Galloways antiisraelische Lustreise

Die Gutmenschen sterben nicht aus und sie müssen über ihre so genannten Leistungen prahlen ohne Ende, insbesondere dann, wenn ihre „Hilfe“ nur ein Bruchteil dessen sind, was andere schicken. Selbstgerechtigkeit ist ein weiteres Merkmal ihrer Aktionen – sie können keinesfalls zugeben, dass andere zu recht etwas gegen sie haben. Dass sie eher Katastrophen sind als tatsächliche Hilfe, kommt ihnen nicht in den Sinn.

Auf diese Weise hat schon die Truppe der „Free Gaza“-Terrorschiffer einen Haufen Schulden und jede Menge falscher PR angehäuft, ohne dass es Menschen im Gazastreifen auch nur einen Deut besser geht. Aber sie bilden sich ein sie hätten Israel geschädigt – und darum ging es. Nichts Produktives. Ausschließlich Destruktives. Und das war’s dann. Tolle Leistung.

Der Knallkopf George Galloway hat sich jetzt auch aufgemacht Gaza zu „helfen“. Sein Trupp war allerdings nur einer von dreien, die am letzten Freitag in einer Art Zusammenlauf der Idioten die ägyptische Seite von Rafah heimsuchten, um in den Gazastreifen einzureisen (und von den Ägyptern zurückgeschickt zu werden). Der eine Trupp besteht aus 10 Amerikanern, 14 Briten, 19 Italienern, zwei Franzosen und einer Person aus der Schweiz, die seit Donnerstagabend vor dem Übergang campen. Es sind Ärzte, Sozialarbeiter und Filmemacher (!). Einer der Truppe meinte zu den vergeblichen Querungsversuchen: „Die ägyptischen Behörden sagen uns, dass sie genug medizinische Versorgung in Gaza haben, aber das haben wir anders gehört. Das ist typisch für das, was die USA und Israel in verschiedenen Gegenden gemacht haben, es ist ethnische Säuberung. Wozu dient eine Mauer? Das ist kollektive Bestrafung.“

So sind sie halt, die Superhelfer. Die Ägypter lassen sie nicht in den Gazastreifen, aber die USA und Israel werden niedergemacht.

Der zweite Trupp besteht aus 60 Amerikanern, angeführt von Code-Pink-Irren; die wollten 2.000 Geschenkkörbe in den Streifen bringen. Die Delegation soll von der UNRWA eingeladen sein. Der Truppe gehören auch die Eltern von Rachel Corrie an, die weiterhin nicht wahr haben wollen, dass ihre durchgeknallte Tochter keinem von ihr selbst verschuldeten Unfall zum Opfer fiel.

Und dann ist da George Galloway. Er kam mit seinem Konvoy Donnerstag aus Libyen nach Ägypten – aber eigentlich spielen diese Leute nach eigenen Angaben „Lebensband von Großbritannien nach Gaza“ und fuhren mit 110 LKWs als „Viva Palästina“ ursprünglich in London ab. Als wäre das nicht günstiger möglich. Aber was tut man nicht alles, um bei Ghaddafi noch ein bisschen Propaganda und 100 weitere LKWs mitzunehmen. Und dann hat man natürlich das Problem, dass die Ägypter einen nicht nach Gaza lassen – aber daran ist keinesfalls Ägypten wirklich schuld, sondern Israel, das die armen Ägypter unter Druck setzt.

Die Galloway ist die interessanteste Gruppe der drei Trupps Friedensstifter-Helfer. „Viva Palästina“ gibt sich nicht zufrieden mit der Abweisung an der Grenze zum Gazastreifen, sondern beweist ihre Friedfertigkeit durch körperliche Auseinandersetzungen mit den ägyptischen Beamten: Als Einzelpersonen sollen sie in den Gazastreifen gelassen werden, aber ans Konvoi müssen sie mit Israel koordiniert werden. Das lassen sich die selbstherrlichen Terrorfreunde nicht gefallen, fahren Samstag ins 45 km entfernte El-Arish und legen sich dort mit der Polizei an. Zwei Verletzte „Aktivisten“ sind zu beklagen.

Was wollen diese Leute? Wollen sie helfen? Warum dann nicht durch Koordination mit Israel? Nein, es geht ihnen nicht um die Palästinenser und ihre Probleme. Es geht ihnen nur um ihr antiisraelisches Posieren. Die Menschen im Gazastreifen gehen ihnen am Arsch vorbei.

