Knallchargen

Charles W. („Chas“) Freeman – von Barack Hussein Obama zum Chef des National Intelligence Council ernannt – besteht darauf, dass für 9/11 die Amerikaner und die Israelis die Schuld tragen: „Wenn wir sie bombardieren, dann bomben sie eben zurück.“ Tja, der Spinner unterschlägt, dass Al-Qaida schon lange Anschläge gegen Amerikaner durchführte, bis die nach vielen Jahren 1998 erstmals „zurückschlugen“ (ein völliger Clinton-Fehlschlag, weil keine Al-Qaida-Leute getroffen wurden). Weder die Saudis noch die Jemeniten wurden von den USA angegriffen (das sind die beiden Staatsbürgerschaften, die Osama bin Laden besaß), auch nicht Ägypten (wo Ayman al-Zawahiri geboren wurde). Ach ja: Freeman war einmal der Ansicht, dass die Gewalt im übrigen Nahen Osten, insbesondere die Terrortätigkeit des Osama bin Laden nichts mit Israel zu tun hat. Seit die Saudis das anders darstellen, vertritt er die Meinung nicht mehr, sondern stellt Israel in den Fokus der Ursache für den Terror, den er nicht muslimisch zu nennen bereit ist. Der Mann ist ein Büttel des Hauses Saud. Er hat im Regierungsdienst nichts zu suchen. Zum Glück sieht es im Moment so aus, als würde er sein Amt direkt wieder verlassen.

Ilmar Reepalu, sozialdemokratischer Bürgermeister von Malmö – er unterstützt den Protest. Nicht den gegen die Krawallos und Randalierer, die den israelischen Tennisspielern am liebsten den Hals hätten umdrehen wollen, nein, Gott bewahre. Er unterstützt den Protest gegen die israelischen Tennisspieler, die die Dreistigkeit besitzen in Schweden auch tatsächlich anzutreten. Das Davis Cup-Spiel sei eine Provokation für die in Malmö lebenden Araber. Der Mob, konstatiert Broder, sitzt in Malmö auch im Rathaus. Wahrscheinlich toben sie dort weiter – die israelischen Tennisspieler hatten auch noch die Frechheit das Match zu gewinnen und die Schweden in die Qualifikation gegen den Abstieg aus der Weltgruppe zu schicken. Kommt davon.
Eine der besten und treffendsten Schlagzeilen fand sich übrigens bei Sportswire: Nazis und Linke gegen Davis Cup-Spiel Schweden-Israel.

Roger Cohen, „neuer“ Nahost-Kommentator der New York Times – er ist felsenfest überzeugt, dass die Hamas, trotz ihrer Charta (und aller Beweise, dass sie dieser weiter folgt) Frieden will, nur Israel sperrt sich und will um alles in der Welt den Palästinenserstaat verhindern. Er bezeichnet praktisch die Hamas-Führer als Lügner, weil die Israel vernichten wollen und das sagen; und er bezeichnet Israels Führer als Lügner, wenn die sagen, sie seien zu einer Zweistaaten-Lösung bereit. Und diese beiden Gruppen von Lügnern sollen also miteinander verhandeln. Was für einen hirnverbrannten Blödsinn sollen wir uns eigentlich noch als „Expertenmeinung“ gefallen lassen?

Verteidigungsminister Franz Josef Jung – er will Gespräche und Vereinbarungen mit „gemäßigten Taliban“ führen (lassen) (heute-Nachrichten, 10.03.09, 19.08 Uhr) Die Taliban selbst haben schon Obama in den Hintern getreten, machen jetzt dasselbe mit Jung, aber der will unbeirrt daran weiterarbeiten. Idiot! („Wer ernsthaft von “moderaten Taliban” spricht, hat entweder keine Ahnung, böse Absichten oder darf sich als Anführer der freien Welt bezeichnen.“ – Don Homer, Zeitung für Schland, 10.03.09)
Aber Jungs Jungs haben ja ohnehin ihre eigenen Probleme: Eine ganze Woche haben die deutsche Justiz und Politik gebraucht, um Piraten als Piraten anzuerkennen. Die sitzen jetzt in Mombasa im Knast. Mal sehen, was daraus wird. Eine Blamage für Deutschland ist das Hickhack allemal.
Dann legt Jung noch einen drauf: „Wir führen keinen Krieg und darum müssen wir auch keinen gewinnen.“ Aha. Hoffentlich sehen das die Taliban und die übrigen Terroristen genauso, dass wir keinen Krieg führen. Dass wir nicht gewinnen müssen, werden sie gerne hören.

