Gegossenes Blei, 6. Tag

Das könnte man als Versucht bezeichnen, privat den Konflikt zu internationalisieren: Ein PalAraber in Dänemark schoss auf Israelis an einem AHAVA-Verkaufsstand in einem Einkaufszentrum. Zum Glück gab es nur zwei Verletzte. Maan „berichtete“ übrigens: Palästinenser eröffnen das Feuer auf israelische Soldaten in Dänemark.

YouTube zensiert weiter: Ein Video, das zeigte, wie Terroristen Gradraketen abfeuern wollen und (am Ende des Clips) von der IDF voller böser Vorurteile für immer daran gehindert wurden, war das am meisten gesehene Video. Es wurde inzwischen entfernt.

So viel zu den „selbst gebastelten Raketen“ (besseren Feuerwerkskörper): Die Grad-Raketen, die gestern in Beer Sheva einschlugen, wurden in China produziert.

Den dritten Tag in Folge „steht eine Bodenoffensive kurz bevor“. (n-tv, Nachrichten von 10 Uhr). Bin ja mal gespannt, wann die tatsächlich kommt und wie oft wir das kurze Bevorstehen noch vorgesetzt bekommen.

Ein BBC-Reporter steht in Rafah (auf der ägyptischen Seite) und „berichtet“. Der arme Kerl ist völlig platt: Da ist ja noch ein Tunnel. Oh, da ist noch einer. Und da drüben ist auch noch einer. Das sind ja ganz schön viele Tunnel! (BBC-Nachrichten 11.05 Uhr)

Man höre und staune: SkyNews sendet den von Überwachungskameras aufgezeichneten Einschlag einer Grad-Rakete; darin läuft ein Mann weg, um Deckung zu finden und die Rakete explodiert ziemlich genau da, wo der Mann nur Sekunden vorher noch stand. (Nachrichten, 11.20 Uhr MEZ)

Auf SkyNews werden (Nachrichten 12.15 Uhr MEZ) die neuesten Opferzahlen verkündet. Die Zahl der zivilen Opfer erhöhte sich laut UN-Angaben um ca. das Zweieinhalbfache der Erhöhung der Todesopfer insgesamt. Genauer gesagt: Die israelischen Luftangriffe kosteten ca. 20 Personen das Leben, die Zahl der „zivilen Opfer“ erhöhte sich über Nacht von ca. 60 auf „über 100“. Das muss eine neue Algebra sein…

Man kann ja richtig staunen: Neben den USA hat auch Großbritannien einen Resolutionsentwurf für den UNO-Sicherheitsrat blockiert, der Israel verurteilen sollte, ohne die Hamas überhaupt auch nur zu erwähnen. (Newsletter von TheMediaLine, 01.01.09)

Was für eine Ohrfeige für die Qualitätsmedien, wenn ausgerechnet ein Boulevardblatt als so ziemlich einziges sich dazu hergibt die Probleme mit dem Gazastreifen offen und richtig zubenennen!

Ein weiteres Beispiel dafür, wer die Versorgung von Verletzten verhindert – von der Qualitätspresse schön außen vorgelassen: Die Hamas-Beamten verlangen einen bürokratischen Aufwand für die Freigabe der Patienten, dass die Leute effektiv praktisch keine Chance haben zur Versorgung nach Israel zu kommen. Also ein ähnliches Bild wie in Rafah: Die Hamas will Opfer zeigen können, um die Welt gegen Israel aufzustacheln. (Und die lässt sich nur allzu gerne durch solche Scharaden blenden.)

Die Medien stürzen sich so gerne darauf, dass die Hamas immer noch Raketen verschießt und versuchen das als „Argument“ gegen den Erfolg der israelischen Schläge zu verwenden. Ihnen scheint nicht aufzufallen, das Israel mit viel weniger Raketen beschossen wird als vor der israelischen Offensive – und als von allen Seiten, einschließlich Israel, erwartet wurde. Eine der erreichten Leistungen der letzten Tage war, dass man schätzungsweise zwei Drittel der Raketenwerfer zerstört hat. Was aber auch heißt, dass das restliche Drittel noch genutzt werden kann. (Der Link zur Info ist mir verloren gegangen.)

Die von den deutschen und europäischen Medien so sehr hervorgehobenen „Proteste“ der „arabischen Straße“ scheinen nicht ganz so eindeutig die Meinung „der Straße“ wiederzugeben, wie uns weis gemacht wird – zumindest in Ägypten, wo 30.000 Menschen die Beerdigung eines von der Hamas gezielt erschossenen Grenzers wahrnahmen, gegen die Gaza-Terroristen zu demonstrieren.

