Was heißt schon “pro-Israel”?

Sultan Knish, IsraPundit, 14. Dezember 2008

Der Begriff „pro-Israel“ wird dieser Tage eine Menge in die Gegend geworfen. Obama und Biden behaupten beide pro-Israel zu sein, trotz Obamas engen Verbindungen zu allen, von Rashid Khalidi, einer führenden PLO-Persönlichkeit, bis hin zu Ali Abuminah, dem Herausgeber der Electronic Intifada. J-Street, eine linke Fassend-Gruppe, die selbst zugibt gegründet worden zu sein, um gegen israelische Politik Lobbyarbeit zu betreiben, behauptet pro-Israel zu sein. Don King hat gerade Israel besucht und sagt, er sei pro-Israel.

Aber was soll pro-Israel zu sein bedeuten? Es bedeutet nicht, dass man eine bestimmte israelische Regierung unterstützt oder einfach Lippenbekenntnisse zur Idee Israel abgibt, wenn Wahlen anstehen. Wenn pro-Israel überhaupt etwas bedeuten soll, dann muss es die Unterstützung des Überlebens Israels bedeuten. Und per Definition disqualifiziert das Gegenteil davon, die Förderung der Zerstörung Israels und die Unterstützung seiner terroristischen Feinde automatisch jeden Menschen und jede Gruppe dafür als pro-israelisch angesehen zu werden.

Denn wenn du nicht für das Überleben von jemandem einstehst, in welchem Sinn kannst du dann als „für“ ihn angesehen werden?

Wenn man sie darauf anspricht, spuckt die Linke Sprüche von „schwieriger“ oder „harter Liebe“ aus, als hätten die beiden letzten Regierungen, die Israel immer und immer wieder unter Druck gesetzt haben Deals mit den Terroristen abzuschließen, während sie selbst die Terroristen finanzierten und ausbildeten, irgendwie nicht „hart“ genug gewesen sei. Als seien die von Terroristen, die durch die USA und Europa finanziert und gestärkt werden, mit Opfern der Terroristen gefüllte Gräber in ganz Israel nicht „hart“ genug. Als seien die Tausende von Splittern permanent verstümmelten und verkrüppelten Männer, Frauen und Kinder nicht „hart“ genug. Als sei die Aufbau einer Armee von zehntausenden Terroristen an Israels Grenzen nicht „hart“ genug.

Die „harte Liebe“-Linie setzt Israel in die Rolle der geprügelten Ehefrau, die von Obama, Biden und den J-Street-Leuten und dem Rest des linken jüdischen Establishments zu ihrem eigenen Besten geohrfeigt werden muss. In diesem Beispiel ist Israel zu Politik zu zwingen, die direkt zum Mord seiner Bürger führt, genauso ein Akt der „Liebe“, wie die schlimmsten Schläge des brutalen Ehemanns als Akte harter Liebe verteidigt werden.

Es gibt aber noch ein besseres Beispiel für diejenigen, die nicht bereit sind sich an der Seite Israels gegen die Terroristen zu stellen und dennoch als pro-Israel betrachtet werden wollen. Es entstammt dem hippokratischen Eid: „Keinen Schaden zuzufügen ist vorrangig.“

Keiner der als Freunde Israels beschriebenen Präsidenten beider Parteien ist je diesem Rezept gefolgt. Die Zeit, dass große jüdische Organisationen ihm gefolgt sind, sind lange vorbei. Aber es ist recht einfach, ihm zu folgen. Vorrangig ist, keinen Schaden anzurichten. Das verlangt nicht, dass man Israel Geld oder Waffen zur Verfügung stellt oder an Demonstrationen für Israel teilnimmt oder Resolutionen für Israel verabschiedet. Es bedeutet, dass man, wenn man sich nicht dazu aufraffen kann ihm etwas Gutes zu tun, ihm auch keinen Schaden zufügt.