Joe Biden – er hat die „moderaten Taliban“ gefunden. Woher die Zahlen stammen, sagt er nicht, aber nur 5% der Taliban sind „unkorrigierbar“ und 25% wissen nicht genau, wie sehr sie der Sache des Aufstands anhängen. Die übrigen 70% sind nur des Geldes wegen dabei. Die morden zwar, bespritzen Mädchen mit Säure, sprengen Heiligtümer, bringen täglich Ungläubige in die Hölle, aber alles nur, weil sie arm sind. Wir müssen ihnen nur einen Haufen Geld geben, dann lassen sie das ganz von alleine.

Heiko Flottau, Nahost-Journalist, Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung und die Baseler Zeitung – die Terroristen-Aussperranlage – zu 95% Zaun – ist „eine eiserne Mauer“ und die Israelis sind schuld, dass der Oslo-Prozess nicht funktioniert hat, der die Mauer erst gar nicht nötig hätte sein lassen. Ansonsten schwadroniert er von israelischem Tun – palästinensischer Terror kommt weder in seinem Wörterbuch noch in seiner Schilderung der Nahost-Verhältnisse vor. Was er natürlich mit jüdischen Antisemiten belegt.
Und Frau Billerbeck von DeutschlandRadio „Kultur“ – die geriert sich als noch extremistischere Stichwortgeberin und faselt etwas vom „historischen Palästina“. Papageien plappern Terroristenpropaganda auch nicht schlechter nach.

Günter Lerch, FAZBereits Ende der siebziger Jahre hatte der 1935 in Safed in Galiläa Geborene [Mahmud Abbas, Mr. Moe], […], dafür geworben, sich mit den Israelis zu arrangieren. Da träumten andere in der PLO noch von der Vernichtung Israels, wie es jetzt wieder radikale Islamisten (theoretisch) propagieren.
Wolfgang Günter Lerch in seiner Verklärung des “Palästinenserpräsidenten” Abbas. Wie eine “praktische” Propagierung des Judenmordes in Abgrenzung zur vermeintlich bloß “theoretischen” der Hamas & Co aussehen soll, verrät Lerch leider nicht. (Und vom Stufenplan der PLO hat er vermutlich auch noch nie gehört oder hält ihn für ebenso harmlos „theoretisch“ wie die Vernichtung Israels propagierenden radikalen Islamisten.)

Posener muss immer einen drauf setzen: Michael Miersch schreibt, dass es eigentlich langsam mal gut ist mit dem Thema, um das sich bei Posener und den anders Denkenden bei der Achse des Guten in letzter Zeit alles zu drehen scheint. Und dann kommt eine „Entschuldigung“, die auch nur als Angriff verstanden werden kann und keine Entschuldigung ist, sondern pure Giftspritzerei. Wenn der Typ sich da so missverstanden und ungeliebt fühlt, warum zieht er sich nicht zurück?

Manchmal treten die Knallchargen gerne in Massen auf. Besonders, wenn es um den Nahen Osten geht. Und so trat ein ganzer Stoßtrupp Antisemitismus auf und fordert die Kandidaten des EU-Parlaments auf für die „sofortige und bedingungslose Entfernung“ der Hamas von der Liste der Terrororganisationen einzutreten. Und wo findet sich diese Liste? Na klar, bei der „antiimperialista“. Die ganze Truppe wurde dann völlig zu recht auch als „Die Antisemitische Internationale“ genannt. Sie suchen sich immer die schlimmsten Mordbanden raus, wenn es gegen Israel geht. Dass diese nichts Produktives für die PalAraber unternehmen, sondern lediglich an der Vernichtung Israels arbeiten wollen, zeigt den Charakter auch ihrer Fans. Arschlöcher hoch drei.

Und immer wieder findet sich jemand, der die Knallchargen in Richtung üble Arschlöcher der Gegenwart verlassen, z.B. Noam Chomsky.

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