Zitate

Dass die “Spirale der Gewalt” eine Erfindung ist, hat sich noch nicht bis Steinmeier rumgesprochen, der sogar meint, in einer Spirale könnte man versinken. Na ja, im Eifer des Gefechts geraten die Metaphern einem manchmal ins Surreale.
Lila, Letters from Rungholt, 28.12.08 über Frank-Walter Steinmeiers Auslassungen zum Gaza-Krieg.

Habt ihr jemals bemerkt, dass er einzige Staat der Welt, der jemals der unverhältnismäßigen Antwort auf gewalttätige Angriffe seiner Feinde schuldig ist, Israel ist?
Frage von Robert Spencer an die EU-Leute, die kritisierte, was sie als unverhältnismäßigen Gebrauch von Gewalt bezeichnete. Jihad Watch, 28.12.08

Der Krieg im Gazastreifen ist auch eine Folge des politischen Versagens der Nahost-Vermittler, die den Palästinensern seit 1992 keinerlei Zugeständnisse abverlangt haben.
Tobias Kaufmann, Kölner Stadt-Anzeiger, 28.12.08

Über was bitte soll mit jemandem gesprochen werden, dessen Minimalforderung deine Vernichtung ist?
Gideon Böss, Der Fuchsbau, 28.12.08 über die Möglichkeiten und Forderungen an Israel mit der Hamas etwas zu vereinbaren.

Wie kann jemand ohne unter Drogen zu stehen von sich behaupten er sei ein israelkritischer Antifaschist und die Hamas mit Widerstandskämpfern während des zweiten Weltkrieges vergleichen?
Zircumflex, 29.12.08

Palästinensischer „Weihnachtsmann“, der bei einer Demonstration gegen den Grenzzaun Steine auf israelische Polizisten wirft.
Diana West, 28.12.08 zu diesem Foto.

Wenn Christen Muslime töten, dann ist das ein Kreuzzug. Wenn Juden Muslime töten, dann ist das Mord. Und wenn Muslime Muslime töten, dann redet man darüber wie über’s Wetter. Niemand kümmert sich ernsthaft darum.
Dan Gillerman, Juli 2008, zitiert bei Jihad Watch.

Wenn jemand Raketen in mein Haus schicken würde, wo meine beiden Töchter nachts schlafen, dann würde ich alles tun, um das zu stoppen und würde von Israel erwarten dasselbe zu tun.
Barack Obama im Juli 2008, zitiert vom Wall Street Journal, 29.12.08. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das in seiner Nahost-Politik auswirken wird. Zur Zeit herrscht nur großes Schweigen.

Warum hat Israel die Islamische Universität beschossen?
Es lag an den Aktivitäten außerhalb des Lehrplans.

HonestReporing Media BackSpin, 29.12.08

Würde Israel den Gazastreifen kontrollieren und wäre nicht 2005 abgezogen, dann bräuchte es wohl kaum die dort regierende Hamas aus der Luft bombardieren oder die Grenzübergänge zu blockieren.
Thomas von den Osten-Sacken, WadiNet-blog, 30.12.08 über die argumentativen Fehlgriffe von „medico“.

Während das Rote Kreuz geschäftig Israel angeschrien hat die armen Gazaner zu verschonen – hat irgendjemand mal gefragt, ob sie sich je dazu aufrafften Zugang zum entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit zu verlangen – wenigstens einmal?
David Bogner, zitiert von Lila, Letters from Rungholt, 29.12.08

Nichts ist klarer als die Strategie der Hamas. Sie lässt Israel die Wahl zwischen Raketen und den Medien und die Hamas findet, dass eine Situation ist in der „Wir gewinnen oder ihr verliert“.
Barry Rubin, GLORIA Center, 29.12.08

Die Taktik der Hamas steht außerhalb jedes Völkerrechtes.
Clemens Wergin, WELT debatte, 29.12.08 – das sollte man mal jedem ein paar Stunden um die Ohren hauen, der meint er müsse Israel Kriegsverbrechen vorwerfen.