Solch ein Vorschlag ist trügerisch einfach, aber unbestreitbar fair. „Keinen Schaden zufügen“ mag ein niedrig angesetzter Standards sein, außer in einem Zeitalter, in dem Israel unter Druck zu setzen das Standardarbeitsmittel in Washington ist und linke Rabbiner Bush Unterstützungsbriefe für die Hamas schreiben; aber es ist ein Standard, der praktisch alle Menschen und Organisationen, die behaupten pro-Israel zu sein, es aber nicht sind, niemals erreichen können.

Für linke jüdische Organisationen und Personen ist ein „Keinen Schaden zufügen“-Standard das Gleiche, als sagte man einem gewalttätigen Alkoholiker: „Wir können nicht erwarten, dass du nicht trinkst, aber bitte tu es Zuhause, wo dein Trinken keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt.“ Für Politiker bedeutet es, dass man sagt: „Wir erwarten von euch nicht, dass ihr Israel liebt, wir erwarten nur, dass ihr nicht daran arbeitet es zu vernichten.“

Denn einfach gesagt bedeutet pro-Israel zu sein zumindest, für Israels Überleben zu sein; sogar Apathie ist näher an einer pro-Israel-Haltung als das zerstörerische Handeln, das Israel in einen Kampf ums Überleben gegen einen Feind gebracht hat, der vom Außenministerium und den linken Gruppen gestützt und finanziert wird.

Oder, um es anders zu sagen: „Wir erwarten von euch nicht wirklich, dass ihr gut seid. Wir fordern von euch nur, dass ihr nicht allzu mies seid.“

16 Gedanken zu “Was heißt schon “pro-Israel”?

  1. „Pro Israel“ zu sein ist für mich in aller erster Linie eine Frage unzweideutiger Solidarität. Unabhängig von dem, was israelische Regierungen tun womit man ja durchaus nicht immer d’accord gehen muss, muss man nicht nur zum uneingeschränkten und niemals verhandelbaren Existenzrechts Israels stehen. Man muss auch bekennen, dass Israel für die Situation in Palästina nur ganz bedingt verantwortlich ist und eine Befriedung des Nahen Ostens vor allem an den menschenverachtenden Ideologien der terroristischen Gruppierungen dort und der antisemitischen Politik israelischer Nachbarstaaten scheitert. Wenn Kritik am Islam angeblich Islamophobie ist, dann darf man im Umkehrschluss auch keinen Antizionismus dulden, weil dieser dann zwangsläufig zum Antisemitismus wird, ganz abgesehen davon, dass der Zionismus für Israel eine staatstragende Rolle einnimmt. Erst wer auf diesem Fundament aufbauend die israelische Politik kommentiert, kann sich „pro israelisch“ nennen. Alles andere sind nur Lippenbekenntnisse.

  2. Ich denke, der Text sagt das mit der unzweideutigen Solidarität aus.
    Darüber hinaus wendet er sich an die, die gegen Israel sind, aber sein Freund zu sein behaupten. Und spricht den Appell zu einem Mindestanstand aus, der bisher nicht zu sehen ist.

  3. Ich mag keine allgemeine Kategorien: wie etwa pro-israelisch oder pro-amerikanisch. Man kann und darf natürlich die Politik eines oder anderes Landes damit unterstützen oder sich solidarisch zeigen, aber nicht generell. Es gibt in jedem Land etwas von nationalbedingten politische Strömungen, aber das heißt nicht lange, dass ganzes Land soll gelobt oder verdammt werden.

    Ausgerechnet Israel, das Land mit etwa 40 % meist europäischen Juden, nun als National Staat der Juden bereits nach fast 2.000-jährige Pause wieder aufgetaucht – als solche überhaupt nicht verdient, dass jemand, der noch logisch denken kann, sich pro-israelisch bezeichnet. Ich nenne ein paar Gründe dafür:

