Hamas lehnt Moderatheit wieder ab – die Welt ignoriert’s.

Elder of Ziyon, 29. März 2009

Eines der immer wiederkehrenden Themen der linken antiisraelischen Truppe des Wunschdenkens ist, dass die Hamas nicht wirklich so extrem ist, dass sie in den „Friedensprozess“ eingebunden werden muss und dass ihre „moderaten“ Führer vom Westen ermutigt und belohnt werden können und sollen.

Es gibt einen guten Grund, dass wir davon neuerdings so wenig erleben. Der Grund besteht darin, dass sie Frieden wollen und diesen Wunsch auf alle anderen projizieren. Frieden ist so offensichtlich Krieg vorzuziehen, dass sie sich nicht vorstellen können, dass irgendjemand nicht wirklich tief innen drin Frieden will. Mit dieser Mentalität sind alle Leute gleich, egal wer sie sind; und jedermann ist vernünftig; und wenn die Leute nur in einer Atmosphäre der Toleranz und des Einfühlungsvermögens miteinander reden würden, könnten alle Probleme fair gelöst werden.

Dieses Denken ist so tief verwurzelt, dass Gegenbeispiele – und Gegenbeweise – heruntergespielt werden. Die Vorstellung, dass Menschen böse sein könnten, ist einfach nicht drin. Wenn ein Westler irgendetwas sagt, das auch nur vage als nicht friedlich wahrgenommen werden könnte, wird diffamiert und als Schande bezeichnet, um ihn zurück auf Linie zu bringen. Wenn aber ein Nichtwestler irgendetwas sagt, das in völligem Gegensatz zu Frieden steht, dann wird er ignoriert oder kontextualisiert. Seine Worte seien nur für lokalen Gebrauch bestimmt, wird uns gesagt; er glaubt das nicht wirklich. Oder vielleicht wurde er von den bösen Taten des Westens in diese extreme Haltung gezwungen und wenn wir ihn nur besser behandeln, dann würde er sich erkenntlich zeigen.

Die Medien haben dieses Glaubenssystem derart gründlich übernommen, dass sie jede Story herausheben werden, die es unterstützen und jede herunterspielen oder ignorieren werden, die es widerlegen.

Die jüngste Inkarnation dieses verdrehten Stücks fatalen Wunschdenkens ist die Idee einer palästinensisch-arabischen Einheitsregierung als Weg gewesen, den dem Tod geweihten „Friedensprozess“ zu retten. Hamas und Fatah zu vereinigen, so wird gedacht, wird die Hamas dazu zwingen eine moderatere Haltung einzunehmen. Natürlich dachten dieselben Leute, dass eine Wahl zu gewinnen die Hamas auch dazu zwingen würde eine moderatere Haltung einzunehmen und das funktionierte nicht, aber die Hoffnung stirbt nie.

Das Ergebnis ist, dass wir wohl kaum viel von dieser Story in der westlichen Presse sehen werden:

Die Hamas-Bewegung sagte am Samstag, dass die Akzeptierung der Positionen der Einheitsregierung zu früheren Verpflichtungen der palästinensischen Sache schaden würde und lehnten es ab, diese zu übernehmen.

Nach Angaben des hochrangigen Hamasführers Salah al-Bardaweel, würde die Anerkennung von Vereinbarungen wie den Oslo-Abkommen oder anderen unterzeichneten Dokumenten unmöglich sein, obwohl er sagte, dass die Bewegung eine Reihe anderer Zugeständnisse machte.

„Hamas stimmt solchen Formeln nicht zu, um die Palästinenser und die Fatah besser stellen“, fuhr er fort. „Das Ziel ist es die Hamas zu zwingen dazu sich Vereinbarungen zu verpflichten“, die er als „unfair“ beschrieb.

Mit anderen Worten: Die Hamas hat zum x-ten Mal gesagt, dass sie niemals eine Friedensvereinbarung mit Israel akzeptieren wird, selbst wenn sie einer Quasi-Regierung beitritt, die bereits eine solche Vereinbarung eingegangen ist.

Aber – aber – Roger Cohen hat uns versichert, dass die Hamas ein realistischer Friedenspartner ist! Aber die New York Times hat darauf bestanden, dass die Hamas in den Friedensprozess eingebracht werden muss! Aber Richard Falk sagt immer weiter, dass die Hamas einen fast dauerhaften Waffenstillstand mit Israel angeboten hat!

Die Hamas ist nichts gewesen außer konsequent. Es gibt nichts, das sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten getan hat, das ihrer radikalen, antisemitischen, von Hass erfüllten Gründungscharta auch nur im Geringsten widerspricht. Doch 22 Jahre scharfer Rhetorik, terroristischer Taten, kompromisslosen Hasses widersprechen den linken Vorstellungen aller, die so sind wie wir, den Benachteiligten, die einfach nur missverstanden werden, dass solche Geschichte wie diese ignoriert werden müssen – sie passen nicht in die Vorstellung. Der kleinste Funken Hoffnung wird aufgeblasen und die radikalsten Beispiele des Hasses – wie die Kinder-Fernsehsendung „Pioniere von Morgen“, die immer noch im Hamas-TV gezeigt wird – werden unter den Teppich gekehrt.

Und Israel – eine Nation, die wirklich liberal ist; eine Nation, die Land abgegeben hat, Menschen entwurzelte und Frieden teuer bezahlte – wird stattdessen als „unnachgiebig“ oder schlimmer verteufelt.

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