Stoff für’s Hirn

Knallchargen-Alarm:
Juliane Wetzel auf der ZfA-Konferenz zur Gleichsetzung Antisemitismus und „Islamophobie“ bzw. im Tagesspiegel vom 9.12.08: Der “islamisierte Antisemitismus” unter Muslimen habe sich erst in jüngster Zeit “aufgrund von Erfahrungen im Einwanderungsland” entwickelt. Dieser stelle eine Reaktion auf die soziale und ökonomische Ausgrenzung der Muslime hierzulande dar. Wunderbar! Hat nichts mit dem Koran zu tun und die arabisch-muslimischen Hetz-Karikaturen und –Predigten und –Schulstunden gibt es alle nicht. Herzlichen Glückwunsch!
(Da die gesamte Truppe dieser Konferenz und der Einrichtung das mitträgt, sind sie allesamt ebenfalls den Knallcharten zuzurechnen.)
Die übrigen Redner der ZfA-Konferenz wollen nicht weniger irre sein als Wetzel; Marc Grimm berichtet ausführlich über die Inhalte der Knalltüten-Veranstaltung.
Michael Eisenhauer, Generaldirektor der staatlichen Museen in Berlin und Präsident des Deutschen Museumsbundes. Der jongliert mit dem Begriff des Besitzes, damit das gestohlene und arisierte Eigentum von Juden nicht an deren Erben als rechtmäßige Eigentümer übergeben wird.
Readers Edition: Tobias Blanken hat dort einen Artikel entdeckt, durch den dann doch endlich die Juden die Verantwortung am Holocaust hatten.
Mohammed El-Baradei, der nicht gerade ehrliche und schon gar nicht ehrenwerte Chef der IAEA. Die ganz miese Gesinnung dieses Heuchlers wird in einem Interview mit der WELT deutlich – allerdings erst durch das Fisking durch Mr. Moe in der Zeitung für Schland.
Die Eheleute Heath und Deborah Campbell aus News Jersey: Sie haben ihren Sohn „Adolf Hitler Campbell“ genannt – und erwarten, dass sie damit keine Probleme haben. Jetzt beschweren sie sich heftig, dass eine Konditorei ihnen keinen Geburtstagskuchen für den kleinen Adolf Hitler verkaufen wollen, der den Namen des Geburtstagskindes trägt. Eine Tochter heißt übrigens „JoyceLynn Aryan Nation Campbell“, die andere ist nach Heinrich Himmler benannt; Zuhause haben sie Hakenkreuz-Dekoration. Aber sie sind keine schlimmen Leute und leiden unter der Diskriminierung. Und überhaupt: Was können die Kinder denn dafür, dass andere Leute an ihren Namen Anstoß nehmen! Außerdem sind das nur Namen! (Es gibt tatsächlich Gelegenheiten, wo ich die deutsche Bürokratie gut finde, die Vorgaben hat, welche Namensgebung zulässig ist und wo nicht – ich kann’s nicht fassen, dass ich das mal von mir geben würde!)
– “vonhaeften“ von israel-network: Nach ihm bzw. den von ihm geposteten „Argumenten“ ist die jüdische Beschneidung von Jungen im Alter von 8 Tagen gleichzusetzen mit weiblicher Genitalverstümmelung. Und dann noch gleich diejenigen, die nichts gegen die jüdische Beschneidung haben als Anhänger eines grauenhaften Brauchs und religiöse Eiferer zu bezeichnen, ist nun nicht gerade Argument, sondern einfach nur Pöbelei. Nicht einleuchtend auch, warum ein seit über 3 Jahrtausenden problemlos durchgeführter Eingriff auf einmal falsch sein soll. Keine Ahnung, was den Kerl geritten hat – sonst schreibt er ziemlich gute Sachen.
Karsten Kühntopp, öffentlich-rechtlicher Vordenker mit Hang zu Feinden, die die Feinde der Terroristen sind. Ach, wie gerne wäre er offenbar der Schuhwerfer von Bagdad gewesen!
Wiam Wahhab, ehemaliger libanesischer Minister (und pro-Syrien): Die saudische Königsfamilie ist ursprünglich jüdisch und steckt hinter den Terroranschlägen von Mumbai.
Posener setzt auf letzte Woche einen drauf, wenn auch bei einem anderen Thema. Wer schreibt: Ohne auf Teheran zu warten, schreiten derweil Evangelikale in Deutschland zur Tat, der setzt die Terror-Mullahs mit evangelikalen Christen gleich. Ich bin gespannt, wann Posener im Namen des Gottes der Bibel abgemurkst wird. Natürlich nicht alleine, sondern samt seiner kompletten Umgebung und zwar von einem Selbstmord-Bomber oder durch Steinigung. (Dass der SPIEGEL die verhetzende Vorlage liefert, ist völlig normal, da wundert einen schon lange nichts mehr. Das kommentiert man eher süffisant, so wo Poseners Achse-Kollege Bernd Zeller.)

Alibi-Juden (Serie bei Beer7): Shlomo Sand (Shlomo Zand), Jeff Halper, Shraga Elam, Uri Davis, Anat Saragosti, Avraham Burg

Nicht ganz sicher bin ich mir, ob ich diese Leseempfehlung nicht doch auch unter die Knallchargen-Rubrik hätte stecken sollen: Steven Soderberghs Film „Che“ wurde in New York gedreht. Der Stadt, die der berühmteste Revoluzzerkopf der Textilgeschichte nur zu gerne mit Atomwaffen beschossen hätte. Das Machwerk ist offenbar unglaublich langweilig, jedenfalls im zweiten Teil – und die pure Sympathie-Propaganda für einen Terroristen, Schönfärbung der Geschichte, so weit sie nicht vollkommen falsch hingebogen wurde.