    1. Israel seit seiner Neugründung führt sporadischer Krieg gegen Urbewohner Palästina und systematisch ausrottet die Nation der Palästinenser und auch praktisch internationalrechtswidrig bereits über 60% dieses Landes annektiert. Israel ignoriert alle 269 UN-Resolutionen, die mehr oder weniger beschuldigen Israel gegen rassistisches Vorgehen gegen der Palästinenser und Araber.
    2. Trotz des Status eines Nationalen Staates Israel von Tel Aviv aus versucht in die Nationalpolitik unabhängigen Staaten einzumischen in Sachen der Verantwortung für seit 1979 aufgetauchten „Holocaust“. Durch seine Vertretungen in den USA, Europa und insbesondere in Deutschland, Israel erpresst die souveräne Staaten über 60 Jahren wegen den Konflikt mit der heimatlosen Juden in 30-40 Jahren und nun benutzt den Begriff „Anti-Semitismus“ als politische Waffe.
    3. Dennoch Israel als ein Staat bleibt ganz unbedeutend und praktisch lebt nur mit Hilfe von USA, wo die jüdische Gemeinde ist immer noch größer, als jüdischstammenden Israelis in Israel selbst. Daher Israel ist ein Scheinstaat, welche der Staat der Juden vorspielt. Die jüdischen globalen Konzerne nun kontrollieren die größte Banken, Industrie-Konzerne und die Medien in ganzer Welt.

    Man vielleicht irgendwann in Zukunft kann sich pro-israelisch einstellen, wenn die Voraussetzung für den Staat der Juden vollbracht wird.

    Diese Voraussetzung lautet: erst dann der Staat Israel (mag sein dass solcher wegen der Weigerung der orthodoxen Juden „Israel“ was bedeutet „der den Gott besiegt“ zu akzeptieren, höchstwahrscheinlich „Judäa“ künftig heißen soll) beherbergt alle Juden, die immer noch außer Land der Juden leben, und der Rest der jüdischstammenden sich als Bürger jeweiligen Länder sich ohne Sonderanspüchen als „Juden“ mit den anderen Völkern als Teile dieser Völker friedlich leben würden.

    Dieser rassistisch-religiöse Anspruch der „Juden“ als „auserwähltes Volk“ seit 2.700 Jahren führt die von einer zu den anderen Katastrophen. Deswegen die Behauptung von heimatlosen internationalen Juden, dass „Holocaust“ sei der größte Verbrechen gegen der Menschlichkeit in der Geschichte war ist absolut falsch. Zwischen 700 AC und 1933 AD wurden bereits mehrere Millionen der Juden zu Opfer der Nationen unter welchen sie gelebt haben und sich nicht als Bürger dieser Länder benommen haben. So Shoah registrierte über 7 Mio. jüdischer Opfer, die allein zwischen Kaiser Titus (70 AC) und 1807 Ende der Hl. Inquisition zu Opfer gefallen sei.

    Die Gerede von 6.000.000 Opfer des Holocaust ist durch der Information der Bundesfinanzministerium (Juni 2009) ist mit der offizielle Zahl der Antragsteller für Wiedergutmachung 1956-2006 mit 4.384.138 endlich veröffentlicht.

    Details unter Download: Entschädigung von NS-Unrecht – Regelungen zur Wiedergutmachung [PDF, 493 KB]

    Man nennt nun diese Information des Bundesfinanzministeriums als „Abschiedgeschenk von Peer Steinbrück an allen Holocaustleugner“. Denn trotz der erst durch jüdische Organisationen angegebenen Zahl 100.000 von „Überlebenden“ konnten es nicht fehlenden 4.284.138 bereits bis Mai 1945 ermordeten Juden aus Jenseits die Wiedergutmachungsanträge stellen.

