Toleranz-Alarm in Marokko

Christen haben dort missioniert – nein, Hetze betrieben, Leute dazu aufgehetzt den Islam zu verlassen und den christlichen Glauben anzunehmen. Dafür wurden die fünf Missionare aus dem Land gewiesen (da haben sie noch Glück gehabt). Ihr „Propagandamaterial“ wurde konfisziert. Die marokkanischen Behörden haben nichts gegen das Christentum, aber diese Missionare sind einfach zu weit gegangen.

Natürlich, was sonst?

(Gegen Homosexuelle gehen die Behörden ebenfalls jetzt konsequent vor…)

Robert Spencer meint dazu: Viele Leute missbilligen Mission. Ich habe kein Problem damit, bei keiner Gruppe. Wenn jemand mich zum Übertritt in eine andere Religion oder einem anderen Standpunkt bringen will, werde ich froh sein, das zu diskutieren. Wenn allerdings jemand, der eine Einladung zum Konvertieren, ablehnt, getötet werden muss – nun, das scheint eine Grenze zu überschreiten. Warum also will man in Marokko Christen nicht predigen lassen und jeden andere, der predigen will, ebenso? Wenn der Islam wahr ist, dann wird seine Wahrheit im Vergleich mit dem Fehler heller strahlen, oder? Aktionen wie diese der marokkanischen Regierung manifestieren eine tief sitzende Unsicherheit, die überall in der islamischen Welt zu finden ist.

Da hat er recht. Wenn man sich ansieht, wie die Muslime in Jerusalem das Goldene Tor der Altstadt zugemauert haben und noch einen muslimischen Friedhof davor anlegten, damit der jüdische/christliche Messias nicht seinen traditionell angenommen Weg vom Ölberg in die Stadt gehen kann. Wenn der jüdische oder christliche Messias gar nicht kommt, dann wäre diese Maßnahme nicht nötig, oder? So etwas macht man, wenn man gar nicht überzeugt ist, dass die eigenen Überlegenheit tatsächlich vorhanden und der eigenen Glaube der einzig wahre ist.

Und es gibt noch einen Aspekt, den ich da sehe: Man kann das mit einer Ideologie vergleichen, die von reinem Blut besessen war, das allen anderen überlegen sein sollte. Das Problem: Die geringste Menge eines anderen Blutes verunreinigte das überlegene auf ewig. Wie sollte dieses reine Blut denn da überlegen sein, wenn es das „schmutzige“ nicht zu überlagern und unbedeutend zu machen in der Lage war? Die Nazis waren tief im Inneren auch nicht so sicher, wie sie sich gaben. Und das scheint bei totalitären Ideologien üblich zu sein, sonst müssten sie sich nicht in dieser Weise über andere erheben und sich mit Gewalt durchsetzen. So gesehen passt es absolut, wenn der Islam in seiner Konsequenz als totalitäre Ideologie mit totalem Unterdrückungscharakter bezeichnet wird.

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