Was halten Sie von dem Slogan “Keine Araber = kein Terror”?

Der Spruch ist nicht schön. Er kann vielleicht auch von Rassisten missbraucht werden. Aber es steckt wohl doch eine Menge Frust und Wahrheit darin. Und die Erklärung zu einem noch nicht existenten Aufkleber ist die von Plaut, nicht die von mir. Ich denke mir, dass dieser Text vor allem ein Anlass für Diskussion sein sollte. (Unter Diskussion verstehe ich nicht, dass hier rumgepöbelt wird.)

Stephen Plaut, IsraPundit, 25. Februar 2009

Die freie Meinungsäußerung in Israel hat gerade eine weitere Niederlage einstecken müssen. Die „Linke-zuerst-Ergänzung“, nach der antiisraelischen Linken und Arabern der Schutz ihrer freien Meinungsäußerung für alles zusteht, was sie sagen; das aber für sonst niemanden gilt, hat diese Woche ein Comeback gefeiert. Das israelische duale Gerichtssystem hat ebenfalls zurückgeschlagen.

Neria Ofan wurde diese Woche von einem Jerusalemer Magistratsgericht wegen Rassismus verurteilt. Er wurde wegen eines Aufklebers auf seinem Auto verurteilt. Das ist kein Ulk. Es ist wirklich passiert.

Ofans Verbrechen? Der in der Westbank lebende Ofan hatte einen Aufkleber auf seinem Auto, auf dem man lesen kann: „Wo keine Araber sind, ist kein Terror.“ Das, gab Richterin Shulamit Dotan im Fatwa-Stil aus, ist Rassismus.

Ein weiterer Jude wurde vor sechs Monaten gleichermaßen verurteilt, weil er ein T-Shirt trug, auf dem derselbe Spruch stand.

Was stellt im post-demokratischen Israel eigentlich NICHT Rassismus oder Hetze dar? Arabische Studenten, die „Tod den Juden“ skandieren, sind es nicht. Banner der PLO und der Hamas zu schwenken, ist es nicht. Wir wissen, dass lediglich dazu aufzurufen, dass die Juden ausgerottet werden und dass Israel ausgelöscht wird, es ebenfalls nicht ist.

Der Oberste Gerichtshof entschied erst kurz vor den letzten Wahlen, dass zwei arabischen Parteien, deren Programm die Auslöschung Israels fordert, die Teilnahme an den Wahlen und Sitze im israelischen Parlament erlaubt werden sollten. Wir wissen, dass Holocaust-Revisionismus geschützte freie Meinungsäußerung ist – zumindest ist es das, was eine arabischer Richterin an einem Gericht in Nazaretz in einem ihrer bekannteren Urteilssprüche schrieb. Wir wissen, dass terroristische Mörder jüdischer Kinder anzufeuern nicht rassistisch ist. Immerhin gibt es reihenweise linke Fakultätsmitglieder an israelischen Universitäten, die DAS ständig tun.

Dotan gehörte zu den Richtern, die bereits einmal Mosche Feiglin wegen „Volksverhetzung“ „verurteilt“ hatten, weil er in den 1990-ern mit einer Gruppe Demonstranten gegen Oslo eine Straßenkreuzung blockiert hatte. Verkehr an Kreuzungen wegen andere Dinge zu blockieren, so wegen der Forderungen der Histadrut oder wenn Studenten geringere Studiengebühren haben wollen, ist demokratisch und erlaubt. Zu Dotans berüchtigteren einseitigen Taten gehörte dies: Sie war die vorsitzende Richterin in einem Verfahren zur Anklage des ehemaligen Präsidenten Mosche Katsav, dem sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vorgeworfen wurden. Nur, dass es immer mehr so aussieht, als wäre Katsav unschuldig und die Staatsanwälte gerade vorschlagen, dass der Fall abgewiesen wird (s. http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3654005,00.html). Es scheint so, dass Richterin Shulamit Dogan Beratungen darüber abhält, dass die Strafe Katsav erteilt wird, noch bevor sein Verfahren begonnen hat! Sehen Sie hier: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3554711,00.html

Was den Spruch „Wo keine Araber sind, ist kein Terror“ angeht, so befindet er sich sehr nahe daran eine empirisch belegbare Äußerung zu sein, obwohl man, glaube ich, hier und da Terror an Orten finden kann, wo es keine Araber gibt, wie Sri Lanka. Aber Rassismus? Ich dneken, wenn das Gericht dem Fahrer vorgeworfen hätte eine geringe empirische Übertreibung begangen zu haben, sähe es vielleicht besser aus.

Es stellt sich heraus, dass der Spruch und Auto-Aufkleber anfangs die Erfindung des Betreibers eines Gästehauses auf den Golanhöhen war, der sie während der Intifadagewalt des Jahres 2000 in Galiläa ausgab. Er sollte sagen, dass Galiläa unsicher, aber der Golan, auf dem es fast keine Araber gab, sicher ist; also Leute, kommt zum Wochenende hoch.

Der Aufkleber wurde dann von anderen aufgegriffen, die vielleicht andere Pläne hatten.

Persönlich bevorzuge ich Autoaufkleber, auf denen steht: „Wo es keine Linken gibt, gibt es keinen Hochverrat“ und ich bin bereit dafür ins Gefängnis zu gehen, dass ich einen auf meinem Auto kleben habe, wenn irgendjemand ihn druckt und ihn mir schickt.

5 Gedanken zu “Was halten Sie von dem Slogan “Keine Araber = kein Terror”?

  1. Zu hoffen ist, dass sich Solches unter Bibi ändert und man gegebenenfalls auch solche Richter abberuft.
    Mir ist es unverständlich, wenn Recht mit Füßen getreten und Unrecht zu Recht wird. Juden sollten wenigstens im eigenen Land sagen können, was sie wollen. Der Uri darfs doch auch – geschützt durch das demokratische System. Aber der stellt nicht die Mehrheit dar.

  2. Scheint im Grossen und Ganzen zu stimmen, bemerkenswert wenn so etwas abgeurteilt wird in Israel.

  3. Was mir da noch einfällt, wie stehts mit „Ohne Islam kein Terror!“, das ginge doch in Israel, oder? Oder ist bspw. der Hamas-, Hizbullah- und Mullahterror offizielle unsislamisch wie in England?

  4. ohne Araber, kein Terror. Sind Sie blöd oder denk ich so gerade?
    Das sei die größste frecheit, dass ich je gehört habe.
    Ich habe es satt das Araber als böse und Israel als gute darsteht.
    DIE ZEITUNGEN UND TV-SENDUNGEN IN EUROPA SIND IN JÜDISCHER BESITZ,
    DESWEGEN KOMMT DIE WARHEIT NIE ANS LICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Jeden tag sterben unzählige Palästinenser wie Tiere abgeschlachtet!!!
    Die JUDEN haben es geschaft,dass Araber denken Hitler sei ein Held.
    Und man sagt: Juden wollen Frieden.Jeder der so denkt sei bescheuert.
    Die Juden seien voller Hass und die meisten denken schon,da bin ich mir sicher,jeder der kein Jude sei muss getöttet werden.

  5. Ist doch immer wieder erstaunlich, wer sich so als Antisemit outet.

    Ich hatte oben extra geschrieben, dass hier Diskussion stattfinden soll. Noch einen Pöbelbeitrag werde ich nicht freischalten.

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