Die Behörden haben Galloway gesagt, dass die Medikamente über Rafah hinein können; die restlichen Waren sollen über Israel laufen. Indem sie das nicht zulassen wollen, zeigen die Moonbats um Judenhasser-Politiker, dass die Leute im Gazastreifen offenbar gar nicht die großen Lebensmittel-Probleme haben können. (Was ihnen natürlich nicht einleuchtet.)

Die Otto-Normal-Ägypter haben offenbar eine eigene Meinung von der Galloway-Truppe. In der Nacht wurde der Konvoi von Kindern mit Steinen beworfen, regelrecht eingedeckt; die LKWs wurden mit Schimpfwörtern und Anti-Hamas-Wahlsprüchen beschrieben. Man weiß offenbar, wer die Hamas ist und dass sie nicht unterstützt werden sollte. (Je näher man an ihr lebt, desto weniger mag sie offenbar.) Jetzt ist die Empörung groß. Dabei sind doch Steine werfende Kinder sonst immer DAS Symbol arabischer Rechtschaffenheit im Widerstand! Oder gilt da wieder zweierlei Maß und Recht – gegen Juden ist es gut, gegen Friedenshetzer ist es kriminell?

Galloway „erklärt“ wortreich, weshalb die „verzweifelt benötigte Hilfe“ auf keinen Fall nach Gaza darf: Erstens wegen dem Motto „einer für alle, alle für einen“ – sie seien zusammen von London gekommen, sie würden sich nicht trennen lassen. Die drei Musketiere sind also wichtiger als die Not im Gazastreifen; das werden sie dort sicherlich zu schätzen wissen. Zweitens dürfe man nicht den israelischen Forderungen nachgeben (die ja auch durch amerikanischen Einfluss bestehen), damit würde man zugeben, dass Israel die Kontrolle habe. Dass er direkt davor zugab, dass Ägypten die Grenze kontrolliert, fällt ihm nicht auf. Oder vielleicht doch ein wenig, denn er schiebt noch einen Grund hinterher: Drittens könne man keinen besonderen Gefallen von Israel akzeptieren (belagerter, abgeschnittener Gazastreifen, verhungernde Bevölkerung, blablabla…).

Galloways Stolz sind offensichtlich wichtiger als die Versorgung der Menschen im Gazastreifen mit Krankenwagen, einem Stromgenerator, Lebensmitteln und Medikamenten. Sein ganzes Gehabe atmet Selbstüberschätzung, Selbstgerechtigkeit und PR-Sucht. Er prahlt mit der Begrüßung durch die örtliche Bevölkerung sowie hunderten Schafen und Ziegen – und unterschlägt, wie sie ebenfalls mit Steinen und Anti-Hamas-Sprüchen auf den LKWs empfangen wurden. Er beschwert sich, dass die Meiden ihm nicht genügend Aufmerksamkeit widmen (mit der lobenswerten Ausnahme des Guardian, der den vermutlich einzigen Trotzkisten Ägyptens ausfindig machte, von dem der große George dann mit Unflätigkeiten gewürdigt wurde. „Das wäre Bono nicht passiert“, wettet er – aber Bono hätte seine Lieferung wohl liebend gerne über Israel geschickt, wenn sie dadurch im Gazastreifen ankommt.

Ein Fazit? Die Selbstdarsteller gehen nicht aus. Sie lassen lieber andere leiden, als auf ihren höchstpersönlichen Auftritt mit aller Rechthaberei und Großkotzigkeit zu verzichten – und vor allem ist ihnen wichtiger Israel zu schaden als anderen zu helfen. George Galloway befindet sich auf einer Lustreise. Er geilt sich an seiner selbst proklamierten Bedeutung auf. Alleine die Sprit- und Personalkosten für die Wochen dauernde LKW-Fahrt von London in den Sinai übersteigen jeden Nutzen, den sie der Bevölkerung des Gazastreifens mit ihrer Ladung bringen könnten. Und aus falschem Stolz, aus purer Engstirnigkeit die Hilfe dann nicht weiter zu bringen, widerspricht jeglicher Menschlichkeit, selbst wenn diese Waren nicht wirklich benötigt werden.

