Zu Gaza wird immer noch gezählt

Yaakov Lozowick, 25. März 2009

Die IDF sammelt immer noch Informationen zu den Menschen, die sie im Gazastreifen getötet hat. Ihr Glaube rührt, dass eine sorgfältige Zusammenstellung verifizierbarer Fakten irgendjemandem umstimmen wird.

Bisher stammt fast die Hälfte der Namen der Toten von Hamas-Männern. Ein Viertel sind Zivilisten, 14 sind von der Hamas getötete Fatah-Männer. Der Rest – viele von ihnen mit Namen identifiziert – wird noch untersucht, offensichtlich sind die meisten junge Männer, die Hamaskämpfer sein können oder auch nicht.

Die IDF hat außerdem einige Hinweise, dass die Hamas-Liste der Opfer nicht ganz verlässlich ist.

Die vom palästinensischen Gesundheitsministerium im Gazastreifen vorgelegte Liste der Opfer weist zahlreiche Ungenauigkeiten und Widersprüchlichkeiten auf, sagt die IDF. Zum Beispiel werden Rawfiq Ja’abari, der Kommandeur der Hamas-Polizei, und Mohammed Schakschak, der persönliche Assistent des Kopfes der militärischen Flügels der Hamas, Ahmed Ja’abari, auf der palästinensischen Liste beide als tote Kinder geführt.

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Ein Gedanke zu “Zu Gaza wird immer noch gezählt

  1. Schön, dass die IDF versucht sich mit einer sicherlich nicht unvorteilhaften Statistik ins rechte Licht zu rücken, die Presse hat es ja auch nicht besonders gut mit ihr gemeint. Dass die Statistik wahrheitsgetreuer ist als die Zahlen der Hamas dürfte klar sein, aber auch, dass auch bei der IDF hier und da ein wenig „geschummelt“ wird. Eine gründliche Recherche ist aber durchaus ein positiver Ansatz.

    Etwas anderes finde aber sehr tragisch: Wie kann es sein, dass die IDF bei einer so großen Anzahl getöteter junger Männer nicht weiß, ob es sich um Hamas-Kämpfer (oder Zivilisten, wie ich annehme,) handelt? Waren die Angriffe etwa doch nicht so gezielt? Oder wieder ein paar unvermeidbare Kriegsopfer? Da ist wieder Erklärungsbedarf.

    Schade. Die IDF könnte sich selbst viel Ärger ersparen durch gründlichere Vorgehensweisen und so manches Zivilistenopfer vermeiden.

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