  4. Da haben wir wieder einen echten Leugner und Hetzer.
    „Israel führt sporadisch Krieg gegen Urbewohner Palästina“ – erstens gibt es relativ wenige „Urbewohner“, weil eine ständige arabische Fluktuation da war. Und wenn Israel „sporadisch Krieg“ führt, dann sollte der ehrenwerte Schreiber vielleicht bachten, dass die „Urbewohner“ und die umgebenden Staaten nicht erst seit 1948 STÄNDIG einen Ausrottungskrieg gegen Isral führen.
    Den angeblichen Rassismus sollte er sich in den Allerwertesten schieben, der ist so nicht vorhanden, sondern eine Einbildung und Propaganda-Maßnahme gegen die Juden.
    Die „rechtswidrige Annektierung von 60% des Landes ist ebenfalls Unsinn, weil eine rechtsgültige Teilung VON DEN ARABERN abgelehnt wurde – damit war der Teilungsplan hinfällig, es gibt nichts, worauf sie Anspruch hätten. Wer mit internationalem Recht argumentieren will, sollte dieses wenigstens ansatzweise kennen.
    Darüber hinaus wurden den Juden bereits 75% des ihnen über den Völkerbund und sein Mandat gegebenen Landes bereits vorenthalten. DIe Argumentation ist völlig abstrus. (Aber leider üblich.)
    „1979 aufgetauchter Holocaust“ – ab da hätte ich am liebsten nicht mehr weiter gelesen.
    Das ist pure Hetze, Verfälschung von Fakten. Schreibt dem Hassprediger bitte weitere Fakten hier in den Kommentaren. Aber bitte bleibt sachlich.

    • Einen kurzen Moment war ich tatsächlich geneigt, auf dieses Pamphlet sachlich einzugehen. Aber dann fragte ich mich, warum ich das tun sollte. Würde dieser Antisemit sich durch Fakten bekehren lassen zu einem normalen menschlichen Wesen? Wohl kaum.
      Warum soll ich also meine Zeit damit verschwenden, bösartige, an den Haaren herbei gezogene, jeglicher Realität strotzende Auswürfe eines Antisemiten mit Fakten zu widerlegen. Es gibt eigentlich nichts zu widerlegen, da er ja keine Fakten liefert, mit denen man sich auseinandersetzen könnte. Es handelt sich doch nur um eine Aufzählung von uralten und damit auch noch nicht einmal originellen Stereotypen.
      Ein einziges Wort aus diesem Gestammel, welches einer Vergewaltigung der deutschen Sprache nahe kommt, fand ich erwähnenswert:
      Es wird behauptet: „Die Juden hätten einen Nationalstaat nicht verdient.“
      Ein interessanter Einwand! Im juristischen Kontext des Eigentumsbegriffes hilft uns hierzu das deutsche Grundgesetz weiter. Darin steht in Art. 14 I 1 GG: „Eigentum verpflichtet.“ Das bedeutet, daß das Eigentumsrecht an sich nicht ausreicht. So kann in Deutschland z.B. ein Eigentümer eines Grundstücks vom Staat enteignet werden, wenn er gewissen Verpflichtungen zum Erhalt nicht nachkommt und diese im öffentlichen Interesse stehen.
      Seit dem 7. Jahrhundert wurde das Land Israel nacheinander von Arabern (636-1091), Seldschuken (1091-1099), Kreuzrittern (1099-1291), Mamelucken (1291-1516), osmanischen Türken (1517-1917) und Briten (1918-1948) beherrscht. Auch wenn mir in Anbetracht dessen nicht klar ist, wer nach Auffassung des Kommentators nun tatsächlich als Urbewohner in Frage kommt, so haben all diese Besatzer eines gemeinsam: kein einziger hat in all diesen Jahren auch nur das geringste dafür getan, dieses Land zu besiedeln oder zu kultivieren. Es blieb stets ein Stück karger Wüste.
      Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die ersten Juden aus Europa ins Land zurückkehrten, wurde damit begonnen, dieses Land zu bearbeiten. Diese frühen Pioniere legten Sumpfland trocken, machten Ödland urbar, forsteten die kahlen Hänge auf, gründeten Industrien und errichteten Städte und Dörfer. Und in der Folge entstanden Arbeitsplätze, die dann diejenigen Araber aus den Nachbarländern anzog, die sich heute als „Palästinser“ bezeichnen.
      Wer, wenn nicht die Juden haben somit bewiesen, daß sie dieses Land „verdienen“? Jahrhundertelanges dahin vegetieren ist kein Verdienst. Und wie bereits gezeigt, waren es immer andere Faulpelze, die durch das Land zogen und nichts damit anzufangen wussten.
      Die Juden haben also nicht nur den historischen Anspruch auf dieses Land. Sie haben auch den moralischen Anspruch durch ihren Fleiß, der das Land erst richtig bewohnbar gemacht hat, als auch den rechtlichen Anspruch, da die Jewish Agency ganze Landstriche von den arabischen Grundbesitzern aufgekauft hat. Ergo: Sie haben es sich „verdient“!
      Und allen Antisemiten, die das Gegenteil behaupten zitiere ich den Götz … (war das nun sachlich genug?) 😉