Und wie ging die ganze Sache nun aus? Galloway hat klein beigegeben. Nicht ohne sich zum Sieger zu erklären: Eine Vereinbarung wurde am späten Samstagnachmittag zwischen den ägyptischen Behörden und Galloway erzielt, nach der alle medizinische Hilfe und alle 500 Konvoi-Mitglieder Rafah passieren konnten, während nicht medizinische Hilfe wie Lebensmittel, Spielzeug und Kleidung von den „Viva Palästina“-LKWs abgeladen und vom Roten Halbmond umgepackt werden sollen, um dann über die Awja-Grenze in den Gazastreifen zu kommen, die von Israel kontrolliert wird. (War das nicht das absolute Tabu?)
Israel verlangt die besondere Verpackung der nicht medizinischen Güter, so dass die Laster in Arish geleert werden müssen, um die Waren in 1,20m breiten Holzkisten verpackt umzupacken und einzuwickeln… Israelische Sicherheitskräfte scannen sie dann auf der israelischen Seite der Awja-Grenze, bevor die Kisten nach Karam Abu Salem gebracht werden, um sie in den Gazastreifen zu liefern.

Also genau das – oder noch strenger als das – was Galloway noch am Samstag als völlig undenkbar zurückwies. Aber er ist der Sieger, weil sein Zeugs bei der Hamas angekommen ist.

4 Gedanken zu “Galloways antiisraelische Lustreise

  1. Folterstaat Libyen darf “Durban II”-Planungskomitee nicht vorstehen!

    http://www.politikstube.de/forum/blogs/haiduk/folterstaat_libyen_durban_ii_planungskomitee_vorstehen-191/

    Bitte nehmt diesen Mailtext und sendet ihn ebenfalls an die libysche Botschaft in Deutschland sowie an das Außenministerium.

    Von der Angst vor Folter zu reden und etwas dagegen zu tun ist auch dann ein Menschenrecht, wenn Staaten wie Libyen die UN Antifolterkonvention nicht ratifiziert haben. Allein schon der Versuch, das jemandem unter dem scheinheiligen Vorwand eines “Kampfes gegen den Rassismus“ verbieten zu wollen, tritt die Menschenwürde mit Füßen. Solange sie für Moslems, die an ihrem Glauben verzweifeln nicht gültig sind, haben die Menschenrechte keinen Wert.

  2. George Galloway arbeitet für PRESSTV, was von Iran ausstrahlt. Iran hat die ganze Aktion bezahlt und die Leute von PRESS TV sind überall dabei gewesen und zeigen die File jeden Tag in Fernsehen. Die Westen muss Iran stoppen.

  3. Recht vulgärer Artikel. „Judenhasser“ konnte natürlich auch nicht ausgelassen werden. Das zieht immer gut! Nicht vergessen.
    Warum fühlt sich der Autor denn iegentlich so auf den Schlips getreten, geht es darum das sich teile der Welt mit Menschen in Not solidarisieren und sich dafür nicht die Erlaubnis beim Staate Israel oder den USA einholen? Wird man dadurch automatisch zum Feind erklärt oder erklärt man dadurch automatisch die genannten Staaten zum Freind? Können die Herrscher er nicht ertagen wenn man sie ignoriert und das tut was man für richtig hält?
    Die Ignoranz und die Arroganz von einem Landmann derer, die diese Not in die Welt gerufen haben ist schon immer wieder erschreckend und gleichzeitig zu belächeln. Ähnliche gefühle wie beim lesen von „Mein Kampf“ kommen auf. Vulgäres einseitiges, selbstherrliches, tatsachenverdrehendes geseibere.

    • Für die ganz geblendeten:
      Judenhasser: Galloway hat sich oft genug als solcher erwiesen.
      Solidarisierung: Es geht nicht um die Solidarisierung, sondern darum, dass diese vorgeschoben ist; es geht darum, dass diese Israelhasser die Palästinenser als Mittel zum Zweck betrachten. Hilfe sieht anders aus. Hilfe kümmert sich um die Hilfeempfänger, nicht um den Weg zu ihnen, der auch noch pure Selbstdarstellung ist.
      „zum Feind erklärt“? Welche Länder denn?
      Dein letzter Absatz ist die pure Hetze. Aber was darüber steht, zeigt auch nur Ignoranz. Fakten-Argumente sind es jedenfalls nicht. „Diese Not in die Welt gebracht“ soll wohl heißen, die Deutschen (durch die Nazis und die Shoah) hätten die Not der so genannten Palästinenser verursacht? Bullshit. „Diese Not“ haben die Araber über ein 1964 erfundenes Volk gebracht, weil sie statt einer friedlichen Regelung nur eine Regelung wollten, nämlich den Völkermord an den Juden. Und als sie das nicht schafften, haben sie trotzdem weiter nur eine „Lösung“: Vernichtung des „zionistischen Gebildes“, bis heute.

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