stellen eine massive Legenden-Bildung, wie toll und unvergleichlich eine Zivilisation ist, die die Scharia verwirklicht sehen will, ihre Errungenschaften so weit in der Vergangenheit liegen hat, dass ihre Vertreter sich seit Jahrzehnten fragen, wieso sie hinter aller Welt hinterherhinken und neben einer Empörungskultur samt massivem Rachevollzug und Beschimpfung all derer, die sich dem nicht unterwerfen oder sogar aktiv im Weg stehen, bisher wenig Konstruktives in den Westen gebracht hat. Verharmlosung aller Probleme, Ablenkung von Kritik auf nicht objektive Umstände – das blüht uns offenbar selbst seitens der „härtesten“ Politiker, die in hohen Ämtern thronen. Jüngstes Beispiel der Unkritik und Lobhudelei ist der französische Präsident – und mir graut vor der Zukunft (Kursives vom Autor, Fettdruck für die fragwürdigsten Inhalte von mir):

Sarkozy: Arabisch ist die Sprache der Zukunft

Tiberg, Brussels Journal, 14. Oktober 2008

Die französische Regierung wirbt stark dafür, dass in französischen Schulen die arabische Sprache und Zivilisation gelehrt wird. Das verwundert nicht, wenn man die Zahl der Araber und Muslime in Frankreich bedenkt und salbungsvolle Ehrerbietung, mit denen sie von Offiziellen behandelt werden, auffallend angefangen von Nicolas Sarkozy, der die Großartigkeit arabischer Beiträge zur Welt nicht hoch genug loben kann.

Die französische Nationalversammlung war anfangs des Monats Ort des Treffens der ersten Konferenz zur Lehre der arabischen Sprache und Kultur, an der eine Reihe interessierter Gruppen teilnahmen. Es gab viel ermüdendes Gewäsch über den Bedarf an „Dialog“.

In seiner Botschaft an die Teilnehmer nannte der französische Präsident Nicolas Sarkozy Arabisch die „Sprache der Zukunft, der Wissenschaft und der Moderne“; er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass „mehr Franzosen an dieser Sprache teilhaben, die große zivilisatorische und spirituelle Werte ausdrückt… Wir müssen in die arabische Sprache investieren, weil sie zu lehren einen Moment des Austauschs, der Offenheit und der Toleranz symbolisiert und weil sie eine der ältesten und prestigeträchtigsten Zivilisationen der Welt mit sich bringt. Hier in Frankreich haben wir die größte Zahl an Personen arabischer und muslimischer Herkunft. Der Islam ist die zweite Religion Frankreichs“, erinnert Sarkozy seine Zuhörer.

Er fuhr fort die verschiedenen „Fortschritte der Begriffe der Diversität“ aufzuzählen, die Zunahme an muslimischen Bereichen auf Friedhöfen, die Ausbildung von Imamen und Kaplanen und die Ernennung von Ministern unterschiedlicher Hintergründe.

Frankreich ist ein Freund der arabischen Staaten. Wir streben keinen Zusammenstoß zwischen Ost und West an“, versicherte er und betonte die starke Präsenz arabischer Staatsführer beim Gründungsgipfel der Mittelmeer-Union am 13. Juli. „Das Mittelmeer ist die Stelle, wo unsere gemeinsamen Hoffnungen ihre Gründung fanden. Unser gemeinsames Meer ist die Stelle, wo die wichtigsten Herausforderungen zusammenkamen: dauerhafte Entwicklung, Sicherheit, Bildung und Frieden, fügte der französische Präsident hinzu.