All das Reden von „Einbinden“ und „Respekt“ ist kaum mehr als die Angst davor sich den „muslimischen Zorn“ zuzuziehen, der zu „Provokationen und Störungen auf unseren öffentlichen Stränden“ führen würde.
Raymond Ibrahim, Dhimmi Watch, 30.12.08 über den Beschluss in Australien „Oben-Ohne“ zu verbieten.

Sie wollen sagen, dass „eine der mächtigsten Armeen der Welt“ Gaza Tage lang bombardiert hat, massive Luftangriffe flog, Hunderte von Bomben warf und dabei in etwa 50 Zivilisten im „am dichtesten bevölkerten Ort der Erde“ getötet hat?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten: A) Die israelische Armee zielt nicht auf Zivilisten oder B) israelische Piloten sind zu doof zu treffen. Wir tendieren zu Möglichkeit A.

Yigal Walt, YNetNews.com, 30.12.08

Terroristen schießen Raketen auf Israel, Israel reagiert darauf mit Militärschlägen und deshalb schießen die Terroristen auf Israel –  wen vermag eine solche Argumentation nicht zu überzeugen? Es ist wie mit dem Regen und dem Regenschirm: Es regnet, man spannt den Regenschirm auf, und deswegen fängt es dann an zu regnen! Wer kann da schon Ursache und Wirkung auseinanderhalten? Ein weiteres Beispiel: Klein-Thorsten hat Aua am Knie und klebt daher ein Pflaster drauf Dies führt wiederum dazu, dass Klein-Thorsten Aua am Knie hat. Böses Pflaster, böser Regenschirm, böses Israel!
Mr. Moe, Zeitung für Schland, 31.12.08 über die Verlogenheit von Thorsten Schmitz und der Süddeutsche Zeitung.

Die Al-Aksa-Terroristen von gestern haben ihre Waffen niedergelegt und sind heute Mitglieder regulärer palästinensischer Sicherheitskräfte.
Thorsten Schmitz, Süddeutsche Zeitung. Dieser Schwachkopf enthält seinen Lesern vor, dass die „Al-Aksa-Terroristen von gestern“ nun überhaupt nicht aufgehört haben Juden morden zu wollen.

Ohne gleich einen “Sachbezug” zu antisemitisch-antizionistischer Propaganda herzustellen, die den Juden die Schuld an allem zuteilt, was ihnen zustößt, könnte man an dieser Stelle auch kurz innehalten und überlegen, woher “die Ausgehungerten und Verzweifelten” das Geld und die Materialien für den Bau von Raketen haben, wenn es ihnen doch am Allernötigsten mangelt. Wer es aber schafft, “dicht besiedelsten” zu schreiben, der hat nicht nur eine Faible für falsche Fehler, der bringt es auch fertig, “als Pazifistin den Abschuss von Raketen” abzulehnen, zugleich aber größtes Verständnis für die Motive der Kanoniere zu zeigen. Wie steigert man übrigens Pazifistin? Tochter, Hausfrau, Evelyn.
Henryk M. Broder über Die Tochter, die sich mal wieder nicht enthalten konnte ihr geistlos verlogenes Gesabbere in die Presse zu bringen. Die Achse des Guten, 30.12.08

Hören die Palästinenser zu kämpfen auf, bekommen sie ihren Staat.
Hören die Israelis zu kämpfen auf, verlieren sie ihren Staat.

Aron Sperber, Kommentar auf No Blood for Sauerkraut, 31.12.208; Eine Variation eines altbekannten Spruchs, allerdings mit einem Fehler: Die Israelis würden viel mehr als ihren Staat verlieren!

Wie protestiert man gegen Gewalt gegen Zivilbevölkerung? Indem man Zivilisten angreift, natürlich.
Islam in Europe, 31.12.08 über islamische Logik.

Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, das ganze mal umzudrehen und mit folgendem Satz aufzumachen:
„Mangels internationalem Druck setzt die Hamas ihre Raketen- Angriffe auf Israel, unvermindert fort.“

Leserbriefschreiber bei honestly-concerned (Mailing vom 31.12.08)

Da sich nun pax christi erneut offen zu seiner Priorität im Nahen Osten bekennt, bleibt zu hoffen, dass die Muslime in der  PLO und in der Hamas ohne Störungen von israelischer oder jüdischer Seite ihr heiliges Werk bald vollenden können, indem sie alle Christen aus ihrem Machtbereich vertreiben.
Leserkommentar bei honestly-concerned (Mailing vom 31.12.08)

Unverhältnismäßig ist das, was ihr sagt, wenn Terroristen und ihre Medien-Apologeten Worte wie „Amateur“ und „nagen“ (unter die Haut gehen) benutzen um zu beschreiben, was sei tun. Was sie tun ist Mord. Und verhältnismäßig ist das, was man tut, um sie aufzuhalten. Alles, was man tut, um Terroristen aufzuhalten, ist verhältnismäßig.
The View from Ramot, 02.01.09

2006, da hat es einen Wahlsieger gegeben, der Wahlsieger ist von der internationalen Gemeinschaft, von Israel, von Europa, von den vereinigten Staaten nicht akzeptiert worden, und das war der Beginn einer Radikalisierung.
Dr. Udo Steinbach, früher Orientinstitut, Geblockte Wurst, 01.01.09 – wundert man sich dann noch, dass der Typ die deutsche Oberknalltüte der Terror-Befürwortung ist?

Ihre Strategie spricht eine andere Sprache: Sie baut darauf, dass Israel moralische Standards einhält, die die Hamas selbst systematisch missachtet.
Clemens Wergin, DIE WELT, 02.01.09 über die Hamas und den entscheidenden Unterschied zu Israel, der aber im Westen immer negiert wird.

Verhältnismäßigkeit wird nicht anhand des Ergebnisses gemessen, sondern anhand der Absicht.
Maor Shani, Spirit of Entebbe, 02.01.09

Mancher sagt, die Hamas schere sich nicht um die eigene Bevölkerung. Die Beweise legen weit Schlimmeres nahe: Sie streben aktiv danach, dass ihr eigenes Volk Opfern zu beklagen hat.
Richard Landes, The Augean Stables, 03.01.09. Wer das noch nicht versteht, kann es deutlicher haben:
Die Hamas will die Krise; sie will, dass Zivilisten dramatisch in heruntergekommenen Krankenhäusern sterben.

Wenn du jede Siedlung im Gazastreifen abgerissen hast, jeden IDF-Soldaten abgezogen, alle 8.000 „Hindernisse für den Frieden“ entfernt und den gesamten Gazastreifen den Palästinensern übergeben hast, damit sie ihre Bereitschaft zeigen können „Seite an Seite in Frieden und Sicherheit“ zu leben – und die Raketen zunehmen und Jahr um Jahr weiter fallen und der „Waffenstillstand“ sich nur als Reduzierung der Zahl der abgeschossenen Raketen erweist, während Nachschub mit Raketen mit größerer Reichweite ergänzt wird und der „Waffenstillstand“ dann nicht „erneuert“ wird, obwohl Israel bereit ist ihn fortzusetzen, und innerhalb einer Woche hunderte Raketen nach Israel geschickt werden, dann, denke ich, kann man mit Sicherheit sagen, dass die „diplomatische Lösung“ als erste versucht wurde.
IsraPundit, 02.01.09

Wie kommt es, dass Leute, die sich über unverhältnismäßige Antworten aufregen, niemals protestieren, wenn Israel ein paar Hundert palästinensische Gefangene für die Leichen von ein oder zwei israelischen Soldaten eintauschen?
Jonah Goldberg, NRO, 02.01.09

Und ich dachte immer, dass die Situation in Gaza so schlimm ist, dass man gar keine andere Wahl hat als tagtäglich Raketen auf Kindergärten in Sderot zu schicken.
Gesinnungstankstelle, 03.01.09 als Kommentar auf die von der putzigen Ulrike zitierte Ute im Gazastreifen, die meinte: „Wenn kein Krieg ist, kann man hier gut leben.“

Auch das ist typisch für dies Art Antisemiten, pardon Antizionisten: Sie benutzen den pal.-isr. Konflikt als Rationalisierung ihrer Ressentiments, hören dabei aber nie zu, was die angeblichen Objekte ihrer Fürsorge sagen.
Beer7, 03.01.09 über Alibijuden/jüdische Antisemiten, pardon: Antizonisten.