      • Ja, war es. 🙂
        Es geht mir in Sachen Sachlichkeit auch nicht um diesen „netten“ Menschen, der den Müll verzapft hat, sondern um die Leser, die sich das eventuell zu Herzen nehmen könnten. Wenn wir dann unsachlich werden, könnten die auf die Idee kommen, dass der Typ recht hat. Deshalb sollten wir solchen Lügen immer mit kühlen Fakten begegnen. Danke dir!

  5. Sachlich bleiben bei diesem antisemitischen Müll?

    Allein das schon zeigt, der Typ hat keine Ahnung aber davon zumindest eine Menge:

    „Dieser rassistisch-religiöse Anspruch der „Juden“ als „auserwähltes Volk“ seit 2.700 Jahren führt die von einer zu den anderen Katastrophen.“

    Der übliche Schwachsinn der Antisemiten. Auf die Lügen über Israel musss man gar nicht eingehen, die sprechen für sich, respektive für die Verdrehung historischer Tatsachen.

    Und die Palästinenser werden ausgerottet? Komisch, das deren Bevölkerung dann immer mehr wird.

    Ein verkappter Shoaleugner ist die Witzfigur auch noch.

    Nein, auf dieses Mumpitz muss man sachlich eingehen.
    Der Kerl bestätigt Adorno: Der Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.

      • Ja, ja, meine ich ja. Diese absurde These („rassistisch-religiöse Anspruch“) vertreten in der Regel ignorante Dummköpfe und vor allem Antisemiten. Es heißt einfach die, dass wir auserwählt wurden die Mitzwot einzuhalten.
        Aber anstatt sich zu informieren, was es genau bedeutet, wird rassistischer und antisemitischer Müll geredet. Das passt ja viel besser ins Klischee und ihr Judenhass findet auch noch eine, in ihren verquerten Weltanschauung, „logische“ Erklärung.
        Wie Adorno schon richtig feststellte: Der Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.

  6. Liebe Leser,
    zunächst bedanke ich mich bei allen, die meine Kontroverse gelesen haben und reagiert.

    Nun muss ich voraus schicken, dass in Sachen Semantik die Meinungen sind, wie bei vielen Anhänger der political correctness stark beeinflusst:

