Die “Stürmung” des Josephsgrabs

ElderofZiyon, 23. Februar 2009

Immer wieder mal sammeln sich Juden in Israel, um am Josephsgrab in Nablus/Schechem zu beten.

Nach den Oslo-Vereinbarungen sollte das Josephsgrab unter israelischer Kontrolle bleiben, aber die IDF zog sich 2000 zurück, als es geplündert und abgefackelt wurde. Seitdem ist es wieder aufgebaut worden.

Wegen der Gefahren einer Reise dorthin müssen diejenigen, die die heilige Stätte besuchen wollen, das unter bewaffnetem Schutz tun. Also bricht etwa einmal im Monat eine Gruppe Juden dorthin auf, in der Regel mitten in der Nacht, um zu beten – begleitet von IDF-Soldaten.

Unvermeidbar wird dieser Besuch in den arabischen Medien so berichtet:

Palästinensische Sicherheitsquellen berichteten Montag, dass Dutzende israelischer Siedler, unterstützt von der Armee, das Josephsgrab in der Nähe des Balata-Flüchtlingslagers östlich von Nablus stürmten.

Augenzeugen sagten dem Korrespondenten von Ma’an in Nablus, dass die Siedler, die in die Gegend kamen, am späten Sonntag gegen Mitternacht von israelischen Soldaten unterstützt wurden. Die Siedler betraten das Grab, wie berichtet, unter dem Vorwand dort religiöse Rituale abhalten zu wollen.

Die Zeugen fügten hinzu, dass eine Anzahl israelischer Militärfahrzeuge die Busse begleiteten, mit denen die Siedler in der Gegend ankamen und zwei Stunden warteten, bis diese ihre Rituale beendete.

Das Bild einer gewalttätigen Besetzung einer angeblich muslimischen heiligen Stätte, mit der Begleitung dem impliziten Abtun ihrer Bedeutung für die Juden, sagt ziemlich genau, was man über die Ehrlichkeit der palästinensisch-arabischen Medien wissen muss.

Ma’an benutzt dieselben Begrifflichkeiten für Juden, die den Tempelberg besuchen.