Mohammed al-Zarb sagte, dass die Israelis irgendwie zu wissen schienen, welche Tunnel kommerziell waren und welche von der Hamas betrieben wurden und dass sie ihre Bombardierung sehr ausgesucht zu betrieben schienen. „Wenn jemand einen Tunnel für Chipsy hat, scheint das in Ordnung zu sein“, sagte er. „Wenn einer von der Hamas einen Tunnel für Waffen hat, bombardieren sie ihn.“
Steven Erlanger, International Herald Tribune, 03.01.09.

Der schnellste Weg einen Krieg zu beenden, ist der, ihn zu verlieren.
George Orwell, zitiert von Gudrun Eussner, Weisheiten, 03.01.09 und Caroline Glick, Jerusalem Post, 02.01.09

Andere Nationen, die auf dem Schlachtfeld siegreich waren, diktieren Friedensbedingungen. Aber wenn Israel siegt, muss es um Frieden bitten.
Eric Hoffer, 1968, zitiert in DIE WELT, 29.12.08

Das ermüdet den Leser? Dann stelle er sich vor, wie UNS das ermüdet.
Lila, Letters from Rungholt, 04.01.09 zu ihrer kleinen Zusammenstellung der Ereignisse, „was in den letzten Jahren hier los war“.

Am schlimmsten ist die moralische Umkehrung, bei der die mörderische Opferung unschuldiger Israelis ignoriert wird, während ihre Mörder als “Zivilisten” hingestellt werden, wenn sie endlich von den Israelis getötet werden – die demonstrativ Vorsicht walten lassen, um wo immer möglich zivile Verluste zu vermeiden.
Melanie Phillips, 04.01.09

5 Gedanken zu “Zitate

  1. Wie wäre es den mit dem Zitat:

    „The more Qassam (rocket) fire intensifies and the rockets reach a longer range, they (the Palestinians) will bring upon themselves a bigger holocaust because we will use all our might to defend ourselves,“ Vilnai told Army Radio.

    http://www.reuters.com/article/featuredCrisis/idUSL296121231

    Aber das wird sicher wieder zensiert.
    Bloss keine alternativen Gedankengänge aufkommen lassen im Gedankenghetto.

  2. Ach, wo ist das zensiert? Das Zitat stammt aus dem Februar und ist reichlich diskutiert worden. Das von Vilnai benutzt Wort bedeutete „Katastrophe“, da es nicht wie „Die Shoa“ benutzt wurde.
    Es spricht für die „Intelligenz“ und die Böswilligkeit des Kommentators Onek, dass er Geschichten in einer Art aufwärmt und Zusatzbehauptungen aufstellt, die abseits der Wahrheit liegen.

  3. Ich liebe Leute, die nicht selbst recherchieren…

    Lizas Welt hatte ausführlich geschrieben und dabei auch genug Quellen angeführt, die nicht gerade als israelfreundlich gelten (z.B. SPON):
    http://www.lizaswelt.net/2008/03/deutsches-shoa-business.html

    Wussten Sie übrigens, dass gleichzeitig der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas davon schwafelte, was im Gazastreifen passiere sei „schlimmer als ein Holocaust“ – ohne zu erwähnen, dass die Israelis sich (auch damals) gegen massiven Raketenbeschuss wehrten? (He added that “what was happening was more than a holocaust” – http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/ct_020308e.htm – In diesem Text wird in Anmerkung 6 noch einmal ausdrücklich auf die Art der Verwendung der Begriffs „Shoa“ hin.)

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