    1. „Anti-Semitismus“ Vorwurf. Was ist nun ein „Anti-Semitismus“? Zu Deutsch sollte es richtig verstanden als „Semitenfeindlichkeit“. Und wer sind diese „Semiten“? Das sind 5 % der Juden und 95 % Araber. Also ganz korrekt dann in Deutsch „Anti-Semitismus“ bedeute: Araber- und Judenfeindlichkeit. Was ist aber unter dem politischen Begriff „Anti-Semitismus“ gemeint – das ist Hass gegen den Juden, Volkshetzerei, Holocaustleugnung, Rassismus, und das ganze Komplex der Rechtfertigung der repressiven Maßnahmen gegen den Menschen, die an den Holocaustmythos nicht glauben wollen oder können. Ganz brisant dabei ist die Geschichte des Einstehens des Begriffes „Anti-Semitismus“ selbst. Der Schöpfer des Begriffes deutscher Publizist Wilhelm Marr (1819-1904), der sich als „Antisemit“ erklärt aus den Gründen seiner Auseinadersetzungen mit den jüdischen Sozialisten und brach mit ihnen und begann sein Hass gegen den jüdischen Sozialisten zu verbreiten gründete sog. „Antisemitenliga“ und in seinem Kampfblatt „Die neue deutsche Wacht“ versuchte „Europa von Juden zu retten“. Mit seinem Werk „Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum“ (1879 ) verkündete er ein Kampf gegen die wachsende Hegemonie der zionistischen Juden und prophezeite künftige Konflikte. Sein Seitensprung zu den Anarchisten sorgte dafür, dass bis Ende des 2. Weltkrieges von ihm ausgedachten Begriff wurde in Vergessenheit geraten. Doch 1947 einem britischen Journalisten, der für New York Times schrieb wurde den Begriff reanimiert und mit Begeisterung von jüdischen Intellektuellen salonfähig gemacht. Der versteckte Inhalt des Begriffes (Mehrheit der nichtjüdischstammenden „Semiten“) hat langsam und insbesondere nach im 1979 plötzlich aufgetauchten „Holocaust“-Begriff als Reaktion auf Solschenizyns Werk „Archipel Gulag“ hat eine neue Bedeutung bekommen um das Leben des totalitäres System von jüdischen Bolschewiki in der nicht mehr existierenden „UdSSR“ zu verlängern. „Anti-Semitismus“ wurde zu „politische Waffe“ (Prof. Norman G. Finkelstein, 2001) und verhalf den jüngsten Begriff „Holocaust“ zu einer der wirksamsten politischen Keule und zu einer Art der Religion wie Israeli Joav Sapir meint zu entwickeln.

    2. Die zweitwichtigste Sache dabei ist die dass man versucht hier so allgemein mit den Begriff „Rassismus“ zu umgehen. Es gibt keine rassistische Nationen, sondern Anhängen des Rassismus bzw. „Judenfeindlichkeit“. Deswegen spreche ich nicht von den Juden allgemein, sondern über solche Bürger Israels und sonstigen heimatlosen, die sich überall „Juden“ nennen, obwohl sie Bürger jeweiligen Nationalstaaten sind. Was natürlich wäre auch für den Juden, die aus verschiedenen Gründen nicht unbedingt in Nationalstaat Israel leben wollen oder können, dass sie sich nicht als Fürsprecher des Israel sich präsentieren, sondern als „gläubigen Juden“ oder wie einst bei uns Ignaz Bibis vorgeschlagen hat: „Bürger der jüdischen Glaube“. Dennoch Zentralrat der Juden in Deutschland (trotz der Versprechen von Charlotte Knobloch in ihrem Gespräch mit Siegmund Gottlieb (Oktober 2007)- darin S. Gottlieb vorgeschlagen dass ZRJ nenne sich als „Zentralrat der Deutschen Juden“ (dann wäre nicht nötig Zusatz „in Deutschland“ gewesen und keine Irritationen aufgelöst, die bis heute als permanenten Rotentuch bei den Nicht-Linken in Deutschland wirkt). Was der Siegfried Gottlieb nicht erwähnt hat, tue ich das: schauen Sie mal wie Artikel 3 unseres Grundgesetzes die Rechtlage manifestiert.

    FAZIT: Wenn jemand die Gründen hat mich als „Judenhasser“ zu nennen, dann bitte ich Sie nicht politisch-korrekten Ausdruck „Anti-Semit“, sondern normalen Deutsch zu benutzen. Sie können mich auch anzeigen, wie auch anderen das tun. Nur wir haben ein juristisches Problem, solange ich, wie manchen von Ihnen „generalisieren“ oder mir in Mund schieben, was ich nicht gesagt bzw. geschrieben habe, wird die Anzeige zurückgewiesen.

    Das Problem über welche ich hier berichte ist wächst momentan langsam zum Skandal. Ein russischer Schriftsteller Nikolai Gogol hat mal ein Roman unter dem Titel „Die tote Seelen“ geschrieben – so ein Klassiker und genau darüber ist die Rede und mit dem „Anti-Semitismus“ hat das nicht zu tun. Es geht dabei um eine triviale Arithmetik, die auch minderjährige Kinder beherrschen. Die Liebe zu den Juden oder auch zu Deutschen, kann auch politisch sein, aber darf doch nicht Arithmetik politisieren.

