Knallchargen

Joschka Fischer: „Der Teilungsbeschluss der Vereinten Nationen von 1947, der das ehemalige britische Mandatsgebiet Palästina zwischen den beiden Völkern aufteilte, wurde und wird bis heute – mal von der einen, dann wieder von der anderen Seite – immer noch nicht akzeptiert.“ So viel ich weiß, wird der Teilungsbeschluss nur von einer Seite immer noch nicht akzeptiert, nämlich der arabischen. Wer etwas anderes behauptet, ist entweder ein böswilliger Lügner oder ein dämlicher Ignorant.

Ben Bredshaw, britischer Gesundheitsminister: „Ich fürchte, die BBC muss sich gelegentlich den israelischen Behörden widersetzen“, meinte er anlässlich der Weigerung des Senders einen Spendenaufruf von Hilfsorganisationen für antiisraelische Hetze zu senden. „Gelegentlich“ „widersetzen“ ist hier so ungefähr so, als würde man von einem Arzt sagen, er würde „gelegentlich“ einen Patienten behandeln…

Dhimmi Jimmy Carter, mal wieder (das Interview ist reichlich rumgereicht worden, auch als YouTube-Video): “Hamas hat die Waffenstillstands-Vereinbarung, die ich für den letzten 19. Juni ausgearbeitet hatte, sehr sorgfältig eingehalten. Fünf Monate lang wurden keine Raketen auf Israel gefeuert, bis Israel die Region Gaza am 4. November angriff.“ Entweder der Schwachkopf lebt in einem anderen Universum oder die Raketen, Mörser und Schusswaffen-Angriffe der Terroristen aus dem Gazastreifen sind alles Einbildung – mal abgesehen von dem Grund für das 200m tiefe israelische Eindringen in den Gazastreifen zur Sprengung eines neuen Tunnels. Überhaupt: Könnte Herr Carter vielleicht mal etwas über die unverhältnismäßige Antwort der Terroristen auf diese Aktion sagen? Ach, das kommt ihm nicht in den Sinn, denn dann müsste er ja Kritik an Antisemiten üben!

Steven Friedman, Alibi-Jude aus Südafrika, politischer Analyst: „Die wirkliche Menschenrechtsfrage ist, dass Israel zerstört, was die einzige demokratisch gewählte Regierung im Nahen Osten mit Ausnahme des Libanon sein dürfte“. Das heißt ja wohl, dass er der Meinung ist, die israelische Regierung sei nicht demokratisch gewählt. Er stellt die Wirklichkeit auf den Kopf (gut, das machen die Israelhasser und -lügner/-verleumder natürlich immer). Der eigentliche Hammer kommt aber noch: Mit dieser ungeheuerlichen Äußerung kritisiert er, dass das South African Jewish Board of Deputies sich über die antisemitische Äußerung der stellvertretenden Außenministerin Hajaig aufregt, die der Meinung ist die Juden sollten alle in die Gaskammern gehen! (Hajaig nehme ich nicht als Knallcharge – die ist eine kriminelle Antisemitin, die weggesperrt gehört.)

Sahra Wagenknecht, Ellen Brombacher, Thomas Hecker, Jürgen Herold, Friedrich Rabe – also die kommunistische Plattform der Partei Die Linke. Diese Spinnertruppe behauptet, der Krieg gegen die Terroristen im Gazastreifen sei nicht nur völlig ohne Rücksicht auf Zivilisten geführt worden (es fehlt nur die Behauptung, das sei ein munteres Scheibenschießen auf Zivilisten gewesen), sondern auch völlig ungerechtfertigt und vor allem: Es ging gar nicht um Israels Sicherheit, sondern um die Wahl am 10. Februar! Ehud Barak „will sich den Sieg im Wahlkampf durch einen pseudomilitärischen Pyrrhussieg auf Kosten aller Palästinenser im Gaza-Streifen sichern. Dafür wird Blut vergossen.“ Ach ja, der konnte ja auch alleine entscheiden, es waren weder Olmert noch Livni oder sonst irgendwer an der Entscheidung beteiligt. Na, ihr Volltrottel müsst es ja wissen!

Mohammed el-Baradei (IAEA-Chef): “Es hat, offen gesagt, eine Menge beleidigender Äußerungen seitens des Iran gegeben, obwohl, so wie ich es verstehe, will der Iran eine Einstaaten-Lösung [für den israelisch-palästinensischen Konflikt] – nicht, wie es in den Medien berichtet wurde, dass Israel von der Landkarte gewischt werden soll.“ Was für Halluzinate nimmt der Kerl?