Wie tolerant und nuanciert die muslimischen Proteste gegen den Vernichtungskrieg gegen die PalAraber des Gazastreifens sind, machte sich in Antwerpen bemerkbar. Dort musste das jüdische Viertel massiv von Polizei geschützt werden, weil die Demonstranten immer wieder gewalttätig gegen die dortigen israelischen Soldaten zionistischen Besatzer Juden vorgehen wollten.

In Teheran werden auch völlig legitime zionistische U-Boote angegriffen: die jordanische Botschaft, die britische Botschaft, Molotow-Cocktails auf saudische Büros, die ägyptische Vertretung erhielt ein 48-Stunden-Ultimatum – und das Benetton-Geschäft bekam feurigen Besuch! Denn Benetton gehört schließlich zum zionistischen Netzwerk!

Mehr als eine Million Israelis sind inzwischen durch Raketen bedroht…“ (tagesschau, 20 Uhr). Waren sie das vorher nicht? Nur, weil die Terroristen damit noch nicht geschossen hatten? Seltsame Logik. Die tagesschau scheint davon auszugehen, dass der Besitz von und die Androhung der Beschießung mit weit reichenden Raketen keine Bedrohung darstellt, sondern erst der tatsächliche Einsatz.

Tolle „humanitäre Katastrophe“: Die Welthungerhilfe der UNO hat die IDF kontaktier, sie brauche erstmal keine Lebensmittel mehr zu schicken, die Lager sind voll und es reicht für die nächsten zwei Wochen aus. Das konnte man heute auf BBC erfahren (staun!), die die Sprecherin des Verteidigungsministeriums interviewte; es steht auch in der Jerusalem Post. Aber der deutsche Michel, der soll das nicht erfahren. Jedenfalls nicht aus den Qualitätsmedien. Für die gilt nur eins: Hungersnot im Gazastreifen! So, wie es die UNRWA behauptet, die dabei aber nur allzu gerne verschweigt, dass jeder Transport über die Grenze von den Terroristen mit Mörsern empfangen wurde – was am Sonntag einen Israeli das Leben kostete. ((In irgendeinem deutschen Qualitätssender war sogar trotz der Hungersnot im Hintergrund ein Laden zu sehen, der schön gefüllt war.)
Ach ja: Die UNRWA ist die Organisation, die es schon vor dem Krieg ablehnte „ihre“ Flüchtlingslager zu versorgen – weil in ihren Lagern zwar Reis, Öl zum Kochen und anderes vorhanden war, aber kein Mehl!

Missbilligende Töne im deutschen Fernseh-Wald: Die Luftwaffe hat es gewagt einen hohen Hamas-Funktionär zu töten, Nizar Rayan. Und „seine Frau und Kinder“. Sagen die Deutschen. Was ihnen wieder nicht gesagt wird: Eine von seinen vier Ehefrauen. Oder zwei von vier. Oder alle vier? Wie auch immer, der Kerl wusste jedenfalls, dass die Israelis sein haus bombardieren würden. Und er versuchte seine Familie als menschlichen Schutzschild zu missbrauchen, statt sie in Sicherheit zu bringen. Diesen Aspekt, den wollen unsere Medien allerdings nun gar nicht wahr haben.

Israel schickte 40 LKWs mit humanitärer Hilfe in den Gazastreifen, darunter Blutkonserven und Medikamente aus Jordanien.“ Was wundert an dieser Meldung? Die MSM-Konsumenten wahrscheinlich, dass Israel Hilfe schickt. Informierte Menschen fragen sich: Warum sind Blutkonserven aus Jordanien nötig? Ganz einfach: Jüdisches Blut wird von den Leuten im Gazastreifen abgelehnt. Es ist zu untermenschlich, zu dreckig – jüdisch eben.

Die sehr unvollständigen Lesetipps:

Drei dumme Fragen der ZEIT knackig beantwortet von Paul13 auf No Blood for Sauerkraut.

Die ganzen Schmierfinken, die so gerne über Israel und besonders sein Militär herziehen, werden nicht begreifen wollen, was Lila ihnen an Grundsätzlichem über die Israel und seine ZAHAL zu sagen hat. Alle anderen sollten sich das dringend gründlichst durchlesen.

Nach dem Ernsten noch was Leichteres.

Es soll mit der Hamas und den übrigen PalArabern schön geredet werden. Dann wird schon alles in Ordnung kommen. So die wundervoll traumztänzerischen Empfehlungen auch einer ganzen Reihe linker Israelis. Die sollten sich vielleicht mal damit auseinandersetzen, wie die „palästinensische“ Reaktion aussieht. Sendungsbewusstsein hat ein wenig gestöbert und die typische moderate Reaktionen gefunden. Ach, was sind die „ermutigend“!

2 Gedanken zu “Gegossenes Blei, 6. Tag

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