    • Den habe ich nur freigeschaltet, weil der Herr sich weiter als derart faktenresistente Nuss erweist, dass es sich eigentlich schon wieder lohnt, an seinem Beispiel die Menschheit über Propagandahetzer aufzuklären.
      Lest und staunt: Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war der Begriff Antisemit in Vergessenheit geraten!
      Es gibt keinen Unsinn, der NICHT zur Hetze gegen die Juden verwendet würde.
      Wenigstens gibt er zu, dass er ein Judenhasser ist. Dumm wie Bohnenstroh ist er offensichtlich trotzdem.

      • „Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war der Begriff Antisemit in Vergessenheit geraten!“
        Er meint damit wohl, daß wenn sein Freund Adolf erfolgreich gewesen wäre, hätte es keinen mehr gegeben, gegen den sich der Hass dieser Herrenmenschen hätte richten können. Aber, das wäre auch kein Problem gewesen, denn das System war für solche „Notfälle“ bestens gerüstet. Wenn eine Gruppe sich selbst dazu auserwählt, darüber zu entscheiden, welcher Mensch höherwertig und welcher niederwertig ist, dann sollte es wohl nicht schwer fallen, die Kriterien beliebig zu ändern. Juden, Zigeuner, körperlich und geistig Behinderte, Homosexuelle, Bluter, Brillenträger, Links- oder Rechtshänder … der Willkür ist keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, die Herrenmenschen stehen über den anderen.
        Dann kann nach Herzenslust gemordet werden, bis zum Schluß nur noch die „Elite“ übrig ist … und diese sich bei konsequenter Befolgung der Regeln auch noch gegenseitig ausrottet.
        Ich glaube, daß es nicht nötig ist, diesem Herrn hier ein weiteres Podium zur Verbreitung seines Abraums zu geben. Nach dem Zitieren von Marr und Finkelstein kann das Niveau doch kaum noch viel tiefer sinken.
        Da kann man nur entgegnen: „Hasta la vista, Baby!“

  7. Und dass es auch keine deutschen Juden in Deutschland gibt, hat er auch noch nicht mitbekommen und natürlich will uns mal wieder nach Naziart jemand erzählen, wie wir uns zu definieren haben.
    Nur, guter Herr: Die Rassengesetze von Nürnberg ist lange vorbei, falls Ihnen das nach über 70 Jahren entgangen sein sollte. 😀

    Und das übliche aus der Ecke:

    Semiten gibt es nicht, lieber Herr. Semitisch bezeichnet nur eine Sprachfamilie, keine Gruppe von Menschen und erst recht keine „Rasse“.

    Möllemann lässt grüßen.

    Und Antisemitismus gibt es nicht, ne, ne. Alles eine jüdische Erfindung alá die „Weisen von Zion“.

    Und bitte geben Sie anderen und Juden nicht auch noch peinlichen Nachhilfeunterricht oder was Sie darunter verstehen. Soviel Beschränktheit auf einmal sollten Sie Ihresgleichen zukommen lassen.

    „Die können mich auch anzeigen, wie auch anderen das tun.“

    Kein Wunder, dass andere das schon getan haben. 😀

    Und Tschüss!!

    „Den habe ich nur freigeschaltet, weil der Herr sich weiter als derart faktenresistente Nuss erweist…“

    Das haben Antisemiten ähh Judenhasser so an sich.
    Von seinem beschränkten Intellekt schweigen wir besser.

    • Wenn’s nicht so grausig mörderisch ernst wäre, würde ich mich über solche Typen köstlich amüsieren. „Juden“ gibt es nicht, außer in Israel, weil sie sonst Bürger anderer Nationen sind? In diesen sind sie nur „Bürger jüdischen Glaubens“ – so offenbart sich der Rassist. Völkische Definitionen gelten und die Religion gilt höchstens als Alibi. Welch schöne Welt sich manche zurechtbasteln können!

      • Er reduziert das Judentum auf eine reine Religion, dass es auch und vor allem eine Volkzugehörigkeit ist, sprechen uns Antisemiten immer ab.

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