Ganz „unsachlich“, aber vollkommen richtig kommentiert Paul13 von No Blood for Sauerkraut ein SPIEGEL-Stück aus dem Tollhaus.

Die Apartheid in Südafrika war verbrecherisch. Darin sind wir uns sicher alle einig. Die angebliche Apartheid in Israel wird von PalArabern, Muslimen, Gutmenschen und sonstigen Israelhassern ständig als ein Grund für den nicht vorhandenen Frieden im Nahen Osten angeführt. Und sonst? Sonst ist sie völlig in Ordnung und wünschenswert, sagt ein der Sprecher des Islamic Council of Western Australia! (Link in Englisch)

Eine Frage Henryk M. Broders an Frau Amirpur. Köstlich!

Beer7 wundert sich: Ein Wettrüsten der anderen Art für den Libanon.

Die Irren von der ZfA rechtfertigen sich – und produzieren immer größeren Unsinn, wie Leonard Zelig erklärt.
Clemens Heni legt nach und zieht Prof. Wolfgang Benz seine akademische Glaubwürdigkeit endgültig aus.

Elder of Ziyon hat seine jährliche Preisverleihung, die „Splodie Awards“ (Explodieren-und-sterben-Preise) der besten „Arbeitsunfälle“ und selbst zugefügten Tode des Jahres auflistet. Wer genug Englisch kann: hier lesen. Man kann auch von den „intelligentesten“ versehentlichen Sterbegängen reden (die Gänsefüßchen sind dabei von Bedeutung).

Die Lösung des Problems der Überbevölkerung ist nahe: Lasst Frauen Didgeridoo spielen!

Diese Partei ist ja sooo sympathisch!

DAS sollte man den Quasseltüten wirklich mal sagen!

Die Rede von Geert Wilders in Jerusalem steht ins Deutsche übersetzt bei PI.

Etwas „verdrängte“ Geschichte gefällig? Bislang war sie eher unter den Teppich gekehrt worden, inzwischen versucht man sie wegzuerklären: die durchweg positive Sicht der Nazidiktatur im arabischen Raum. Der SWR hat eine Radio-Dokumentation gesendet, die er erfreulicherweise auch ins Internet gestellt hat – als Audiodatei (MP3) genauso wie als Transkript.

Ach, die „Waffenruhe“ – trotz dieser Monate dauernden „Ruhe“ sind im Jahr 2008 mehr Raketen (und Mörser) aus dem Gazastreifen nach Israel verschossen worden als 2007. Welche Waffenruhe?

Die Erben von Seys-Inquart“ titelt Die Achse des Guten zu einem verlinkten (englischsprachigen) Artikel in der Jerusalem Post, in dem Dr. Manfred Gerstenfeld von der JCPA über aktuelle norwegische Verirrungen in Sachen Naher Osten berichtet. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass Opfer Nazideutschlands heute zu dessen heftigsten Nachäffern werden, wenn es um Israel geht.

Sollten auch Sie Freude am Leid anderer Menschen haben, solange Sie das unstillbare Bedürfnis verspüren, die Schuld daran dem jüdischen Staat zuzuweisen statt den wirklich Verantwortlichen, dann ist dieser Kalender genau das Richtige für Sie. Denn dieser Kalender erzählt nicht die tatsächlichen Probleme, sondern die eingebildeten. Nachzulesen bei Spirit of Entebbe.

Den BILDblog kennen wir und seinen Betreiber können wir meist nur mit Kopfschütteln ertragen. Jetzt hat sich jemand des SPIEGELs angenommen und das scheint seriöser zu sein. Der SPIEGELblog beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Wissenschaftsteil der „BILD-Zeitung für Intellektuelle“ (dort nicht so genannt). Schade eigentlich, die politischen Kampagnen mit Unwahrheiten und großen Auslassungen würden sich auch lohnen. Aber vielleicht macht das ja bald jemand anderes.

Kommentare zum „Ende“ des „Waffenstillstands“: Lila, Claudio Casula.

PC in selbstverständlicher und völliger Übertreibung: Der Geburtstag von Jesus ist Religionsimperialismus im Kindergarten.

Den Unterschied zwischen Antisemitismus und „Islamophobie“ beschreibt Klaus Faber in der WELT – das sollten sich alle Terroristen-Versteher und Multikulti-Traumtänzer zu Gemüte führen und sich einmal kritisch selbst unter die Lupe nehmen.

Auf den Nahost-Infos steht eine Übersetzung von Hugh Fitzgeralds „Jihad against Israel“.

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2 Gedanken zu “Stoff für’s Hirn

  1. Meinst Du mit PC „political correct“?

    Böss schreibt schon manchmal etwas seltsam und mit der Religion hat er’s wirklich nicht. Aber sonst schon interessant, oder?

  2. Ja, meine ich.
    Zumindest in diesem Fall hat er aber kein Problem mit der Religion, sondern mit dem Umgang der Mutter mit derselben – oder habe ich das was falsch verstanden?

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