Dieter Kosslick, Intendant der Berlinale ihm (und damit über ihn) schreibt in einem offenen Brief der Club Iranischer und Europäischer Filmemacher: „Seit Jahren hat sich die Berlinale unter Ihrer Leitung, Herr Kosslick, durch auffallende Nähe und Verbundenheit zu den offiziellen Regierungsstellen im Iran hervorgetan. Damit unterstützen Sie eine Form des Kulturaustauschs, der eine wichtige Legitimation dieses Terrorregimes darstellt. Den Menschen im Iran ist dadurch nicht geholfen. Im Gegenteil: Unter dem Deckmantel eines „kulturellen Dialogs“ wird ein Regime hofiert, das die Islamisierungspolitik im Iran und weltweit aggressiv vorantreibt und alle nicht-islamischen Elemente der persischen Kultur und Zivilisation, sowie im Iran lebende ethnische Minderheiten, Kulturen und Religionen immer weiter zurückdrängt und vernichtet.“ Kosslick ist verantwortlich dafür, „dass die Berlinale dem iranischen Regime seit Jahren als Bühne für seine Propaganda dient“.

Samantha Power, ab sofort hochrangige Direktorin für multilaterale Beziehungen im National Security Council der Regierung Obama – sie ist nicht nur dafür alle Hilfen für Israel auf der Stelle einzustellen. Sie vertritt auch die Meinung, dass eine amerikanische „Mammut-Streitmacht“ in Israel angelandet werden sollte, um die Palästinenser vor den Völkermordbestrebungen der Israelis zu schützen. Darüber hinaus verkündete sie, dass Kritik an Obama allzu oft auf das hinauslief, was „gut für die Juden“ sei. Wenn die Ernennung dieser Frau ein Hinweis auf Obamas Nahost-Politik ist (und anders kann sie nicht gesehen werden), dann kann das nichts Gutes bedeuten.

Darf man das überhaupt wirklich? Ihn hier anführen? Ich „wage“ es (hahahaha): Barack Hussein Obama! Offenbart in seinem Interview mit einem arabischen Fernsehsender. Der Typ glaubt offenbar wirklich, dass der muslimische Hass mit Aufklärung darüber zu mildern ist, dass die USA keine koloniale Vergangenheit habe. Was für’n Stuss – sie haben natürlich eine! Sie waren Kolonien; sie hatten sich Puerto Rico und die Philippinen unter den Nagel gerissen und Kuba hatten sie bis Castro eigentlich auch in der Tasche. Keine koloniale Vergangenheit? Na ja, nicht im Nahen Osten. Nutzt den Amis aber auch nichts. Außerdem waren die Araber im heutigen Saudi-Arabien auch nie kolonisiert (aber wer weiß das schon?).
Es kommt aber noch besser: Er will „denselben Respekt und dieselbe Partnerschaft“ „wiederherstellen“, die „Amerika mit der muslimischen Welt vor 20, 30 Jahren hatte“. Aha, damals war alles gut, dazwischen war alles schlecht? (Was wohl Billyboy dazu sagt?) In den letzten 20 Jahren hat Amerika fünfmal seine Soldaten für Muslime aufmarschieren lassen: in Bosnien, dem Kosovo, Kuwait, Afghanistan und dem Irak. Dazu wurden seine Soldaten beim Versuch den Menschen (Muslimen) in Somalia zu helfen getötet. Da gibt es nichts, das man schlechtmachen müsste. Und vor 30 Jahren? Die US-Botschaft in Teheran wurde gestürmt, die Botschaftsangehörigen mehr als ein Jahr gefangen gehalten; noch etwas davor gab es ein arabisches Öl-Embargo, das die Welt in eine Rezession stürzte, auch die USA; beim Versuch den Menschen im Libanon zu helfen, wurden mehrere Hundert US-Marines ermordet. Sind das die Zustände, die er wiederherstellen will?
Der übrige Blödsinn, von wegen dass der Islam und Muslime jetzt endlich respektiert würden (als wenn das bisher nicht gemacht worden wäre), damit also die USA bisher das Reich des Bösen waren und mit ihm nicht mehr sein werden, verstärkt nur den Eindruck, dass der Mann keine Ahnung von nichts hat.
„Mein Job“, sagt Obama, „ist es dem amerikanischen Volk zu kommunizieren, dass die muslimische Welt voller außergewöhnlicher Menschen ist, die einfach nur ihre Leben leben und ihre Kinder ein besseres Leben leben sehen wollen.“ Der Satz alleine würde ausreichen, dass ich ihn hier als Knallcharge eintrage. Diesen „Job“ haben Bush und Rice auch bereits versehen, mithin stellt er eine Beleidigung der Regierung Bush (na ja, nichts Neues) wie auch der Amerikaner dar. Und vorrangig dürfte sein Job ja wohl daraus bestehen sein Land zu schützen und die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. (Und das mit Steuererhöhungen und dem unterwürfigen Hofieren von Tyrannen gelingen zu lassen, wäre ein Kunststück sondergleichen.)

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Ein Gedanke zu “Knallchargen

  1. Schön ist auch El Baradeis Antwort auf den Hinweis, dass eine Einstaatenlösung auf Grund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Palästinenser nichts anderes als das Ende des jüdischen Staates bedeuten würde: „I’m not taking sides on that. . . .“
    So viel dazu…

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